DAS KRANKENHAUS IN CIRIRI (KONGO)

DR. GUSTAV RAUS VERMÄCHTNIS

Bereits in den 1980er Jahren hat Gustav Rau in Ciriri nahe der Provinzhauptstadt Bukavu im Osten der Demokratischen Republik Kongo ein Krankenhaus mit angeschlossenem Ernährungszentrum errichtet. Heute fungiert es als Referenzhospital für die gesamte Region Süd-Kivu und ist auch für 34 Gesundheitsstationen im Umland zuständig.

Es wird in der Trägerschaft der Erzdiözese Bukavu geführt, von Caritas International verwaltet und aus Mitteln des Nachlasses von Gustav Rau von der UNICEF Stiftung sowie der in Zürich ansässigen Stiftung Dr. Rau finanziell gefördert. Rund 215.000 Menschen leben im Einzugsgebiet des 130-Betten-Krankenhauses. 8.500 Menschen werden jedes Jahr ambulant behandelt. Jeden Monat werden durchschnittlich über 200 Geburten betreut – besonders wichtig in einem Land, in dem eine von 24 Schwangeren während der Geburt stirbt. Das Hospital verfügt über vier Stationen: Pädiatrie, Gynäkologie mit Geburtshilfe, Chirurgie und Innere Medizin. Zusätzlich gibt es ein Labor, einen zahnärztlichen Service, eine augenärztliche Ambulanz, ein Röntgen- sowie ein Sonographiegerät und einen krankengymnastischen Dienst. Seit Gründung des Krankenhauses wird auch ein Ernährungsprogramm für mangel- und unterernährte Kinder durchgeführt.

Besondere Hilfe für Kinder im Krankenhaus Ciriri

Die laufenden Kosten werden soweit möglich aus den Beiträgen der Patienten bestritten. Vor allem für Investitionen ist das Krankenhaus aber auch auf externe Geldgeber angewiesen. Der Bevölkerungszuwachs, die Flüchtlingsströme und die zusammenbrechende staatlichen Infrastruktur im politisch nach wie vor sehr instabilen Osten des Landes haben den Bedarf an gesundheitlicher Versorgung in der Region kontinuierlich erhöht. Um diesen steigenden Anforderungen gerecht zu werden, wird das Krankenhaus stetig erweitert und seine Ausstattung verbessert. So wurde das Gelände in den vergangenen Jahren durch den Bau einer Mauer abgesichert, ein Sanitärblock, eine Sickergrube und eine Wasserleitung wurden gebaut. Die UNICEF Stiftung und die Stiftung Dr. Rau förderten das Krankenhaus und ermöglichten die Errichtung einer neuen gynäkologischen und Geburtshilfe-Station. Es entstanden Kreißsäle, Behandlungs- und Patientenzimmer sowie Räumlichkeiten für die Angehörigen der Patienten.

Für die kommenden Jahre sind der weitere Ausbau der Räumlichkeiten, Schulungen für das Personal, die Anschaffung von Krankenwagen sowie die kontinuierliche Verbesserung der Klinikausstattung geplant.

Weitere Programme in vier Ländern Afrikas

Zusätzlich werden in Zusammenarbeit mit der Dr. Rau Stiftung, Zürich, vier weitere Programme in vier afrikanischen Ländern mit insgesamt rund sieben Millionen Euro gefördert:

  • Demokratische Republik Kongo: Gesunde Dörfer, gesunde Schulen. In vier östlichen Provinzen des Landes werden Lehrer und Gesundheitshelfer fortgebildet, um die hygienischen Bedingungen in Dörfern und in Schulen zu verbessern.
  • Eritrea: Ein guter Start ins Leben. Das Programm verbessert die medizinische Versorgung für werdende Mütter und Neugeborene in zehn besonders armen und abgelegenen Regionen des Landes. Zehn Gesundheitszentren werden ausgebaut, Krankenschwestern und Gesundheitshelfer ausgebildet.
  • Namibia: Prävention von HIV/AIDS. UNICEF stärkt die Aufklärungsarbeit für Jugendliche. Es werden HIV-Tests bereitgestellt, infizierte Mädchen und Jungen erhalten Zugang zu psychologischer und medizinischer Versorgung.
  • Burundi: Überleben sichern für Neugeborene. UNICEF hilft, 20 Gesundheitszentren und sechs Geburtshilfestationen zu renovieren. 200 Hebammen und Krankenschwestern und mehr als 230 Gesundheitshelfer werden ausgebildet, um die Gesundheitsversorgung in ländlichen Gebieten zu verbessern.
Sammlung Rau für UNICEF

SAMMLUNG RAU ONLINE

Informationen über alle Objekte der Sammlung und die beteiligten Auktionshäuser finden Sie in unserer Online-Galerie.

Sammlung Rau online

Biografie Gustav Rau

BIOGRAFIE GUSTAV RAU

Dr. Gustav Rau widmete sein Leben Kindern in Afrika und der Kunst. Seine überaus wertvolle Kunstsammlung vermachte er UNICEF.

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