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ÜBER GRENZEN HINWEG

Vom 18. Juli bis zum 12. Oktober war der UNICEF-Ehrenamtliche Lukas mit dem Fahrrad in Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen unterwegs, um auf die UNICEF-Aktion #träumesindgrenzenlos aufmerksam zu machen. Dabei hat er sich für die Träume von Kindern in Kriegs- und Krisengebieten eingesetzt – und für das Recht jedes Kindes auf der Welt auf eine friedliche Kindheit und ein angstfreies Aufwachsen.

“Nach Nordkapp und zurück für einen guten Zweck” – so lautete das ehrgeizige Ziel von Lukas, als er sich Ende Juni bei der UNICEF AG-Berlin meldete. Als er im Gespräch mit der Leiterin von UNICEF Berlin von der Aktion #träumesindgrenzenlos erfuhr, begeisterte er sich sofort dafür und war Feuer und Flamme für die Idee, sie mit dem Fahrrad in den weiten Norden zu tragen. Das Ziel war, die Träume von allen Menschen zu sammeln, sie auf Social Media zu posten und damit zu zeigen, dass wir alle, unabhängig von Hautfarbe, Nationalität oder Religion, von ähnlichen Dingen träumen – wie z.B., dass es unserer Familie und unseren Freunden gut geht, dass wir einen Zugang zu guter Bildung und damit zu einer besseren und sicheren Zukunft haben, dass wir in Frieden und Harmonie leben. Von einem friedlichen Zuhause träumen auch Kinder auf der ganzen Welt – vor allem aber solche, die in Kriegs- und Krisengebieten aufwachsen müssen oder die sich auf der Flucht befinden. Ihre Träume zu schützen und damit einen wichtigen Bestandteil ihrer Kindheit zu bewahren sollte höchste Priorität haben. Um sich für diese Botschaft stark zu machen, radelte Lukas 3 Monte lang von Berlin nach Nordkapp und zurück.

Und so fuhr er am 18. Juli los: Durch zahlreiche Städte, Städtchen, Dörfer, Häfen und Inseln in Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen. Auf seiner Reise hat er unzählige gastfreundliche und nette Leute aus der ganzen Welt getroffen.  Mal begegnete er einer deutschen Kindergruppe auf einem Voltigiercamp in Nyköpping, mal übernachtete er bei einem Brasilianer in Oulu, mal radelte er zusammen mit zwei Italienern Richtung Nordkapp... Überall stieß Lukas auf Offenheit und Toleranz und begeisterte viele Menschen für das Ziel der Aktion und klärte über den Einsatz von UNICEF in Krisengebieten auf.

Um Lukas bei seiner Ankunft in Berlin feierlich zu begrüßen, haben sich mehrere UNICEF-Ehrenamtliche aus dem Presseteam Berlin, die Leiterin der UNICEF-AG und Lukas’ Familie, Freunde und Mitstudierende am 12. Oktober am Brandenburger Tor versammelt. Auch 25 Schüler und Schülerinnen der 3. Klasse einer Berliner Grundschule wurden dazu eingeladen, Lukas zu empfangen und an einer besonderen Abschlussaktion teilzunehmen. Mit leuchtenden Augen und klatschenden Händen hießen sie Lukas willkommen und befragten ihn Hals über Kopf nach seiner Reise und den Begegnungen auf dem langen Weg. 

Die Aktion am Brandenburger Tor wurde gefilmt von Susanne Ungrad, ehrenamtliches Mitglied des Presseteams Berlin. Hier finden Sie das Video:

Die Leiterin der UNICEF-AG, Ann-Katrin Fahrenkamp, überreichte Lukas eine Urkunde zur Ehrung seines besonderen Engagements und hielt eine Ansprache, in der sie ihm besonders für den Einsatz gegen Rassismus und Diskriminierung dankte. Lukas habe  auf seiner ca. 6000 km langen Radtour über Monate hinweg etliche positive Zeichen gesetzt und Menschen - hier und überall - gezeigt, dass Weltoffenheit, Respekt und Gemeinsinn, Toleranz und soziales Engagement Menschen friedlich und gesellig zusammenführen. “Viele Kinder, die aufgrund von Flucht und Vertreibung in fremden Ländern landen, begegnen aber Intoleranz, Diskriminierung und Rassismus.“

UNICEF stellt sich der Verbreitung solcher Einstellungen klar entgegen: Vorurteile und menschenverachtende Hetze, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus bedrohen den Frieden und Zusammenhalt, sie grenzen aus und machen den Menschen Angst. „Kinder müssen angstfrei aufwachsen können! Kindheit braucht Frieden! Heute wächst jedes neunte Kind in einer Krisenregion auf“ fuhr Frau Fahrenkamp fort. „All diese Kinder brauchen Schutz, Bildung und Frieden – ganz gleich, wo sie sich aufhalten oder woher sie kommen. Wir von UNICEF setzen uns dafür ein, dass jedes Kind über Grenzen hinweg geschützt und gefördert wird – an seinem Herkunftsort, im Transitland und in einer möglicherweise neuen Heimat. Denn jedes Kind ist in erster Linie ein Kind, ganz gleich woher es kommt und wo es sich aufhält. Kinderrechte sind grenzenlos!“

Jedes Kind hat aufgrund der UN-Kinderrechtskonvention das Recht auf medizinische Versorgung, Bildung und Chancengleichheit und Schutz vor Gewalt. UNICEF setzt sich mit einem 6-Punkte-Plan dafür ein, dass alle Regierungen, aber auch jede und jeder Einzelne dazu beiträgt, Kinder in Konfliktgebieten und geflüchtete Kinder zu unterstützen.

Nach der feierlichen Begrüßung von Lukas ging es nun los mit der großen Abschluss- Aktion: Die Kinder schrieben ihre Träume auf Luftballons und ließen diese zusammen mit Lukas hochsteigen. Zu diesen gehörten u.a. “Ich wünsche mir, dass ich Profifußballer werde”, “...dass jeder Lernen kann”, “... dass mein Papagei Kinder bekommt”, “...dass es keinen Krieg mehr gibt”. Es hat uns bewegt, dass die Kinder aus dieser 3. Klasse solch ein starkes Bewusstsein für den Krieg und die Flucht haben und ihren Gleichaltrigen in diesen Gebieten Frieden und angstfreies Aufwachsen wünschen.

Ina Georgieva

Anm. der Red.: Ina Georgieva hat Lukas während seiner Reise medial durch einen auf einem Blog, auf Facebook und Instagram begleitet (wenn Sie mehr erfahren wollen, klicken Sie auf die entsprechenden Links).