"Kunstkammer Rau" im Arp Museum
"Kunstkammer Rau" im Arp Museum

Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Museumspartner der UNICEF-Stiftung

Den Wünschen von Gustav Rau folgend, werden die Hauptwerke seiner Kunstsammlung bis 2026 öffentlich gezeigt. Im Rahmen von Wechselausstellungen präsentiert das Arp Museum die Kunstwerke in der eigens dafür eingerichteten Kunstkammer Rau.

Kunstkammer Rau im Arp Museum

Kunstkammer Rau im Arp Museum

© Mick Vincenz

In der Tradition des Bahnhofs Rolandseck, der seit dem 19. Jahrhundert ein Treffpunkt von Künstlern, Politikern und Persönlichkeiten der Gesellschaft war, ist das 2007 eröffnete Museum einer der herausragenden Kunstorte am Rhein.

Der Architekturkomplex aus dem klassizistischen Bahnhofsgebäude und dem lichtdurchfluteten Neubau des amerikanischen Star-Architekten Richard Meier umfasst vier Ebenen, die mit wechselnden Ausstellungen bespielt werden. Im Zentrum steht die Kunst der beiden Namenspatrone Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp. In Sonderausstellungen werden großformatige Skulpturen, Installationen und Malereien bedeutender zeitgenössischer Künstler gezeigt. Darüber hinaus präsentiert das Arp Museum in der eigens eingerichteten „Kunstkammer Rau“ in wechselnden Ausstellungen herausragende Werke von der Renaissance bis in die Moderne aus der Sammlung Rau für UNICEF.

Tierisch was los!

Tiere und ihre Menschen

18. September 2022 – 26. März 2022

In der Kunstkammer Rau wird die Tierwelt entfesselt. 68 Exponate erzählen die spannungsreiche Beziehungsgeschichte zwischen Tieren und Menschen vom Altertum bis in die Gegenwart, von der ägyptischen Katzenmumie bis zur zeitgenössischen Fotografie. Die Werke der Sammlung Rau für UNICEF werden in der Ausstellung ergänzt durch eine Fülle musealer und privater Schätze.

Mythische Tierwesen tummeln sich in der Kunst der Antike und bevölkern die Altäre des Mittelalters. Sie sind zentrale Gestalten in Religion und Volksglauben, mal als helfender Gott, mal als gefürchteter Dämon oder als Begleitung von Heiligen. In solchen Darstellungen spiegelt sich die traditionell enge Bindung zwischen Tier und Mensch. Diese Beziehung ist ambivalent, geprägt von Liebe und Furcht, von kompromissloser Inbesitznahme und der Akzeptanz eines nützlichen Helfers an menschlicher Seite.

Milchkühe, Schafe, Pferde und Hühner treten ins Rampenlicht barocker Bildbühnen. Das nicht gezähmte Wild bleibt dagegen Beute. Frisch erlegt, apportiert vom treuen Jagdhund, halten es die beliebten Jagdstillleben dieser Epoche fest. Auf den verführerisch bunten Küchen stücken des 17. und 18. Jahrhunderts erscheint das Tier dagegen zunehmend fragmentiert.

Gesichtslos, entindividualisiert wird es zur Ware. Im Kontrast dazu werden Haustiere wie Hunde, Katzen und Pferde seit dem 18. Jahrhundert mehr und mehr zu unseren engsten Freunden und Begleitern. Diente der Windhund in klassischen Porträts dem Jagdherrn als Ausweis seines Adels, sitzt er nun als Gefährte und Schoßhund nahezu gleichberechtigt neben ihm.

»Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir, also sind sie uns gleich – unsere Brüder.«

Franz von Assisi (1181/82–1226)

Plakat zur Ausstellung "Tierisch was los!"

Schlussendlich schlägt die Ausstellung auch den Bogen in die Gegenwart. Fotografische Tierporträts von Ursula Böhmer oder Walter Schels bringen uns auf Augenhöhe mit unseren Mitlebewesen, während die Skulptur zweier friedlich grasender blauer Pferde von Johannes Brus uns an ein verlorenes Paradies erinnert, fernab von Artensterben und Klimawandel.

Mit den Werken des berühmten Essener Bildhauers knüpfen wir an die Eröffnung des Museums vor 15 Jahren an, denn seine tierische Menagerie belebte die Räume der Kunstkammer vor dem Einzug der Sammlung Rau für UNICEF. 15 Jahre Arp Museum Bahnhof Rolandseck und 13 Jahre Kunstkammer Rau, diesen Anlass möchten wir gerne gemeinsam mit Ihnen bei einem Tag der offenen Tür mit einem vielfältigen Programm feiern!

Das Museum

Kontakt:
Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Hans-Arp-Allee 1
53424 Remagen

Tel. 02228/9425-0
Fax 02228/9425-21

info@arpmuseum.org
www.arpmuseum.org
 

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 11 bis 18 Uhr

Der Museumsbesuch ist nur mit Mund-Nasen-Schutz gestattet, und es gelten die Hygiene- und Abstandsregeln gemäß der aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz.

Am 24.12. und am 31.12. sowie am Rosenmontag ist das Museum geschlossen.

Eintrittspreis:
Erwachsene, alle Ausstellungen: 11 Euro
Erwachsene, ermäßigt: 9 Euro

Familienkarte: 12 Euro
Kinder bis 12 Jahre frei

Ermäßigung für Schüler, Studenten, Bundesfreiwilligendienstleistende, Helfer im sozialen Jahr, Schwerbehinderte, Empfänger von sozialen Transferleistungen sowie Inhaber von ArtCard Bonn, KulturCard der Theatergemeinde Bonn, Rheintaler, SWR2 Kulturkarte, VRM MobilCard, Ehrenamtskarte RLP, Ehrenamtskarte Kreis Ahrweiler