ARP MUSEUM BAHNHOF ROLANDSECK

Museumspartner der UNICEF-Stiftung

Den Wünschen von Gustav Rau folgend, werden die Hauptwerke seiner Kunstsammlung bis 2026 öffentlich gezeigt. Im Rahmen von Wechselausstellungen präsentiert das Arp Museum die Kunstwerke in der eigens dafür eingerichteten Kunstkammer Rau.

Kunstkammer Rau im Arp Museum

Kunstkammer Rau im Arp Museum
© Mick Vincenz

In der Tradition des Bahnhofs Rolandseck, der seit dem 19. Jahrhundert ein Treffpunkt von Künstlern, Politikern und Persönlichkeiten der Gesellschaft war, ist das 2007 eröffnete Museum einer der herausragenden Kunstorte am Rhein.

Der Architekturkomplex aus dem klassizistischen Bahnhofsgebäude und dem lichtdurchfluteten Neubau des amerikanischen Star-Architekten Richard Meier umfasst vier Ebenen, die mit wechselnden Ausstellungen bespielt werden. Im Zentrum steht die Kunst der beiden Namenspatrone Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp. In Sonderausstellungen werden großformatige Skulpturen, Installationen und Malereien bedeutender zeitgenössischer Künstler gezeigt. Darüber hinaus präsentiert das Arp Museum in der eigens eingerichteten „Kunstkammer Rau“ in wechselnden Ausstellungen herausragende Werke von der Renaissance bis in die Moderne aus der Sammlung Rau für UNICEF.

DAS SIND MEINE MODERNEN FRAUEN

Tausche Monet gegen Modersohn-Becker

20. Februar – 04. September 2022 

Worpswede, Worpswede. Du liegst mir immer im Sinn. … Deine Birken, die zarten, schlanken Jungfrauen, die das Auge erfassen. Mit jener schlappen, träumerischen Grazie, als ob ihnen das Leben noch nicht aufgegangen sei [...] Einige sind auch schon ganz männlich, kühn, mit starkem, geradem knorrigen Stamm. Das sind meine modernen Frauen.

Paula Modersohn-Becker, Tagebuch, Worpswede 1897

Neuer Inhalt

In der Kunstkammer Rau findet dieses Jahr ein Sammlungstreffen der besonderen Art statt. 20 Meisterwerke der Sammlung Rau für UNICEF treten in Dialog mit 35 Gemälden, Grafiken und Skulpturen der Sammlung Roselius aus den Museen Böttcherstraße in Bremen, sowie vier weiteren Werken der Paula-Modersohn-Becker-Stiftung.

Neben kunsthistorischen Meisterwerken, etwa von Cranach oder Riemenschneider, stehen im Zentrum der Ausstellung spektakuläre z.T. lebensgroße Aktdarstellungen Paula Modersohn-Beckers. Viele entstanden schon während ihres Studiums. Doch noch Jahre später griff sie immer wieder darauf zurück und verarbeitete sie zu eindrucksvollen Leinwandbildern, die die natürliche Schönheit des Körpers feierten. Die »große Einfachheit der Form«, wie sie es nannte.

Die Besucher*innen betreten zunächst das Atelier der Künstlerin. Ein Großteil ihrer Werke hat dieses nie verlassen – insbesondere die Porträts, mit denen die Malerin sich und ihre Umwelt hinterfragte. Anregungen fand sie bei den Alten Meistern in den Museen aber auch bei Ihren Zeitgenoss*innen in Galerien und Privatsammlungen.

Die Landschaften und Stillleben Modersohn-Beckers leben von der »Kraft der Stille«, die sie in der Weite der Moorlandschaft und in der alltäglichen Schönheit der Dinge fand. Daneben studierte sie intensiv die lichtvollen Gemälde der Spät-Impressionisten und der Nabis. Insbesondere Maurice Denis war ein großer Impulsgeber für sie.

Einzigartig modern und richtungweisend ist die tiefe Verbundenheit der Malerin mit der Natur. Natürlichkeit war ihr oberstes Ziel – ob nun im Akt oder im Blick in die Landschaft suchte sie nicht mahnend, sondern liebend den Gleichklang mit den Dingen. Den Menschen schilderte sie als Teil der Natur, mit ihr verwoben und von ihr abhängig.

DAS MUSEUM

Kontakt:
Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Hans-Arp-Allee 1
53424 Remagen

Tel. 02228/9425-0
Fax 02228/9425-21

info@arpmuseum.org
www.arpmuseum.org
 

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 11 bis 18 Uhr

Der Museumsbesuch ist nur mit Mund-Nasen-Schutz gestattet, und es gelten die Hygiene- und Abstandsregeln gemäß der aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz.

Am 24.12. und am 31.12. sowie am Rosenmontag ist das Museum geschlossen.

Eintrittspreis:
Erwachsene, alle Ausstellungen: 11 Euro
Erwachsene, ermäßigt: 9 Euro

Familienkarte: 12 Euro
Kinder bis 12 Jahre frei

Ermäßigung für Schüler, Studenten, Bundesfreiwilligendienstleistende, Helfer im sozialen Jahr, Schwerbehinderte, Empfänger von sozialen Transferleistungen sowie Inhaber von ArtCard Bonn, KulturCard der Theatergemeinde Bonn, Rheintaler, SWR2 Kulturkarte, VRM MobilCard, Ehrenamtskarte RLP, Ehrenamtskarte Kreis Ahrweiler