Syrien: Ein kleiner Junge umringt von anderen Flüchtlingen

Krieg in Syrien: Spenden und helfen Sie den Kindern

Flüchtlingsdrama in Syrien: Bomben, Flucht und Hunger

Der Bürgerkrieg in Syrien geht ins zehnte Jahr. Ein Ende ist nicht in Sicht, im Gegenteil: Die Gewalt eskaliert immer wieder. Am meisten leiden die Kinder darunter. Vor allem in der Region rund um die Stadt Idlib im Nordwesten des Landes ist es dramatisch. Dort gibt es immer wieder heftige Kämpfe. Viele Menschen sehen keinen anderen Ausweg als die Flucht. Die Familien suchen sich Notunterkünfte in leerstehenden Gebäuden, leben in Zelten oder übernachten im Freien. 

Krieg in Syrien: Jana aus Aleppo ist mangelernährt. Sie braucht Hilfe.

Auch die einjährige Jana aus Aleppo ist mit ihrer Mutter auf der Flucht. Das Mädchen ist mangelernährt und braucht dringend medizinische Hilfe.

© UNICEF/UNI310538/Romenzi

Zudem sind die Preise für Nahrungsmittel seit letztem Jahr um 120 Prozent gestiegen. Eltern können ihre Kinder nicht ernähren, zumal wenn sie auf der Flucht all ihren Besitz aufgeben mussten. Tausende Jungen und Mädchen sind mangelernährt. Hunger bedroht akut das Leben Tausender Kinder.

Hinzu kommt nun die Gefahr durch das Coronavirus. In den Notunterkünften auf der Flucht gibt es für die Menschen kaum Möglichkeiten, Hygiene-Regeln zum Schutz vor einer Ansteckung einzuhalten. 

Unsere Nothelfer bleiben in Syrien vor Ort und versorgen die Kinder mit lebenswichtigen Hilfsgütern. Dafür brauchen wir dringend Ihre Unterstützung!

UNICEF-Hilfe für syrische Kinder und Familien 

Unsere rund 250 UNICEF-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sind seit Beginn des Krieges im Frühjahr 2011 an der Seite der syrischen Kinder. Jeden Tag arbeiten sie rund um die Uhr daran, den geflüchteten Familien in ganz Syrien neue Hoffnung zu schenken und ihnen dringend benötigte Hilfe zu bringen.

Wasser, Medikamente und andere Hilfsgüter: Ihre Spende kommt an!

Syrien: Sauberes Trinkwasser für Flüchtlingskinder.
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Ein Mädchen holt in einem Eimer Wasser für sich und ihre Familie. Sauberes Wasser gehört zu unserer Grundversorgung. In großen Tanks liefern wir es in die Flüchtlingslager. 

© UNICEF/UKLA2012-00944/Schermbrucker
Syrien-Krieg: Ein Arzt untersucht die fünfjährige Najat
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Die von UNICEF unterstützten mobilen Kliniken sind ausgestattet mit Medikamenten und medizinischem Equipment. Sie fahren direkt dorthin, wo medizinische Hilfe am dringendsten gebraucht wird.

© UNICEF/UN071667/Al-Issa
UNICEF liefert Impfstoffe nach Syrien.
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Impfungen sind lebenswichtig. Es piekst zwar kurz – aber danach ist dieses Mädchen dank der Masern-Impfung geschützt gegen die gefährliche Infektionskrankheit.

© UNICEF/UN065764/Al-Issa
Hilfskonvoi in Syrien: UNICEF-Hilfsgüter werden ausgeladen.
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In großen Konvois bringen wir Hilfsgüter nach Syrien und in die Nachbarländer – wie etwa Nahrungsmittel, Medikamente und Hygieneartikel.

© UNICEF/Syria 2018/Bassam Khabieh
Syrien-Krieg: Ein Mädchen packt ein UNICEF-Hilfspaket aus
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Für die kältere Jahreszeit ist auch warme Kinderkleidung bei unseren Hilfslieferungen dabei. Denn im Winter wird es in Syrien und in der Region sehr kalt.

