ARP MUSEUM BAHNHOF ROLANDSECK

Museumspartner der UNICEF-Stiftung

Den Wünschen von Gustav Rau folgend, werden die Hauptwerke seiner Kunstsammlung bis 2026 öffentlich gezeigt. Im Rahmen von Wechselausstellungen präsentiert das Arp Museum die Kunstwerke in der eigens dafür eingerichteten Kunstkammer Rau.

Kunstkammer Rau im Arp Museum

Kunstkammer Rau im Arp Museum
© Mick Vincenz

In der Tradition des Bahnhofs Rolandseck, der seit dem 19. Jahrhundert ein Treffpunkt von Künstlern, Politikern und Persönlichkeiten der Gesellschaft war, ist das 2007 eröffnete Museum einer der herausragenden Kunstorte am Rhein.

Der Architekturkomplex aus dem klassizistischen Bahnhofsgebäude und dem lichtdurchfluteten Neubau des amerikanischen Star-Architekten Richard Meier umfasst vier Ebenen, die mit wechselnden Ausstellungen bespielt werden. Im Zentrum steht die Kunst der beiden Namenspatrone Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp. In Sonderausstellungen werden großformatige Skulpturen, Installationen und Malereien bedeutender zeitgenössischer Künstler gezeigt. Darüber hinaus präsentiert das Arp Museum in der eigens eingerichteten „Kunstkammer Rau“ in wechselnden Ausstellungen herausragende Werke von der Renaissance bis in die Moderne aus der Sammlung Rau für UNICEF.

AKTUELLE AUSSTELLUNG

In Form! Skulptur und Plastik bis 1900

28. März 2021 – 30. Januar 2022

  

Was macht klassische Bildhauerei aus? 59 in der Kunstkammer versammelte Bildwerke der Sammlung Rau für UNICEF veranschaulichen Facetten der historischen Entwicklung von Skulptur und Plastik vom Mittelalter bis zur Moderne.

Arp Museum: Plakat Kunstausstellung Skulptur und Plastik bis 1900

© Arp Museum

Mittelalterliche Skulptur steht oft in engem Dialog mit der sie umgebenden Kirchenarchitektur. Konzentriert-meditativ verkörpert sie klare religiöse Botschaften. In der Renaissance erst erobern plastische Bildwerke auch den privaten Raum. In strenger klassischer Pose aber voller Erzähldrang besetzen sie die Kunstkammern der Humanisten. In Gärten und Innenräumen barocker Schlösser tummeln sich schließlich spielerisch und lustvoll steinerne antike Götter. Auf starke, bewegende Gefühle setzt die religiöse Barock-Skulptur der Gegenreformation. Erschreckend drastisch führt sie die Martyrien der Heiligen vor, schildert lebensnah Maria als leidende Mutter. In Zeiten großer Glaubenskriege und Krisen will Skulptur anrühren, berühren, Sinn geben. In der Aufklärung des 18. Jahrhunderts verliert sich der religiöse Gehalt. Nun werden die gesellschaftsverändernden Philosophen der Epoche auf den Sockel gehoben: Die Denkmäler dieser Helden erobern den öffentlichen Raum. Sie verkünden den Glauben an Zukunft und Fortschritt. Im privaten Bereich dagegen feiert Mancher sich selbst und seine Familie in Anlehnung an die skulpturalen Ahnengalerien der verehrten Klassik. Die Marmor- oder Terrakotta-Porträts dieser Epoche sind präzise und sachlich. Nah am Original lassen sie nichts offen, schildern das Detail bis in das Spitzendekor.

»Ehrt die Tradition und lernt erkennen, was sie an ewig Fruchtbarem enthält: Liebe zur Natur und Aufrichtigkeit. Das sind die beiden starken Leidenschaften der Genies.«

Auguste Rodin

Die impressionistische Plastik gegen Ende des 19. Jahrhunderts lenkt den Blick dann auf einen kurzen, vorübergehenden Moment gefühlvoller Bewegung. Diese Inspirationsquellen bilden Sockel und Fundament für das plastische und skulpturale Werk von Auguste Rodin und Hans Arp, zwei herausragenden Vorreitern der Kunst Ihrer jeweiligen Zeit. Ihr innovatives Schaffen wird in der parallelen Ausstellung RODIN / ARP vom 27. Juni bis zum 14. November 2021 präsentiert.

DAS MUSEUM

Kontakt:
Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Hans-Arp-Allee 1
53424 Remagen

Tel. 02228/9425-0
Fax 02228/9425-21

info@arpmuseum.org
www.arpmuseum.org
 

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 11 bis 18 Uhr

Der Museumsbesuch ist nur mit Mund-Nasen-Schutz gestattet, und es gelten die Hygiene- und Abstandsregeln gemäß der aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz.

Am 24.12. und am 31.12. sowie am Rosenmontag ist das Museum geschlossen.

Eintrittspreis:
Erwachsene, alle Ausstellungen: 11 Euro
Erwachsene, ermäßigt: 9 Euro

Familienkarte: 12 Euro
Kinder bis 12 Jahre frei

Ermäßigung für Schüler, Studenten, Bundesfreiwilligendienstleistende, Helfer im sozialen Jahr, Schwerbehinderte, Empfänger von sozialen Transferleistungen sowie Inhaber von ArtCard Bonn, KulturCard der Theatergemeinde Bonn, Rheintaler, SWR2 Kulturkarte, VRM MobilCard, Ehrenamtskarte RLP, Ehrenamtskarte Kreis Ahrweiler