Scheckübergabe01
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Amts-Apotheke Bochum-Langendreer: 1.500 Euro Spenden von Kunden und vom Apotheken-Team für weltweit gleichmäßigen Zugang zu Covid-19-Impfstoffen

„Das Licht am Ende des Tunnels muss für alle scheinen.“ Dies sagte Christian Schneider, Geschäftsführer der Unicef Deutschland. Dieser Satz steht im Zusammenhang mit dem Zugang zu Covid-19-Impfstoffen. Nach Meinung vieler, u.a. der Unicef und der Weltgesundheitsorganisation WHO, darf der Zugriff auf die begehrten Impfstoffe nicht nur den Weltmächten und reichen Industrieländern vorbehalten sein. Im Sinne einer globalen Gerechtigkeit, aber auch im Sinne einer gleichmäßigen weltweiten – und damit auch effektiveren – Pandemiebekämpfung, sollen auch arme Länder mit Impfstoffen versorgt werden.


Diese Meinung teilen auch die Leitung der Amts-Apotheke in Bochum-Langendreer, das Team und – last but not least – zahlreiche Kunden der Apotheke. Zusammen stellten sie eine Spenden-Aktion auf die Beine, die genau die Hilfsaktivitäten unterstützen soll, die die Versorgung armer Länder mit Covid-19-Impfstoffen zum Ziel haben. Und dies kam so zustande: Viele Kunden der Amts-Apotheke haben sich dahingehend geäußert, dass sie den Wunsch haben, sich in irgendeiner Form an den Hilfen für die armen Länder zu beteiligen. Dr. Sabrina Schröder-Hickery, Inhaberin der Amts-Apotheke: „Dies wurde aus vielen Gesprächen mit unseren Kunden während der Pandemie-Zeit deutlich.“ Um die Kunden an der aktiven Hilfe zu beteiligen, griff die Apotheke auf eine Spendenmöglichkeit zurück, die sich schon in der Vergangenheit als erfolgreich erwiesen hat: Die Spende von Amts-Talern. Die silbernen
Taler sind wesentlicher Bestandteil des Rabattsystems der Apotheke. Sie können bei vielen Langendreerer Partner-Firmen eingetauscht werden z. B. gegen Brötchen, aber in der Apotheke selbst auch gegen zahlreiche nützliche, anschauliche und praktische Prämien, z. B. auch für den Haushalt. Und sie können gespendet werden. „Von dieser Möglichkeit machten die Kunden der Amts-Apotheke während der Corona-Zeit so reichhaltig Gebrauch, dass ein Rekordergebnis zustande kam: 1.000 Euro“, sagt Dr. Sabrina Schröder-Hickery. Und das Team der Amts-Apotheke beteiligte sich ebenfalls mit einer Gemeinschaftsspende in Höhe von 500 Euro. Adressat der Gesamtspende in Höhe von 1.500 Euro war die Unicef. An deren Bochumer Anlaufstelle an der Unistraße im Bochumer Zentrum überreichte Dr. Sabrina Schröder-Hickery im Namen der Amts-Apotheke, ihrer Mitarbeiter*innen und ihrer Kunden den symbolischen Scheck an Dieter Emmerich, Leiter der Unicef Bochum. Die Unicef beteiligt sich an COVAX. 

Das ist die Abkürzung für Covid-19 Vaccines Global Access (weltweiter Zugang zu Covid-19-Impfstoffen). Und diese professionell gesteuerte Initiative will die Impfstoffe bis in die entlegensten Winkel der Welt bringen. „Das ist abenteuerlich und zumeist gefährlich“, erklärt Dieter Emmerich, der einige Geschichten dazu zu erzählen weiß, z. B. von der Bedrohung und Kontrolle der Hilfsmitteltransporte durch Militär und Milizen und auch von der Schwierigkeit der Belieferung von entlegenen Dörfern, zu denen nicht einmal eine Straße führt.
Was gebraucht wird und in welchen Mengen, darüber führt die Unicef Listen. Spender haben sogar die Möglichkeit, anzugeben, wofür ihre Spende verwendet werden soll. Dies macht den Spendenvorgang irgendwie plastischer und realer. Das Team der Amts-Apotheke hatte sich dafür entschieden, seiner Spende den Bestimmungszweck „Hygiene-Mittel und Wasserreinigungsmittel“ mit auf den Weg zu geben.
Dass die Unicef Ansprechpartner für diese Spendenaktion ist, ist darin begründet, dass das globale Kinderhilfswerk der weltweit größte Einkäufer von Impfstoffen für Kinder ist, etwa gegen Masern und Polio. Die fast vollständige Ausrottung von Polio ist zu großen Teilen ein Verdienst von Unicef. Die Unicef verfügt also über einen einzigartigen Erfahrungsfundus in Sachen Impfstofflogistik. Diesen macht sich die Initiative COVAX zunutze. „Aber eins ist anders als sonst“, so Dieter Emmerich: „Diesmal stehen die Kinder nur mittelbar im Fokus. Wir gehen direkt in die Familien; die Kinder werden nicht geimpft. Aber dennoch ist die Atkion auch für die Kinder von entscheidender Bedeutung, denn jeder geimpfte Gesundheitshelfer trägt zur Versorgung von zahlreichen Kindern bei; jeder geimpfte Lehrer ermöglicht Kindern die Rückkehr in den Unterricht.“


Beitrag von: Witten transparent, Verlag Olaf Gellisch, Somborner Str. 2a / 44894 Bochum