© UNICEF/UN0274563/Herwig
In einer kinderfreundlichen Zone spielen syrische Flüchtlingskinder Tischfußball.
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In kinderfreundlichen Bereichen können die Mädchen und Jungen in aller Ruhe basteln, singen oder spielen - zum Beispiel eine Runde Kicker. 

© UNICEF/UNI274552/Charbonneau

Wir helfen Kindern in Syrien unter anderem mit:

Sauberem Trinkwasser. Die Wasserversorgung in der Region ist kritisch, weil bei den Kämpfen immer wieder auch Wasserstationen zerstört oder beschädigt werden. Wir von UNICEF bringen deshalb mit großen Tanklastern Trinkwasser zu den Menschen.

Kistenweise Kleidung. Die Mädchen und Jungen haben auf der Flucht meist nur die Kleidung, die sie am Körper tragen. Wir versorgen die Kinder mit Kleidung, die sie auch beim Schlafen in Zelten schützt.

Psychosozialer Betreuung. Wir richten Kinderzentren ein und helfen den Mädchen und Jungen, ihre Kriegserlebnisse zu verarbeiten. Außerdem klären wir über die Gefahren durch Minen auf.

Medikamenten und Hygieneartikeln, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Zudem untersuchen wir die geflüchteten Kinder in den Notunterkünften auf Mangelernährung und behandeln sie, wenn nötig, mit Spezialnahrung.

Perspektiven schaffen für syrische Kinder

Unsere humanitäre Hilfe rettet täglich Kinderleben. Aber nur ein Ende des Krieges kann den Kindern dauerhafte Sicherheit geben. Die jüngeren Kinder haben ein friedliches Leben nie kennengelernt – denn der seit mehr als neun Jahren anhaltende Krieg ist älter als sie. Viele syrische Kinder haben ihre Heimat noch nie gesehen. Und auch die Kindheit der älteren Kinder und Jugendlichen ist vor allem von Gewalt, Verlust und Vertreibung geprägt. 

Die Mädchen und Jungen haben ein Leben in Frieden verdient.

Gerade in der aktuellen Situation ist es besonders wichtig, dass Mädchen und Jungen zur Schule gehen, eine Ausbildung machen oder einen Beruf erlernen können. Sie brauchen außerdem psychosoziale Unterstützung, um mit ihren Erlebnissen zurechtzukommen und ihre Hoffnung für die Zukunft zu bewahren.

Eine friedliche Zukunft des Landes wird nur möglich sein, wenn diejenigen gestärkt und geschützt werden, die heute Kinder sind!

Hilfe für Flüchtlinge in den Nachbarländern

UNICEF ist auch für die syrischen Familien im Einsatz, die in die Nachbarländer Irak, Jordanien, Libanon und Türkei geflohen sind. Wir versorgen zum Beispiel die Menschen in den großen Flüchtlingscamps und Nothilfezentren in Jordanien und im Irak mit Trinkwasser und sanitären Anlagen, bringen Kinder in die Schule und helfen ihnen bei der Bewältigung ihrer Erlebnisse.

Nach der verheerenden Explosion in Beirut machen wir uns besondere Sorgen um die Situation der syrischen Flüchtlinge im Libanon. Die Katastrophe trifft das Land inmitten von Wirtschaftskrise und Corona. Wir müssen unsere Hilfsmaßnahmen dort nun dringend ausweiten.

Syrien Krieg: UNICEF Helfer verteilen Hilfspakete an Flüchtlinge im Irak

In einem Flüchtlingscamp im Irak verteilen UNICEF-Mitarbeiter Hilfspakete an Familien. Aydin und seine Mutter Juin Khalil sind zwei der Millionen Syrerinnen und Syrer, die Zuflucht in einem Nachbarland suchen.

© UNICEF UK/Schermbrucker