Philippinen: Taifun Haiyan, Betreuung für traumatisierte Kinder

PHILIPPINEN: LANGFRISTIGE HILFE NACH TAIFUNEN

UNICEF WEITERHIN FÜR DIE KINDER IM EINSATZ

Immer wieder ist das Leben vieler Kinder und ihrer Familien auf den Philippinen in Gefahr, denn der asiatische Inselstaat wird nahezu regelmäßig von schweren Wirbelstürmen heimgesucht. 2013 verwüstete der tödliche Taifun Haiyan große Teile der Philippinen: Er hinterließ unzählige Verletzte und kostete mehrere Tausend Menschen das Leben.

In den Jahren danach kam es zu weiteren Taifunen, die über die Philippinen zogen. Der Wirbelsturm Hagupit im Jahr 2014 war zwar deutlich schwächer als Haiyan, aber auch er brachte gefährliche Überflutungen und Erdrutsche mit sich. Und erst im Spätsommer 2018 erschütterte der Taifun Mangkhut die Philippinen. Die gewaltigen Winde und starken Flutwellen zerstörten Straßen und Gebäude. Mangkhut tötete zahlreiche Menschen. Zehntausende Kinder mussten ihr Zuhause verlassen und wurden vorübergehend obdachlos.

Philippinen Taifun Mangkhut: Mutter mit Kind neben zerstörtem Haus

Der Taifun Mangkhut hat im September 2018 große Schäden auf den Philippinen angerichtet. Jessica Gonzales blickt auf die Überreste ihres Hauses. Wo sie und ihr ein Jahr alter Sohn in Zukunft leben werden, ist ungewiss.
© UNICEF/UN0236645/Maitem

Vernichtender Sturm Haiyan

Haiyan war einer der vernichtendsten Stürme der Geschichte. Er zerstörte Dörfer, Krankenhäuser und Schulen. Nach dem Taifun Haiyan war UNICEF direkt von Anfang an vor Ort. Wir lieferten beispielsweise Hygienepakete, Wasserpumpen, Generatoren, Kanister und Materialien zur Wasseraufbereitung. Millionen Kinder verloren damals Angehörige oder ihr Zuhause. UNICEF war von der ersten Minute an vor Ort.

Dauerhafte Hilfe für Kinder und ihre Familien

Auch nach den ersten intensiven Monaten der Nothilfearbeit blieben wir im Land. Wir unterstützten die Philippinen beim Wiederaufbau. Danke an alle Spender, die unsere Arbeit auf den Philippinen möglich machen! Nur dank dieser Spenden kann UNICEF in Notsituationen und nach Naturkatastrophen wie Haiyan den Kindern schnell und nachhaltig helfen.

Für die Kinder ist es nach einer solchen Katastrophe extrem wichtig, möglichst schnell wieder ein Stück Normalität erleben zu können. Dazu gehört, dass sie wieder zur Schule gehen. Doch auch Gesundheit und Kinderschutz stehen bei unserer Arbeit auf den Philippinen weiterhin ganz weit oben. 

UNICEF-Botschafterin Eva Padberg und UNICEF-Mitarbeiter Willi Zeck zeigen Ihnen in unseren Videos, wie die UNICEF-Nothilfe im Einzelnen wirkt.

Helfen Sie Kindern in Notsituationen

Kriege, Dürreperioden und Naturkatastrophen: Jedes Jahr brauchen uns Millionen Kinder dringend, um in Notsituationen zu überleben – stellen Sie sich an ihre Seite und ermöglichen Sie UNICEF, sofort zu helfen.

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Fünf Kinder erzählen

Wie ist das Leben für Mädchen und Jungen heute? Was sind ihre Gedanken und wie geht es ihnen? Fünf Kinder über ihren Alltag:

Philippinen: Fünf Kinder erzählen

Rhonalyn, 14 Jahre (Mitte): „Mein größter Wunsch ist es, die Schule zu beenden“, sagt das Mädchen aus San Roque. Sie bekommt Schulmaterial von UNICEF und geht mittlerweile aufs Gymnasium, so fleißig war sie die letzten Monate. Ohne die Hilfe der Spender wäre Bildung nach der Katastrophe für sie so nicht möglich gewesen.

Gale, 12 Jahre (unten rechts): „Ich gehe endlich wieder zum Unterricht und spiele Tambourine in der Schulband. Wir bauen momentan ein neues Haus. Es ist nicht leicht für unsere Familie, aber langsam geht es voran. Mittlerweile haben wir sogar schon ein Wohn- und Esszimmer“, erzählt Gale glücklich.

Gerald, neun Jahre (oben rechts): Der kleine Gerald lacht und tollt herum, wirft mit Papierflugzeugen um sich. Auch er geht mittlerweile wieder in die Grundschule. Nach dem Taifun irrte er einen Tag umher, bevor seine Lehrerin ihn fand und sicher an seine Familie übergeben konnte.

Michael, 14 Jahre (unten links): „Wir Kinder denken nicht mehr an den Taifun, wir schauen nach vorne“, sagt der Schüler aus San Roque. Er erzählt, dass es ihm und seiner Familie gut geht, sein Vater hat Arbeit gefunden und alle haben ein Dach über dem Kopf. Auch Michael bekommt Schulmaterial von UNICEF.

Kiana, 14 Jahre (oben links): Auch Kiana ist angekommen ein Jahr nach der Katastrophe. Sie ist Mitglied in der Theatergruppe und lernt sehr engagiert. Anfang Januar 2014 blieb sie auch manchmal länger in der Schule und nahm an Aufholkursen teil, um das durch die Notsituation Verpasste schnell nachzuarbeiten.

Ihre Hilfe wirkt: Das hat UNICEF erreicht

UNICEF hilft nach schweren Wirbelstürmen dabei, die Trinkwasserversorgung wiederherzustellen. Wir führen außerdem große Impfkampagnen durch, in denen wir Kinder gegen Krankheiten wie die hoch ansteckenden Masern impfen. UNICEF richtet auch sichere Kinderzentren in Zelten ein und begleitet die Mädchen und Jungen, die unmittelbar nach einer Naturkatastrophe allein umherirren. Kinder erhalten von uns Schulmaterial und können wieder lernen. Klicken Sie auf ein Bild und erfahren Sie mehr über unsere Hilfe:

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