Der UNICEF-Stand bei den "Sour Angelica"-Aufführungen © UNICEF-AG Berlin

UNICEF BERLIN BEI „SOUR ANGELICA“ IN DER PHILHARMONIE

An zwei aufeinander folgenden Nachmittagen, 1. und 2. Februar, hatten wir das große Vergnügen, bei den Aufführungen von Puccinis „Sour Angelica“ mit dabei zu sein und Spenden für UNICEF-Hilfsprojekte in der Demokratischen Republik Kongo zu sammeln. 

Unter der Führung von Chefdirigent Kirill Petrenko lieferten Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker, Gesangssolistinnen und Studentinnen der Berliner Musikhochschulen und der Chor des Vokalhelden-Chorprogramms dem begeisterten Publikum ein einmaliges Erlebnis. "Sour Angelica" von Giacomo Puccini ist die Geschichte einer jungen Nonne, die vom Tod ihres Sohnes erfährt. Vor sieben Jahren hatte man sie wegen dieses "Fehltritts" ins Koster verbannt. Sie beschließt, ihn in einem anderen Leben wiederzutreffen und bereitet ihrem Leben ein Ende. In dem Musikstück geht es um Menschlichkeit in einer inhumanen Umgebung und das Ringen um die eigene Würde. 

An beiden Tagen waren Mitglieder des UNICEF-Philharmonieteams mit einem Stand vor Ort und informierten die Besucherinnen und Besucher über UNICEF-Spendenprojekte in der Demokratischen Republik Kongo. Dort herrscht seit Jahren ein grausamer Bürgerkrieg, der den Kindern im Land gleich mehrere Rechte auf einmal beraubt – das Recht auf Gesundheit, gewaltfreies Aufwachsen, Bildung und elterliche Fürsorge. Über 12 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, ca. 7,5 Millionen davon sind Kinder. Ein großer Teil der Heranwachsenden ist mangelernährt. Hinzu kommen Ausbrüche von Cholera, Masern und Ebola, die das Leben und die Gesundheit der Kinder und deren Familien bedrohen. Zudem werden viele Kinder gewalttätig von ihren Familien getrennt und als Kindersoldaten von Milizgruppen instrumentalisiert. Gewalt gegen Kinder wird systematisch eingesetzt, um die Bevölkerung zu demoralisieren.

UNICEF setzt sich dafür ein, dass Jungen und Mädchen aus den Händen von Rebellengruppen befreit werden können und möglichst wieder mit ihren Familien zusammenkommen. So konnte UNICEF beispielsweise alleine in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 fast 2.000 unbegleitete Kinder in der Demokratischen Republik Kongo wieder mit ihren Familien zusammenführen. Traumatisierte Kinder werden zunächst in Übergangszentren untergebracht, wo sie mit Hilfe von ausgebildeten Spezialisten wieder den Weg ins normale Leben finden.  Außerdem sorgt UNICEF mit anderen Partnerorganisationen vor Ort, dass Kinder wieder zur Schule gehen können und das Versäumte nachholen.

Zur Schule gehen zu können - ein Anlass zum Lächeln © UNICEF/2016/Gabriel Vockel

Den Kindern möglichst schnell einen Zugang zur Bildung zu verschaffen, ist eins der zentralen Anliegen von UNICEF in der Demokratischen Republik Kongo.
© UNICEF/2016/Gabriel Vockel


Wir bedanken uns herzlich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern für das Interesse, die guten Gespräche und die großzügigen Spenden, sowie bei der Berliner Philharmonie, dass wir dabei sein durften!