Ein mangelernährtes Kleinkind im Jemen bekommt Erdnusspaste gegen den Hunger.

Drohende Hungersnot im Jemen – jetzt spenden

Krieg und Hunger im Jemen: Hunderttausende Kinder gefährdet

"Jemen steht kurz vor dem Zusammenbruch. Das Aufwachsen von 12 Millionen Kindern gleicht einem schrecklichen Albtraum." 

Mit diesen drastischen Worten beschreibt UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore die aktuelle Lage im Jemen. Das Land steht am Rande einer Hungersnot. Wir müssen jetzt handeln – sonst kann es für Hunderttausende Kinder und ihre Familien zu spät sein.

Hunger im Jemen: Mangelernährte Kinder brauchen Spezialnahrung

Tausende Babys wie dieses müssen in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen aufgrund schwer akuter Mangelernährung behandelt werden. 

© UNICEF/UNI313433
Helfen Sie den Kindern im Jemen
Spenden & helfen

Zahl der hungernden Kinder steigt weiter

Der Hunger im Jemen wird immer dramatischer: In diesem Jahr werden voraussichtlich 2,3 Millionen Kinder unter fünf Jahren an akuter Mangelernährung leiden (Stand: 12. Februar 2021). Für rund 400.000 von ihnen kann die Situation lebensbedrohlich werden. Sie sind so stark unterernährt, dass sie jeden Tag um ihr Überleben kämpfen und dringend unsere Nothilfe brauchen. Wir gehen davon aus, dass viele Kinder sich bereits in Situationen befinden, die einer Hungersnot gleichen.

Mit Spezialnahrung gegen den Hunger im Jemen

"Ohne baldige Hilfe werden noch mehr Kinder ihr Leben verlieren", sagt Henrietta Fore. "Wir haben es schon einmal geschafft, eine Hungersnot im Jemen zu verhindern. Wir können es wieder schaffen, wenn wir jetzt gemeinsam den Kindern und Familien helfen."

Wir unterstützen die mangelernährten Kinder mit Spezialnahrung: Mit Erdnusspaste und therapeutischer Milch kommen die betroffenen Mädchen und Jungen wieder zu Kräften. Spenden Sie jetzt und helfen Sie den Kindern im Jemen zu überleben. Vielen Dank!

Jemen Mangelernährung: Eine Helferin misst den Armumfang eines Mädchens

Hungernde Kinder im Jemen brauchen dringend unsere Hilfe.

© UNICEF/UN0318650/Almahbashi

Bürgerkrieg, Hunger und Covid-19: Katastrophale Lage

"Im Jemen erlebt ein Kind an einem Tag so viel Ungerechtigkeit und Not, wie sie die meisten Menschen in ihrem ganzen Leben nicht erfahren werden", sagt Sara Beysolow Nyanti, UNICEF-Repräsentantin im Jemen.

Seit dem Frühjahr 2015 herrscht Krieg im Jemen. Zu Krankheiten, Gewalt und Hunger kommen jetzt noch die Folgen der Corona-Pandemie. Das Video zeigt einige traurige Fakten über die Lage im Jemen:

>> Die katastrophale Lage für Kinder und ihr Alltag im Krieg ist kaum in Worte zu fassen. Diese Fotoreportage mit selten gesehenen Bildern von vor Ort gibt einen Einblick in das Leben von Familien.

Ihre Spende schützt Kinder im Jemen vor Hunger und Krankheiten

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seit Beginn des Konflikts mit ihrer Nothilfe-Arbeit vor Ort. Mithilfe Ihrer Spende bleiben sie an der Seite der Kinder und versorgen sie mit allem, was sie am dringendsten brauchen – zum Beispiel mit stärkender Nahrung, sauberem Wasser, Hygieneartikeln sowie Impfungen und Medikamenten

Der Krieg im Jemen führt zu Lebensmittelnot und Unterernährung.
Der Krieg im Jemen führt zu Lebensmittelnot und Unterernährung.
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Saba ist 16 Monate alt. Ein gesundes Kind dieses Alters sollte mindestens neun Kilo wiegen. Saba dagegen wiegt gerade einmal sechs. Ihre Mutter hat sie deshalb in ein Ernährungszentrum in Hudaida gebracht, das von UNICEF unterstützt wird.

