Pressemitteilung
UNICEF: IMPFKAMPAGNE IN TACLOBAN GEGEN MASERN UND KINDERLÄHMUNG GESTARTET
Köln
Mittwoch, 27. November 2013, 14:42 Uhr

TAIFUN AUF DEN PHILIPPINEN

UNICEF hilft mit einer großangelegten Impfkampagne die ersten Kinder in der vom Taifun Haiyan am schlimmsten getroffenen Stadt Tacloban gegen Masern und Polio zu impfen.

15 Impfteams werden in den nächsten Tagen allein dort 30.000 Kinder in Notunterkünften und Wohnvierteln erreichen. Die Kinder erhalten auch Vitamin-A-Tabletten, um ihre Abwehrkräfte gegen gefährliche Infektionen zu stärken. Weiter wird ihr Ernährungszustand überprüft, um gefährlicher Mangelernährung vorzubeugen. Für die Impfkampagne hat UNICEF gemeinsam mit Partnern auch die zerstörte Kühlkette für Impfstoffe wieder aufgebaut – eine große Herausforderung bei Temperaturen um die 30 Grad und ohne verlässliche Stromversorgung. Die Aktion wird vor allem mit privaten Spenden an UNICEF Deutschland finanziert.

Eine Impfung gegen Masern und Kinderlähmung gibt es auch für dieses Mädchen. © UNICEF/Maitem

Mit der großangelegten Impfkampagne will UNICEF zunächst die Kinder in Notunterkünften und Wohnvierteln erreichen.
© UNICEF/Maitem

UNICEF hat für die Kampagne Impfstoffe im Wert von umgerechnet rund 1,5 Mio. Euro bereitgestellt. Start der Aktion war gestern in 20 Notunterkünften, in denen Tausende Familien auf engstem Raum untergebracht sind. Besonders ihnen drohen Infektionen wie Durchfall, Lungenentzündung, Masern oder Typhus. „Die Kinder in Tacloban sind einer schleichenden Gefahr ausgesetzt“, sagt Angela Kearny, die vor Ort die UNICEF-Nothilfe koordiniert. „Aber wir wissen, wie wir die Kinder schützen können und tun alles dafür.“ Die Impfkampagne wird gemeinsam von UNICEF, der Weltgesundheitsorganisation WHO und der philippinischen Regierung durchgeführt.

UNICEF hat auch damit begonnen, Schulmaterial für den Notunterricht sowie Spiel- und Sportsachen für 525.000 Kinder in Tacloban und Roxas zu verteilen – darunter 350 „Schulen in der Kiste“ für 15.000 Mädchen und Jungen, 99 große Schulzelte sowie Kisten mit Bällen, Springseilen und Volleyballnetzen für 25.000 Kinder. UNICEF geht davon aus, dass 1,14 Millionen Schülerinnen und Schüler durch den Taifun ihr Zuhause verloren haben. Tausende Schulen werden als Notunterkünfte genutzt, so dass dort kein Unterricht stattfinden kann. Notunterricht und Betreuung in Kinderzentren hilft den Kindern, ihre oft traumatischen Erlebnisse hinter sich zu lassen. 

UNICEF ruft dringend zu Spenden auf:

Spendenkonto 300 000Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00Stichwort: Taifun 

Rudi Tarneden

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