Jemen: Die schwer mangelernährte Saleh bei der Behandlung im Krankenhaus in Aden

Hunger im Jemen

Wir müssen jetzt handeln!

Aufwachsen im Jemen: Kindheit in der Katastrophe

Ob starkes Fieber oder Atembeschwerden – Menschen mit Covid-19-Symptomen werden im Jemen vor vielen Gesundheitsstationen abgewiesen. Die Einrichtungen, oft letzte Hoffnung vor allem für die Ärmsten, sind voll belegt oder können keine angemessene Versorgung mehr leisten. Realität inmitten der größten humanitären Krise der Welt. 

Das Gesundheitssystem steht vor dem Kollaps und ist nun mit der Corona-Pandemie völlig überfordert. Der fünfjährige Bürgerkrieg im Jemen hat tiefe Narben hinterlassen: Tausende Menschen sind gestorben. Familien haben aufgrund der Kämpfe ihre Heimat verloren. Zwei Millionen Kinder sind mangelernährt, gehen jeden Abend hungrig ins Bett. Über 80 Prozent der Bevölkerung kann nur dank humanitärer Hilfe überleben.

Was uns bei UNICEF besondere Sorge macht: Viele Hilfsprojekte sind dramatisch unterfinanziert, können zum Teil schon ab Juli nicht weitergeführt werden. Für die Kinder hat es schlimme Folgen: Sie können an schwerer Mangelernährung sterben. Sie erhalten keine Impfungen gegen tödliche Krankheiten. Und sie bekommen kein Wasser mehr.

Die katastrophale Lage für Kinder und ihr Alltag im Krieg ist kaum in Worte zu fassen. Mit selten gesehenen Bildern von vor Ort geben wir Ihnen einen Einblick in das Leben von Familien. 

AUF DER NEUGEBORENENSTATION

Jemen: Sofia im Bett mit ihren Kindern 

© Giles Clarke for UNOCHA

Sofia hält ihre neugeborenen Zwillinge in der Entbindungsstation des Al-Sadaqah-Krankenhauses in Aden fest im Arm. Sie kommt ursprünglich aus Somalia, lebt aber seit 15 Jahren als Flüchtling im Jemen. Neun Kinder hat sie auf die Welt gebracht, aber drei ihrer Kinder gleich bei der Geburt verloren. 

Jemen: Kind liegt schlafend in einem Karton 

© Giles Clarke for UNOCHA

Gerade einmal zwei Tage alt sind die Babys auf diesen Fotos. Sofia lässt sie nicht mehr aus den Augen: Die beiden Jungen schlafen in Pappkartons direkt auf ihrem Bett. Eigene Bettchen gibt es nicht für sie. Aber Sofia ist froh, dass dieses Krankenhaus überhaupt noch geöffnet ist. Nur noch die Hälfte der Krankenhäuser im Jemen sind in Betrieb. 

Jemen: Sofia im Bett mit ihren Zwillingen 

© Giles Clarke for UNOCHA

"Mehr als 8 Millionen Menschen im Jemen sind auf Spenden angewiesen, um Hygieneartikel wie etwa Seife zu bekommen. Vier Millionen von ihnen – fast die Hälfte davon Kinder – sind unmittelbar von unseren UNICEF-Hilfslieferungen abhängig." 

- Marixie Mercado, UNICEF Sprecherin in Genf

  

HELFEN SIE DEN KINDERN IM JEMEN

300 Stück Handseife zum Schutz gegen Corona
300 Päckchen Erdnusspaste gegen Mangelernährung
50 Kanister für je 20 Liter Trinkwasser



  

5 JAHRE ZERSTÖRUNG UND GEWALT  

Schon seit über fünf Jahren hält der blutige Krieg im Jemen an. Die Zerstörung zeigt sich in allen Aspekten des Lebens.   

FAWAZ' ÜBERLEBENSGESCHICHTE

Zwei Millionen Kinder im Jemen sind mangelernährt und müssen dringend behandelt werden. Zehntausende von ihnen sind gestorben. Fawaz hat überlebt. Er ist eins der Kinder, die um ihr Leben gekämpft haben. Als das folgende Foto aufgenommen wurde, war der damals 18 Monate alte Junge bereits seit einem Monat im Krankenhaus. 

Jemen: Fawaz erschöpft im Bett mit seiner Mutter 

© Giles Clarke for UNOCHA

Bei seiner Einlieferung war er lebensbedrohlich mangelernährt und litt an akutem wässrigem Durchfall und Erbrechen. Fawaz war extrem geschwächt. Die therapeutische Milch, die ihm gegeben wurde, konnte er anfangs kaum bei sich behalten. Mehrmals schwebte er zwischen Leben und Tod. 

Jemen: Fawaz im Arm seiner Mutter 

© Giles Clarke for UNOCHA

Der schlechte Zustand seiner Haut ist ebenfalls Symptom seiner schweren Unterernährung. Fawaz Rücken ist schwer verletzt – die Folgen der Mangelernährung sind unübersehbar. 

Jemen: Fawaz im Arm seiner Mutter 

© Giles Clarke for UNOCHA

Seine Mutter Rokaya wich nicht von seiner Seite und harrte Tag und Nacht an seinem Bett im Krankenhaus aus. Dann verbesserte sich sein Zustand: Die Medikamente und die Spezialnahrung zeigten Wirkung und Fawaz wurde wieder gesund. Nach zwei Monaten Krankenhausaufenthalt konnte er entlassen werden. 

Jemen: Fawaz nach der Behandlung mit seinen Brüdern 

© Giles Clarke for UNOCHA

Wenige Monate später ist Fawaz (hier mit seinen zwei älteren Brüdern) kaum noch wiederzuerkennen. Trotz aller Widrigkeiten hat er es geschafft. Die mit Spenden finanzierte medizinische Hilfe im Krankenhaus hat ihm das Leben gerettet.  

"Kinder im Jemen brauchen dauerhaften Frieden und Stabilität in ihrem Land. Bis dies erreicht ist, müssen wir alles tun, um Leben zu retten und Kinder zu schützen." 

- Sara Beysolow Nyanti, Leiterin UNICEF Jemen

GEMEINSAM GEGEN DIE TRAGÖDIE IM JEMEN

Geschichten wie die von Fawaz zeigen, wie unsere Hilfe im Jemen Tag für Tag Kinderleben rettet. Millionen Kinder im Jemen können nur überleben, wenn wir sie auch weiterhin versorgen. Doch es gibt eine dramatische Finanzierungslücke für unsere Hilfsprogramme im Jemen. Bitte helfen Sie mit, diese Lücke zu schließen und Kinder im Jemen weiter zu versorgen! 

Lassen Sie uns jetzt gemeinsam den Kindern im Jemen zur Seite stehen! 

300 Stück Handseife zum Schutz gegen Corona
300 Päckchen Erdnusspaste gegen Mangelernährung
50 Kanister für je 20 Liter Trinkwasser


* Hinweis: Die Porträts und Informationen auf dieser Seite beruhen auf einer Website von OCHA, dem Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten.