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WATER X FASHION

Wasser und Fashion – diese beiden Begriffe gehören untrennbar zueinander und doch mag der Zusammenhang nicht für jeden Menschen sofort einleuchtend erscheinen. Was genau hat unser Mode-Konsum mit der Wasserverschmutzung und den Wasserkrisen in anderen Ländern zu tun? Und wie viel Wasser hängt überhaupt in unserem Kleiderschrank? 

Mit genau dieser Thematik hat sich die Konferenz „Water x Fashion“, ausgerichtet von Drip by Drip, am Donnerstag, den 22. März  - dem Weltwassertag 2018 - im CRCLR House in Berlin auseinandergesetzt. Die Textilindustrie ist eine der Industrien, die mit am meisten Wasser verschmutzt – und genau darauf machten die verschiedenen NGOs, Initiativen und Modelabels die Besucher aufmerksam. Da durfte unser Aktionsteam Events und Sponsoren natürlich nicht fehlen! 

Vor Ort wurden die Besucher von uns unter anderem über Kinderarbeit in der Textilindustrie und über die weltweiten UNICEF-Wasserprogramme informiert. Denn sauberes Trinkwasser ist überlebenswichtig – und jedes Kind hat ein Recht darauf, an dieses zu kommen. Mit dem #meinUNICEFwasserversprechen konnten Besucher vor Ort zusätzlich ein Zeichen zum Weltwassertag setzen und sich dazu verpflichten, 7 Tage lang Leitungswasser zu trinken und keine anderen Getränke zu kaufen. Stattdessen wird das gesparte Geld dann an UNICEF gespendet und in Wasser-Reinigungstabletten investiert. 

Denn diese werden dringend benötigt: Neuesten Schätzungen von UNICEF zufolge fehlt es immer noch mehr als 663 Millionen Menschen weltweit an einem Zugang zu sauberem Trinkwasser. Betroffen von Wasserknappheit und mangelnder Hygiene sind vor allem die ärmsten Familien in Entwicklungs- und Schwellenländern. Vor allem für Kinder in armen ländlichen Gebieten kann der fehlende Zugang zu sauberem Wasser lebensgefährlich sein. Die Verbesserung der Wasserversorgung gehört daher zu den Schwerpunkten der Arbeit von UNICEF. In über 100 Programmländern hilft UNICEF schon mit einfachen Mitteln – beispielsweise mit dem Bau von Brunnen, leicht zu wartenden Handpumpen, der Installation von Wasserleitungen und Abwasserkanälen. 

Zu Beginn der „Water x Fashion“ Konferenz wurde der Film „The True Cost“ vorgeführt, um die Besucher in die Thematik einzustimmen. Nach einer kurzen Pause ging es direkt mit dem ersten Diskussions-Panel „Die Gegenwart – Der Wasserfußabdruck der Textilindustrie” weiter, welcher sich intensiv mit dem allgegenwärtigen Missstand in dieser Industrie auseinandersetzte, Konsequenzen unseres Mode-Konsums thematisierte und generell deutlich machte, wie wichtig es ist, die Klamotten, die wir tragen und ihren Herstellungsprozess genauer zu hinterfragen. Das zweite Panel „The Future - Alternative fibres and circularity concepts“ widmete sich darauf aufbauend Fragen wie „was für wassersparende Materialien gibt es überhaupt in der Textilindustrie? Und was können wir auch als Konsumenten ändern, um unseren Wasserfußabdruck zu verringern?“.

Im Anschluss wurde der Abend musikalisch durch das Live-Konzert von Beranger ausgeleitet – ein für uns rundum schöner, informativer Abend, der anregen konnte, zukünftig den eigenen Kleiderkonsum bewusster zu überdenken und das saubere, trinkbare Wasser, was aus unseren Leitungen kommt, nicht als selbstverständlich anzusehen. Denn dies ist für Millionen von Menschen ein noch weit entfernter Traum – und es muss noch einiges getan werden, um dies zu ändern. 

Lazara Teufel