© UNICEF/UN0276448/Almahbashi
Saba ist schwer krank, weil sie nicht genug zu essen hat.
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Bei ihrer Ankunft hatte Saba hohes Fieber, starken Durchfall und eine beginnende Lungenentzündung. Wegen dem Krieg haben Sabas Eltern nicht genug Geld, um Nahrung für die Familie zu kaufen: "Wir haben nicht einmal mehr Brot", erzählt Sabas Mutter.

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UNICEF unterstützt Gesundheitszentren im Jemen.
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In einer Gesundheitseinrichtung in Hudaida untersucht Dr. Ibrahim Saba gründlich. Die Diagnose steht schnell: Sie ist schwer mangelernährt und muss sofort behandelt werden.

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Saba erhält Spezialmilch für mangelernährte Kinder.
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Dr. Ibrahim ordnet therapeutische Milch für Saba an, damit sie schnell zu Kräften kommt. Außerdem bekommt sie Antibiotika gegen ihre Lungenentzündung.

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Dank der Medikamente und der Spezialnahrung geht es Saba besser.
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Nach drei Tagen hat sich Sabas Zustand deutlich verbessert: Das Fieber ist runter, sie behält wieder Nahrung bei sich, und auch der Husten ist schon fast weg.

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Im Ernährungszentrum werden Kinder gewogen und gemessen.
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Seit es ihr besser geht, wird Saba im Ernährungszentrum ambulant weiterbehandelt. Sie wird dort regelmäßig gemessen und gewogen und bekommt sättigende und nahrhafte Erdnusspaste für Zuhause.

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Lebensmittel sind knapp im Jemen. Sabas Eltern machen sich Sorgen.
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Ihre Eltern sind froh, dass es Saba besser geht. Sorgen machen sie sich trotzdem: Wie wird es weitergehen mit ihrer Familie – in einem Land, in dem seit Jahren Krieg herrscht, die Nahrungsmittel so knapp und die Gesundheitsversorgung so schlecht sind?

© UNICEF/UN0276438/Almahbashi

Mangelernährung im Jemen: Saba hat es geschafft

Die einjährige Saba war in einem dramatischen Gesundheitszustand, als ihre Mutter sie ins von UNICEF unterstützte Ernährungszentrum brachte. Wochenlang hatte sie viel zu wenig gegessen. Sie war stark untergewichtig und geschwächt. 

Umso schöner ist es zu sehen, wie sie dank unserer therapeutischen Spezialnahrung wieder zu Kräften kam. 

So helfen wir den Kindern im Bürgerkrieg 

Hunderttausende hungernde Kinder bekommen von uns Spezialnahrung, damit sie überleben können. 

UNICEF führt große Impfkampagnen durch, zum Beispiel gegen Cholera, Polio und Masern. Dafür sind Tausende Impfhelfer im ganzen Land unterwegs.

Mehrere Millionen Menschen haben dank UNICEF Zugang zu sauberem Trinkwasser. Wir reparieren auch Leitungen und bauen Brunnen. 

Mit Durchfallmitteln und anderen Medikamenten, Cholera-Betten und Beratung unterstützen wir die Menschen im Jemen gesundheitlich.

Viele Mädchen und Jungen sind durch ihre Kriegserlebnisse traumatisiert. Wir begleiten sie mit Spiel-, Gesprächs- und Betreuungsangeboten.

Test auf Mangelernährung: Eine UNICEF-Helferin misst den Oberarmumfang eines Babys im Jemen.
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Wir helfen gegen den Hunger. Bei diesem Baby stehen die Zeichen erfreulicherweise auf Grün: Die Oberarmmessung zeigt, dass es aktuell nicht mangelernährt ist.

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Jemen: Zwei Mädchen füllen an einer Wasserstelle in einem Flüchtlingscamp ihre Wasserkanister.
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Die Kinder und ihre Familien im Jemen sind auf sauberes Trinkwasser angewiesen, um zu überleben. Wir versorgen sie mit Trinkwasserlieferungen, bauen Wasserstationen auf und reparieren Wasserleitungen.

© UNICEF/UNI324049/
Ein Junge im Jemen wird während einer UNICEF-Impfkampagne von einem Gesundheitshelfer geimpft.
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UNICEF unterstützt das Gesundheitssystem im Jemen mit Medikamenten und großen Impfkampagnen, beispielsweise so wie hier gegen die Masern.

© UNICEF/UN0284420/Fadhel
Jemen: Die Kinder spielen in einem kinderfreundlichen Ort
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Wir schaffen kinderfreundliche Orte für die Kinder. Denn spielen, singen oder malen hilft den Mädchen und Jungen, den Krieg zwischendurch zu vergessen.

