Nothilfe Syrien: Junge mit Heft inmitten von Trümmern

SYRIEN-KRIEG: KINDER BRAUCHEN DRINGEND HILFE

WIR HELFEN IN SYRIEN UND DER REGION – BITTE MACHEN SIE MIT

Bomben. Schüsse. Belagerungen. Hunger. Und mittendrin: Kinder.

Nach sechs Jahren Bürgerkrieg ist Syrien einer der schlimmsten Orte auf der Welt. Der Krieg ist nicht vorbei, immer noch leiden die Mädchen und Jungen unter den Folgen. Obwohl sie am wenigsten für den Krieg können, sind rund sechs Millionen Kinder und Jugendliche in Syrien zwischen den Fronten gefangen und brauchen dringend Hilfe.

Als eine der wenigen internationalen Hilfsorganisationen ist UNICEF noch vor Ort in Syrien und steht den Kindern und Familien in dieser schweren Zeit zur Seite. Ein Team von 200 Mitarbeitern in Syrien arbeitet einem Netzwerk von Partnern rund um die Uhr daran, dringend benötigte Hilfe zu den Familien zu bringen.

Nothilfe Syrien: UNICEF-Mitarbeiterin und Kinder am Trinkwasser-LKW

UNICEF-Leiterin Hanaa Singer bei einer Trinkwasserlieferung für Kinder und ihre Familien in Syrien.
© UNICEF/UN033883/Al-Issa

Die Herausforderungen für die Mitarbeiter in Syrien sind gewaltig: Sie müssen wegen der ständigen Gefahr unter strengen Sicherheitsvorkehrungen arbeiten und oft langwierige Verhandlungen führen, damit zum Beispiel Hilfskonvois die Konfliktlinien passieren können. Aber Aufgeben ist für sie keine Option.

UNICEF unterstützt zum Beispiel die Wasserversorgung in Aleppo, Damaskus und anderen Teilen Syriens, untersucht und behandelt mangelernährte Mädchen und Jungen, organisiert medizinische Hilfe für Schwangere und Kinder, richtet Notschulen und Kinderzentren ein.

Bitte helfen Sie mit, damit Kinder in Syrien Wasser, Medikamente und Kleidung erhalten!

In Syrien helfen: Spenden für Kinder in Not

Erdnusspaste für ein Kind für einen Monat
Drei Erste-Hilfe-Sets zur Versorgung verletzter Kinder
Eine Handpumpe zur Wasserförderung

So hilft UNICEF in Syrien und der Region

Die Situation der syrischen Kinder ist dramatisch. Rund fünf Millionen Menschen, die Hälfte von ihnen Kinder, mussten das Land verlassen. Der Großteil hat in den Nachbarländern Zuflucht gefunden, vor allem in der Türkei, in Jordanien und im Libanon. Durch den lange anhaltenden Konflikt und die Vertreibung aus der Heimat sind viele Familien in die Armut gerutscht.

UNICEF leistet sowohl in Syrien als auch in den Nachbarländern umfangreiche Hilfe: In einem der größten Einsätze unserer 70-jährigen Geschichte sind insgesamt über 800 Mitarbeiter im Einsatz, um Kinder und Familien vor Ort mit dem Nötigsten zu versorgen. Sie organisieren Impfkampagnen, versorgen Menschen in Städten und Flüchtlingscamps mit Trinkwasser, richten Notschulen und Kinderzentren ein und verteilen zum Beispiel Pakete mit Kinderkleidung oder Hygieneartikeln.

Was Schule für Kinder in Syrien bedeutet

Die lebensrettende Hilfe mit Trinkwasser oder medizinischer Versorgung muss weitergehen – aber die syrischen Kinder brauchen mehr als das. Sie wünschen sich nichts sehnlicher als eine friedliche Kindheit und die Chance auf eine bessere Zukunft. 

So wie der elfjährige Mahmoud, der durch den brutalen Krieg bereits fünf Jahre nicht zur Schule gehen konnte – aber jetzt mit seinen Geschwistern jeden Tag durch die Trümmer seiner Heimatstadt läuft, um endlich wieder zu lernen. "Ich sage allen Kindern: Geht wieder zur Schule. Damit ihr eure Träume erfüllen könnt", sagt Mahmoud.

Perspektiven schaffen für Syrien: Die Initiative "No Lost Generation"

Damit Kinder wie Mahmoud und Millionen andere nicht Teil einer „verlorenen Generation“ ohne Chancen werden, haben UNICEF und eine Reihe von Partnern vor zwei Jahren die Initiative „No Lost Generation“ gestartet. Jetzt läuft die zweite Phase mit dem Ziel, mehr Kindern in Syrien, Irak, Jordanien, Libanon, Türkei und Ägypten Zugang zu Schule, psychosozialer Hilfe und Ausbildung zu ermöglichen und die Qualität der Hilfen zu verbessern.

  • Bildung: Allein in Syrien gehen rund 1,7 Millionen Kinder nicht zur Schule – weil die Schule zerstört wurde, weil Lehrer fehlen, der Schulweg zu gefährlich ist oder weil Mädchen und Jungen als Teenager verheiratet werden oder arbeiten müssen. In den Nachbarländern ist es zwar dank UNICEF und Partnern gelungen, die Zahl der geflüchteten Kinder ohne Schulbildung deutlich zu senken  – aber über 500.000 Mädchen und Jungen aus Syrien gehen nach wie vor nicht zur Schule. Wir sind dabei, die Unterstützung weiter auszubauen.
  • Psychosoziale Hilfe: Gewalt, der Verlust von Angehörigen, Flucht und die neue Situation als Flüchtling in der Fremde: Kinder in Konflikten sind oft jahrelang großem psychischen Stress ausgesetzt. In Kinder- und Jugendzentren in den Flüchtlingscamps und Gastgemeinden und mit mobilen Angeboten sorgt UNICEF für psychosoziale Hilfen durch geschulte Betreuer. Dazu gehören Spiel- und Lernangebote, Gruppentherapien und teilweise auch Einzeltherapien für traumatisierte Kinder. Diese Hilfen sollen in den nächsten Monaten weiter ausgebaut werden.
Irak: UNICEF-Hilfe für geflohene Kinder

Peshkhabour, nahe der syrischen Grenze: Ein UNICEF-Helfer betreut Flüchtlingskinder in einem kinderfreundlichen Zelt.
© UNICEF/NYHQ2014-1177/Khuzaie

  • Ausbildung für Jugendliche und junge Erwachsene: Besonders schwer haben es junge Frauen und Männer, die nicht mehr im Schulalter sind. Für sie gibt es wenige Möglichkeiten, eine höhere Bildung anzustreben oder eine Ausbildung zu machen. Doch sie sind die Zukunft der Region. UNICEF und seine Partner wollen Programme für diese Zielgruppe weiter ausbauen. Dazu gehören praktische Ausbildungen zum Beispiel zum Frisör, Kosmetikerin oder Schreiner ebenso wie Computer- oder Sprachkenntnisse, aber auch die Vermittlung von Grundsätzen des Zusammenlebens wie Gewaltfreiheit, Menschenrechte und Toleranz.

Bitte helfen Sie den syrischen Kindern jetzt – Kindheit kann nicht warten!

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