Pressemitteilung
ÜBERSCHWEMMUNGEN AUF DEM BALKAN
Köln
Mittwoch, 21. Mai 2014, 14:18 Uhr

UNICEF LEISTET NOTHILFE

UNICEF leistet nach den schweren Überschwemmungen in Bosnien und Herzegowina sowie in Serbien Nothilfe für Kinder und ihre Familien. In beiden Ländern versorgt UNICEF Kinder in den Notunterkünften zum Beispiel mit Decken, Spielsachen und organisiert psychologische Unterstützung.

UNICEF-Nothilfe Balkan: Spielen in der Notunterkunft

Freiwillige Helfer kümmern sich um die Kinder in den Notunterkünften und bieten Spielmöglichkeiten an.
© UNICEF Serbia/Shubuckl

In Bosnien und Herzegowina koordiniert UNICEF die Hilfe der Vereinten Nationen bei der Versorgung der Obdachlosen mit sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen und stellt dazu Materialien zur Wasseraufbereitung zur Verfügung. Kinder sind durch die unhygienischen Bedingungen besonders von Krankheiten wie Durchfall bedroht. UNICEF arbeitet bei der Hilfe intensiv mit den Regierungen, den nationalen Rot-Kreuz-Organisationen und anderen Hilfsorganisationen zusammen.

Die Überschwemmungen auf dem Balkan haben Hunderte Gesundheitseinrichtungen und Schulen verwüstet. Arme Familien leiden besonders unter der Naturkatastrophe. So wurden allein in der Stadt Obranovac 20 Roma-Siedlungen komplett zerstört. Durch weggespülte Landminen aus den Balkankriegen der 1990er Jahre droht auch nach dem Rückgang der Fluten große Gefahr. Viele Kinder in den Notunterkünften stehen unter Schock.

Das ganze Ausmaß der Verwüstungen steht noch nicht fest. Verkehrswege sowie die Strom- und Wasserversorgung sind in den betroffenen Gebieten schwer beschädigt. Allein in Bosnien und Herzegowina gab es schätzungsweise 2.000 Erdrutsche. 100.000 Häuser wurden zerstört oder stehen unter Wasser.

Vor dem Hintergrund der Krise hat UNICEF zusätzlich zu den Sofortmaßnahmen einen mittelfristigen Aktionsplan erstellt. So müssen zum Beispiel Gesundheitseinrichtungen wieder in Stand gesetzt und wieder regelmäßig Impfungen ermöglicht werden. Schulen müssen gereinigt und mit Möbeln, Tafeln und sanitären Einrichtungen ausgestattet werden. Die Kinder brauchen Lern- und Arbeitsmaterial. Hierfür ruft UNICEF zu Spenden auf. Rund 460.000 Kinder sollen insgesamt erreicht werden. 

Spendenaufruf

UNICEF ruft zu Spenden auf, um die Kinder in den betroffenen Ländern mit dem Nötigsten zu versorgen. 

Rudi Tarneden

PRESSEKONTAKT

Rudi Tarneden
0221-93650-235
E-Mail: presse(at)unicef.de