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INFOABEND UND VORTRAG "WASSER WIRKT" AN DER UNI

UNICEF hat im April 2012 die Kampagne „Wasser wirkt“ ins Leben gerufen – mit Erfolg: Innerhalb der letzten drei Jahre konnten mehr als 500.000 Kinder in sechs Ländern dauerhaft mit sauberem Trinkwasser, Latrinen und wichtigen Informationen über Hygiene versorgt werden. Im Jahr 2013 nahm die Ehrenamtliche Petra Mewes aus Leipzig an einer UNICEF-Projektreise nach Kambodscha teil, um sich vor Ort ein Bild über die neue Kampagne zu machen. Am 23. November 2015 sprach sie an der Martin-Luther-Universität über ihre Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen. Eingeladen wurde sie von der UNICEF-Hochschulgruppe Halle und der Hochschulgruppe der Vereinten Nationen.

Nach einer kurzen Einführung über das Kinderhilfswerk UNICEF und einem historischen Abriss über Kambodscha selbst, widmete sich die Referentin dem Grundrecht auf Wasser und Hygiene. „Wichtig ist immer, dass man die Umsetzung der Projekte auf die Kinder und deren Familie vor Ort anpasst“, erklärt sie. „Spiele gehören genauso dazu wie Schulbildung, Hygieneaufklärung und eine medizinische Versorgung.“

Zu den sechs Schwerpunktländern der Kampagne „Wasser wirkt“ zählen neben Kambodscha auch Äthiopien, Süd-Sudan, Sambia, Bangladesch und Somalia. Hier baut UNICEF Brunnen und Latrinen und bindet die Dorfbewohner in sogenannte „Wasserkomitees“ mit ein, um für eine ausreichende Aufklärung zu sorgen und damit gleichzeitig abzusichern, dass das vermittelte Wissen geteilt und verbreitet wird. „Besonders aufgefallen ist mir der Bildungshunger, den die Menschen in Kambodscha verspüren“, erzählt Petra Mewes. „Die Menschen dort sind sehr offen. Deshalb fiel es uns sehr leicht, mit ihnen ins Gespräch zu kommen – entweder auf Englisch oder mit Hilfe eines Dolmetschers.“

Die Projekte werden immer nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ umgesetzt, denn Mewes ist sich sicher: „Es nützt nichts, eine Hilfslieferung in Krisenländern zu organisieren und dann ist man wieder weg.“ Deshalb ist die wichtigste Maxime, nach der UNICEF handelt, Nachhaltigkeit. „Die Projektreise hat mir bestätigt, dass das, was UNICEF macht, richtig ist.“

Mit einer abschließenden Frage- und Diskussionsrunde beenden die beiden Hochschulgruppen die erfolgreiche Infoveranstaltung. „Wir freuen uns über die positive Resonanz und das große Interesse, das die Studenten mitgebracht haben“, sind sie sich einig. Auch in Zukunft sollen weitere gemeinsame Projekte umgesetzt werden.