MdB Kerstin Andreae im Berthold-Gymnasium © Jochen Daniel

25 JAHRE KINDERRECHTE - SCHÜLER DISKUTIEREN MIT POLITIKERN

Freiburg und Emmendingen, im November 2014
Vor 25 Jahren wurde die Kinderrechte-Konvention in der UN-Vollversammlung von fast allen Ländern der Erde verabschiedet. Die diesjährige Aktionswoche zum Tag der Kinderrechte (20. November)  stand im Zeichen dieses Jubiläums. Unter anderem hatten sich verschiedene Schulen in unserem Arbeitsgruppengebiet mit Politikern verabredet, um mit Schülern über die Kinderrechte, z.B. deren Einhaltung oder Missachtung und insbesondere deren Stellenwert in der Politik zu diskutieren. Bei der Vorbereitung dieser Diskussionsstunden half - wie in den Jahren zuvor - unser Schulteam, in erster Linie dessen Leiterin Eva-Maria Blencke-Illmann. Es zeichnet sich aber der erfreuliche Trend ab, dass die Schülerinnen und Schüler diese Vorbereitung zunehmend selbst in die Hand nehmen.

Angell Montessori Zentrum, Freiburg (18. November):
Frau Gabi Rolland (Landtagsabgeordnete, SPD) war Diskussionspartnerin der Achtklässler. Wesentlichen Anteil an der Vorbereitung der Diskussionsstunde hatte die dort neu gegründete UNICEF-AG. Sie übernahm auch die Moderation und stellte einleitend noch einmal die zehn wichtigsten, durch Tafeln illustrierten Kinderrechte vor. Zunächst erzählte Frau Rolland kurz über sich, insbesondere darüber, warum sie Politikerin geworden ist. Ein Schwerpunkt der anschließenden Diskussion war dann das Recht auf Bildung. Frau Rolland wies darauf hin, dass Bildung Sache der Bundesländer ist. Die Schülerinnen und Schüler interessierte unter anderem, warum  Deutschland in dieser Beziehung nur einen Platz im Mittelfeld einnimmt.

Deutsch-Französische Grundschule, Freiburg (18. November 2014 und 22. Januar 2015):
Kerstin Andreae (Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen) wollte sich den Fragen der fünften Klasse stellen, blieb aber bei der Fahrt dorthin in einem Verkehrsstau stecken, so dass aus der Fragestunde eine Unterrichtsstunde über Kinderrechte wurde. Eva Blencke und Jochen Daniel, der Leiter des Abgeordneten-Büros, stellten dabei ihr Improvisationstalent unter Beweis. Inzwischen (am 22. Januar 2015) hat Frau Andreae ihr Versprechen eingelöst, als Ansprechpartnerin aus der Politik zur Verfügung zu stehen. Im Grundsatz ging es darum, dass für alle Kinder dieser Welt die gleichen Rechte gelten. Von besonderem Interesse war auch hier das Recht auf Bildung. Die von den Kindern erarbeiteten Fragen galten außerdem den  Möglichkeiten zum Spielen auf Spielplätzen für Kinder mit Behinderungen. In einem lebhaften Gespräch wurden neben den Rechten auch die sich daraus ergebenden Pflichten angesprochen, z.B. Bildungsangebote wahrzunehmen, Meinungen anzuhören und Toleranz zu üben.

Grundschule Windenreute-Maleck, Emmendingen (19. November):
Johannes Fechner (Bundestagsabgeordneter, SPD) diskutierte mit den Schülerinnen und Schülern der dritten und vierten Klasse. Ihre Fragen überspannten einen weiten Bogen:
Sie wollten z.B. wissen, ob es ein Kinderrechtebuch gibt. Schwierig war die Antwort, als die Kinder die Sprache auf sexuellen Missbrauch brachten. Auch die Themen „Krieg" und „Kinderarbeit" waren harte Brocken. Schließlich ging es noch um Computerspiele und Rauchen.
Zum Abschied verteilte Herr Fechner Autogramme und – zur großen Freude der Kinder – Schlüsselanhänger, wie Bundestagsabgeordnete sie tragen.
Die Schulleiterin bedankte sich bei ihm für den Besuch mit einem Glas Marmelade, um ihm seine Arbeit zu versüßen. Die UNICEF-Mitarbeiterinnen bekamen einen Lottoschein. Mit viel Glück – das leider ausblieb – hätten sie damit viel Gutes ausrichten können.

Berthold Gymnasium, Freiburg (20. November)
Matern von Marschall (Bundestagsabgeordneter, CDU) kam in zwei neunte Klassen. Die beiden Elfklässler Kevin Richert und Benjamin Frey hatten eigenständig die Diskussion vorbereitet. Sie übernahmen auch die Moderation. Zunächst erwarteten sie als Empfangskomitee Herrn von Marschall an der Schulpforte allerdings vergeblich. Dieser war schon schnellen Schrittes die Treppen hinauf geeilt. Nach einem kurzen Gespräch mit der Direktorin Frau Buske konnte dann die Diskussion beginnen. Mit einigen Daten aus seinem Leben stellte er sich vor. Erst spät sei er zur Politik gekommen. Zur Frage, ob die Kinderrechte Teil des Grundgesetzes werden sollten, vertrat er die Meinung, dass das überflüssig sei und das Grundgesetz nur unnötig aufblähen würde. Deutschland stehe in dieser Hinsicht bereits gut da. Beim Thema Flüchtlinge sah er es als wichtig an, dass wir auch von uns aus den Kontakt zu diesen Menschen suchen und uns für sie engagieren.

Matern von Marschall mit Diskussionsmoderatoren © Berthold Gymnasium

Matern von Marschall (Mitte) mit den Organisatoren und Moderatoren Kevin Richert (links) und Benjamin Frey (rechts)
© Berthold Gymnasium

Die Badische Zeitung vom 21. November 2014 berichtete ausführlich über die Veranstaltung: http://www.badische-zeitung.de/freiburg/die-rechte-der-kinder-gelten-hier-und-ueberall--95059999.html

MdB Kertin Andreae im Berthold-Gynasium ©  Martin Kranz-Badri

AKTIONSTAG KINDERRECHTE 2013

Schülerinnen und Schüler fragten, Politikerinnen und Politiker antworteten

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MdB Gernot Erler im Berthold-Gymnasium © Julien Bender

AKTIONSTAG KINDERRECHTE 2012

Gernot Erler (Mitglied des Deutschen Bundestages und stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion) stellte sich den Fragen der Zehntklässler im Berthold-Gymnasium

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