Ukraine Krieg: Eine UNICEF-Mitarbeiterin spielt mit einem Kind in einer Anlaufstelle für Flüchtlinge in Polen

NOTHILFE UKRAINE: SO SETZEN WIR VON UNICEF IHRE SPENDEN EIN

Die Folgen des Ukraine-Krieges sind verheerend. Ihnen gegenüber steht die große Solidarität mit den Menschen in der Ukraine, die in Deutschland und vielen anderen Ländern spürbar ist. Überwältigend viele Menschen wollten und wollen helfen, viele auch mit einer Spende. Auch wir von UNICEF haben in den letzten Wochen und Monaten großzügige Spenden erhalten.

Wofür setzen wir die Spendengelder in diesem Jahr ein? Für welchen Bereich unserer Hilfe haben wir wieviel Geld eingeplant? Und wievielen Menschen – vor allem Kindern – werden wir damit voraussichtlich in diesem Jahr helfen können?

Anhand unserer Infografiken möchten wir Ihnen zeigen, wie wir Kinder aus der Ukraine ganz konkret unterstützen und welche Kosten hinter dieser Hilfe stehen. Wir haben dabei exemplarisch vier Bereiche unserer UNICEF-Arbeit ausgewählt: Wasser und Hygiene, Bildung, Kinderschutz und Bargeldhilfe.

Wasser und Hygiene

Trinkwasser für Millionen Menschen

Während des Ukraine-Krieges treffen Bomben und Geschosse immer wieder auch Wasserleitungen. In einigen Kampfgebieten ist das System zur Trinkwasserversorgung beschädigt oder komplett zerstört. Die Menschen haben teils tage- oder wochenlang keinen Zugang zu sauberem Wasser. Doch das ist lebenswichtig!

Wir von UNICEF bringen Trinkwasser zu den Menschen – auf unterschiedlichsten Wegen. In großen Wassertanks liefern wir sauberes Wasser in Kriegsregionen, und wir verteilen Wasserflaschen an Familien, die auf der Flucht sind. Auch Hygieneartikel wie Seife, Zahnbürsten, Windeln und Toilettenpapier sind in dieser Notlage wichtige Hilfsgüter, denn sie tragen dazu bei, Kinder und Familien vor Krankheiten zu schützen. 

So viel Geld hat UNICEF eingeplant, um Familien in der Ukraine mit Wasser und Hygiene zu versorgen:

                       

© UNICEF DT/Radikant

BILDUNG

Ein Stück Normalität für Kinder im Krieg

Das Leben der Kinder aus der Ukraine wurde durch den Krieg innerhalb kürzester Zeit komplett auf den Kopf gestellt: Die Mädchen und Jungen erleben Gewalt, Zerstörung und Angst. Millionen Kinder sind auf der Flucht. Ein Schulbesuch ist für viele Kinder in die Ferne gerückt, denn nur in wenigen Regionen findet derzeit noch Präsenzunterricht statt.

Umso wichtiger ist es uns, dass wir weiterhin Bildungsmöglichkeiten für die Kinder schaffen. Weiter lernen zu können, gibt den Mädchen und Jungen Halt und Struktur – und ein kleines Stück Normalität. Wir verteilen deshalb Lernmaterial an die Kinder und organisieren Unterrichtsstunden überall dort, wo es möglich ist. Und wir unterstützen eine Online-Lernplattform, damit die Kinder auch per Distanzunterricht weiter lernen können.

In diesem Jahr planen wir, 600.000 Kinder in der Ukraine mit Bildungsangeboten zu erreichen.

                       

© UNICEF DT/Radikant

 

KINDERSCHUTZ

Blue-Dot-Zentren: Unterstützung für Familien auf der Flucht

Mehrere Millionen Kinder sind bereits aus ihrer Heimat Ukraine in die Nachbarländer geflohen. Sie sind zwar den Bomben entkommen, aber benötigen weiterhin Hilfe und Schutz. UNICEF richtet deshalb in den Nachbarländern der Ukraine entlang der Flüchtlingsrouten sogenannte Blue-Dot-Zentren ein. Die "Blue Dots" sind Schutzorte und Anlaufstellen für Kinder und Familien auf der Flucht. Mütter erhalten dort Informationen über die Weiterreise und Hilfsangebote. Und: Sie haben die Möglichkeit, sich an diesem sicheren Ort auszuruhen, während ihre Kinder betreut werden und spielen oder malen können.

57 dieser Blue-Dot-Anlaufstellen werden wir 2022 einrichten. Die meisten von ihnen stehen bereits zur Verfügung. Sehen Sie in unserer Infografik, welche Kosten wir dafür eingeplant haben:

                       

© UNICEF DT/Radikant

BARGELDHILFE FÜR FAMILIEN

Individuelle finanzielle Unterstützung

Viele Familien in der Ukraine haben durch den Krieg plötzlich kein Einkommen und keine Ersparnisse mehr. Um sie zu unterstützen, haben wir ein Programm zur Bargeldhilfe gestartet. Die Geldbeträge gehen ausschließlich an besonders schutzbedürftige Familien, die wir nach festgelegten Kriterien auswählen – zum Beispiel Alleinerziehende, kinderreiche Familien oder Haushalte mit einem behinderten Familienmitglied. Jede Familie kann individuell entscheiden, was sie am dringendsten braucht und wofür sie das Geld einsetzen möchte: etwa für Lebensmittel, Kleidung, eine vorübergehende Unterkunft oder auch Fahrtkosten.

308 Mio. Euro für 265.000 Haushalte hat UNICEF 2022 für die Bargeldhilfe in der Ukraine eingeplant. Durchschnittlich sind das pro Haushalt um die 1.100 Euro. Die genaue Höhe der Geldbeträge richtet sich nach der Anzahl der Kinder.

                       

© UNICEF DT/Radikant


Jede Spende hilft Kindern aus der Ukraine

UNICEF bittet um Spenden in Höhe von 949 Millionen US-Dollar, um die Nothilfe für die Kinder in der Ukraine und geflüchtete Kinder in den Nachbarländern in 2022 zu sichern. Bis zum 13. Juni 2022 haben wir als internationale Hilfsorganisation weltweit 635,9 Millionen US-Dollar für diesen Zweck erhalten. Diese Spenden setzt UNICEF für dringende, wirksame Hilfe für Kinder aus der Ukraine ein, unter anderem in den Bereichen Wasser und Hygiene, Kinderschutz, Bildung und Bargeldhilfe.

SO HELFEN SIE DEN KINDERN AUS DER UKRAINE

Wir möchten uns von Herzen bei allen Spender*innen bedanken, die unsere Arbeit für die Kinder aus der Ukraine bereits mit einer Spende unterstützt haben. Nur mit Ihnen an unserer Seite können wir so viele Kinder erreichen. Für die nächsten Monate benötigen wir noch weitere Spenden, um unsere breit aufgestellte Hilfe in der Ukraine und den Nachbarländern wie geplant anzubieten.

1 Familien-Hygiene-Set für Notsituationen
20 Fleece-Decken für Krisengebiete
5 Erste-Hilfe-Sets


+++ Disclaimer: Sämtliche für die Infografiken verwendete Zahlen stammen aus verschiedenen Quellen von UNICEF International 2022. Die Summen beinhalten nicht nur Spendengelder aus Deutschland, sondern beziehen sich auf die Gesamtheit der Spenden, die UNICEF für die Ukraine erhalten hat. +++