ARP MUSEUM BAHNHOF ROLANDSECK

Museumspartner der UNICEF-Stiftung

Den Wünschen von Gustav Rau folgend, werden die Hauptwerke seiner Kunstsammlung bis 2026 öffentlich gezeigt. Im Rahmen von Wechselausstellungen präsentiert das Arp Museum die Kunstwerke in der eigens dafür eingerichteten Kunstkammer Rau.

Kunstkammer Rau im Arp Museum

Kunstkammer Rau im Arp Museum
© Mick Vincenz

In der Tradition des Bahnhofs Rolandseck, der seit dem 19. Jahrhundert ein Treffpunkt von Künstlern, Politikern und Persönlichkeiten der Gesellschaft war, ist das 2007 eröffnete Museum einer der herausragenden Kunstorte am Rhein.

Der Architekturkomplex aus dem klassizistischen Bahnhofsgebäude und dem lichtdurchfluteten Neubau des amerikanischen Star-Architekten Richard Meier umfasst vier Ebenen, die mit wechselnden Ausstellungen bespielt werden. Im Zentrum steht die Kunst der beiden Namenspatrone Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp. In Sonderausstellungen werden großformatige Skulpturen, Installationen und Malereien bedeutender zeitgenössischer Künstler gezeigt. Darüber hinaus präsentiert das Arp Museum in der eigens eingerichteten „Kunstkammer Rau“ in wechselnden Ausstellungen herausragende Werke von der Renaissance bis in die Moderne aus der Sammlung Rau für UNICEF.

AKTUELLE AUSSTELLUNG

Im Lichte der Medici – Barocke Kunst Italiens 

10. Februar – 08. September 2019

In der Kunstkammer Rau findet zum Jahresauftakt ein Sammlungstreffen der besonderen Art statt: Die amerikanische Sammlung Haukohl, die wohl bedeutendste Privatsammlung an Florentiner Barockmalerei außerhalb Italiens, ist auf einer Europa-Tournee zu Gast in Rolandseck.

Arp Museum: Plakat Im Lichte der Medici – Barocke Kunst Italiens

  

Die Haukohl Family Collection umfasst Allegorien, religiöse Motive, Genreszenen und Porträts. Herzstück der Sammlung sind die Gemälde der Künstler-Familie Dandini, die im Dienste der Medici stand. Diese und weitere Meisterwerke von Jacopo da Empoli, Giovanni Domenico Ferretti oder Felice Ficherelli treffen auf eine Fülle italienischer Kunstschätze aus der Sammlung Rau für UNICEF, darunter Gemälde und Skulpturen von Giovanni Angelo da Montorsoli, Carlo Dolci und Giovanni Battista Caracciolo.

In Florenz war die Entwicklung der Künste und Wissenschaften eng mit dem Aufstieg und Fall der Dynastie der Medici verknüpft. Eine lange Friedenszeit, eine blühende Wirtschaft und ein stabiles Staats- und Herrschaftsgefüge ließen die Künste prosperieren. Ihre Hofkünstler wie auch ihre Kunstsammlung setzten die Medici im Sinne einer strategischen Kulturpolitik ein.

An der 1563 von Cosimo I. de Medici gegründeten Accademia delle Arti del Disegno lag das Augenmerk auf Zeichnung und Aktstudium. Meisterhaft erfasste man Oberflächen, weiche Haut und kostbare Materialien. Dank expressiver Gestik und Mimik und sinnlicher Verführungskraft sprechen die Figuren bis heute unmittelbar zu uns. Eine Besonderheit sind auch die opulenten, zum Teil originalen barocken Rahmen, die von der Familie Haukohl eigens für die Gemäldekollektion zusammengetragen wurden.

  

»Zur Zierde des Staates, zum Nutzen des Publikums und um
die Neugier der Fremden anzuziehen.«

Anna Maria Luisa de’ Medici | Kurfürstin von der Pfalz, anlässlich
des Vermächtnisses ihrer Kunstwerke an die Stadt Florenz
 

  

Die versammelten Werke sind Botschafter einer Zeit, in der sich die Mächtigen dieser Welt über ihre Liebe zur Kunst definierten. Dies verbindet die Medici mit der Sammlerfamilie Haukohl und Gustav Rau, die diese gesellschaftspolitisch tragende Rolle des privaten Sammelns von Kunst bis in unsere Gegenwart weiterführen.

DAS MUSEUM

Kontakt:
Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Hans-Arp-Allee 1
53424 Remagen

Tel. 02228/9425-0
Fax 02228/9425-21

info@arpmuseum.org
www.arpmuseum.org
 

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 11 bis 18 Uhr
Am 24.12. und am 31.12. sowie am Rosenmontag ist das Museum geschlossen.

Eintrittspreis:
Erwachsene, alle Ausstellungen: 9 Euro
Erwachsene, ermäßigt: 7 Euro

Familienkarte: 12 Euro
Kinder bis 12 Jahre frei

Ermäßigung für Schüler, Studenten, Bundesfreiwilligendienstleistende, Helfer im sozialen Jahr, Schwerbehinderte, Empfänger von sozialen Transferleistungen sowie Inhaber von ArtCard Bonn, KulturCard der Theatergemeinde Bonn, Rheintaler, SWR2 Kulturkarte, VRM MobilCard, Ehrenamtskarte RLP, Ehrenamtskarte Kreis Ahrweiler