© UNICEF/UN0219824/
Jemen: Ein Junge hat einen Schulrucksack und anderes UNICEF-Schulmaterial erhalten.
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Dank UNICEF können Kinder wie der 12-jährige Azmi wieder zur Schule gehen. Sie bekommen Schulmaterial von uns und können weiter lernen.

© UNICEF/UN0188088/Fuad

Corona-Pandemie im Jemen: Mit unseren Hilfsgütern schützen wir Kinder 

Die weltweite Corona-Pandemie hat auch im Jemen katastrophale Auswirkungen: Durch Covid-19 wird das fragile Gesundheitssystem im Jemen noch stärker beansprucht. Die medizinische Versorgung für unzählige Familien hat sich weiter verschlechtert. Wir haben deshalb unsere Corona-Hilfsmaßnahmen im Jemen noch mehr verstärkt. UNICEF setzt alles daran, Kindern und Familien in der Coronakrise zu helfen. 

Unsere Hygiene- und Schutzartikel helfen Kindern im Jemen.

Kampf gegen Corona: Per Flugzeug bringen wir Hygiene- und Schutzartikel in den Jemen. 

© UNICEF/UNI333775

Wir fliegen lebenswichtige Hilfsgüter ins Land ein, die während der Pandemie besonders wichtig sind und eine Ansteckung mit dem Virus verhindern können. Zum Beispiel bringen wir große Mengen von Corona-Test-Kits ins Land. Unsere Hygienesets und Schutzartikel (wie etwa Masken und Handschuhe) werden von Ärzten und anderen Gesundheitshelfern dringend gebraucht, damit sie die Kinder im Jemen weiterhin medizinisch betreuen können. 

Bildung: Wiederaufbau von Schulen im Jemen

Sehr wichtig für die Zukunft des Jemen ist die Bildung der Kinder. Nur wenn sie lernen können, haben sie und damit das Land eine Perspektive. Doch viele Schulen sind durch den Krieg zerstört worden oder werden als Flüchtlingsunterkünfte genutzt. Damit die Kinder im Jemen trotz schwierigster Bedingungen weiterhin lernen können, repariert UNICEF Schulen, schafft neue Lernräume für Kinder und bildet Lehrer aus.

Bildung: Millionen Kinder im Jemen gehen aktuell nicht zur Schule.

Tausende Schulen sind im Bürgerkriegsland Jemen außer Betrieb. Wir bauen sie wieder auf. 

© UNICEF/UN0188785/Fuad
INFO

Bürgerkrieg im Jemen

Gewalt, Krankheiten & Armut im Jemen

Seit 2015 herrscht Krieg im Jemen, und ein Ende ist nicht in Sicht. Doch der Krieg ist nur ein Faktor der Katastrophe. Der Jemen leidet unter mehreren Krisen gleichzeitig – jede von ihnen würde ein Land in die Knie zwingen.

  • Alle zehn Minuten stirbt im Jemen ein Kind an einer vermeidbaren Krankheit. 
  • Die Wirtschaft liegt in Trümmern. Ein großer Teil der Zivilbevölkerung im Jemen hat kein Geld mehr für Lebensmittel. 
  • In 2021 werden schätzungweise 2,3 Millionen Kinder unter fünf Jahren akut mangelernährt sein. Mehrere UN-Organisationen warnen vor einer drohenden Hungersnot. 
  • Fast 18 Millionen Jemeniten haben kein sauberes Wasser und sind auf Hilfslieferungen von humanitären Hilfsorganisationen wie UNICEF angewiesen. 
  • Die Gesundheitsversorgung im Land ist in weiten Teilen zusammengebrochen. Das Gesundheitssystem im Jemen war schon vor dem Krieg schlecht. Doch mittlerweile sind nur noch wenige Krankenhäuser voll funktionsfähig.
  • Tausende Kinder haben seit 2015 ihr Leben verloren, wurden verstümmelt oder zwangsrekrutiert. 
  • Immer wieder werden bei Angriffen Kinder verletzt und getötet.
  • Tausende Schulen im Land sind zerstört. Zwei Millionen Kinder können nicht zur Schule gehen. Die meisten Lehrerinnen und Lehrer bekommen schon seit mehreren Jahren kein Gehalt mehr. 
  • Strategisch wichtige Hafenstädte wie Hudaida und Aden werden immer wieder von den Rebellen umkämpft. Die Versorgungswege für Hilfslieferungen sind dadurch stark eingeschränkt.