Alexander Gerst und UNICEF: Gemeinsam für Kinderrechte

Alexander Gerst

2015 wurde ESA-Astronaut Alexander Gerst zum UNICEF-Botschafter ernannt. Schon vor seiner Ernennung machte er gemeinsam mit UNICEF auf die schwierige Situation vieler Kinder auf der ganzen Welt aufmerksam. Die Sicherung ihrer Zukunft und Lebensgrundlagen liegt ihm besonderes am Herzen.

Mein Traum ist, dass wir alle zusammen diesen Planeten zu einem besseren Ort für Kinder machen.

UNICEF-Botschafter Alexander Gerst

Alexander Gerst für UNICEF

Während der UNICEF-JuniorBotschafter-Preisverleihung 2014 in der Frankfurter Paulskirche verkündete er von Bord der internationalen Raumstation ISS per Videobotschaft den Sieger des Wettbewerbs.

Aufgrund seines Engagements für den Schutz unseres Planeten und für bessere Lebensbedingungen für die Kinder wurde "Astro-Alex" im März 2015 zum UNICEF-Botschafter ernannt. In seinem ersten Einsatz als offizieller UNICEF-Botschafter rief er Jugendliche zur Teilnahme am internationalen Jugendgipfel J7 im Mai 2015 in Berlin auf.

Auch 2015 überreichte der UNICEF-Botschafter mit Daniela Schadt (damalige Schirmherrin von UNICEF Deutschland) den Preis an die Erstplatzierten des UNICEF-JuniorBotschafter.

„Macht die Erde zu einem besseren Ort für Kinder“

Zum 25. Geburtstag der UN-Kinderrechtskonvention im Jahr 2014 startete Alexander Gerst eine ungewöhnliche Aktion. Mit einem faszinierenden Video forderte er jeden Einzelnen dazu auf, Verantwortung für die Zukunft der Kinder auf unserem Planeten zu übernehmen.

„Die bemannte Raumfahrt ermöglicht uns neue Erkenntnisse, die das Leben auf der Erde verbessern werden. Der Blick aus dem Weltall zeigt uns aber auch die ganze Verletzlichkeit unseres blauen Planeten“, erklärte Alexander Gerst vor dem Start zu seiner ersten ISS-Mission. „Die Kinder von heute müssen morgen das Raumschiff Erde allein steuern. Um darauf vorbereitet zu sein, muss jedes Kind seine Potenziale entfalten können.“

ESA-Astronaut unterstützt UNICEF-Aktion aus dem Weltall

Zu Beginn seiner zweiten ISS-Mission "Horizons" rief Alexander Gerst 2018 dazu auf, sich an der Aktion "Träume sind grenzenlos" zu beteiligen, die von UNICEF-Unterstützenden entwickelt wurde. Jugendliche Menschen in ganz Deutschland fragten: „Wovon träumst du?“

Sie forderten Passanten dazu auf, ihre persönlichen Träume zu notieren und mit denen von geflüchteten Kindern zu vergleichen. Die Aktionen hatten das Ziel, Verständnis und Solidarität mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen zu stärken.

Denn wir alle haben ähnliche Träume – egal woher wir kommen, egal wie unterschiedlich wir sind. Das fand auch UNICEF-Botschafter Alexander Gerst, als Jugendliche ihm die Aktion kurz vor dem Start ins Weltall präsentieren.

Alexander Gerst Instagram Kinderrechte

Zum vollständigen Instagram-Post von Alexander Gerst gelangen Sie hier.

© Alexander Gerst/ UNICEF

Die Stärkung der Kinderrechte, durch Bewahrung der Lebensgrundlagen und Schutz von Ressourcen oder auch Mitbestimmung, sind Alexander Gerst besonders wichtig. In den vergangenen Jahren hat er sich deswegen immer wieder mit eindrücklichen Botschaften an die Öffentlichkeit gewandt sowie den Dialog mit Kindern und Jugendlichen gesucht.

„Vom All aus scheint es absurd, wie wir Kindern Chancen vorenthalten und ihre Lebensgrundlage zerstören“, sagte UNICEF-Botschafter Gerst. „Wir müssen unseren Horizont erweitern und verstehen, dass es eine nachhaltige Entwicklung nur geben kann, wenn Kinder Hoffnung und Perspektiven bekommen.“

  • JuniorBotschafter JuBoKaKi-AG

    Bild 1 von 13 | Herzlichen Glückwunsch! Die JuBoKaki-AG des Gymnasiums Kaltenkirchen ist „UNICEF-JuniorBotschafter des Jahres 2015“. Schirmherrin von UNICEF Deutschland Daniela Schadt (rechts) und UNICEF-Botschafter Alexander Gerst (links) überreichten den Preis an die Erstplatzierten.

    © UNICEF DT/2015-22224/Hyou Vielz
  • Neuer Inhalt

    Bild 2 von 13 | David, Yolanda, Lilian-June, Sang-Jin, Jessica und Martin diskutierten bei den Vorbereitungen auf den J7-Gipfel 2015 auch mit UNICEF-Botschafter Alexander Gerst (v.l.n.r.).

    © UNICEF/2015/Hyou Vielz
  • Alexander Gerst unterstützt die Aktion #träumesindgrenzenlos

    Bild 3 von 13 | Jasmin, Sarah und Jess sprechen mit Alexander Gerst vor seiner zweiten ISS-Mission über die Aktion "Träume sind grenzenlos".

    © UNICEF/UNI275906/Bänsch
  • Alexander Gerst unterstützt die Aktion #träumesindgrenzenlos

    Bild 4 von 13 | UNICEF-Botschafter Alexander Gerst untertützt 2018 die Aktion #träumesindgrenzenlos.

    © UNICEF/DT2018-59931/Sebastian Bänsch
  • UNICEF-Botschafter und Astronaut Alexander Gerst

    Bild 5 von 13 | Alexander Gerst wollte von Kindern und Jugendlichen wissen, wie der perfekte Planet für sie aussieht und sie in einem Kreativwettbewerb dazu aufgerufen, ihre Ideen, Wünsche, Träume für die Zukunft unseres Planeten zu gestalten.

    © UNICEF/UNI283735/Chiolo
  • UNICEF-Botschafter Alexander Gerst im Gespräch mit Kindern und Jugendlichen

    Bild 6 von 13 | Er lud fünf Kinder im Alter von 8 bis 17 Jahren ins Europäische Astronautenzentrum der ESA in Köln ein, wo sie ihre Wunschplaneten präsentierten und erläuterten.

    © UNICEF/Stefano Chiolo
  • Gründliche Vorbereitung: ESA-Astronat Alexander Gerst im ESA-Trainingszentrum | © UNICEF DT/2014/Hyou Vielz

    Bild 7 von 13 | Im ESA-Trainingszentrum: Mehrere Jahre lang hatte sich Alexander Gerst auf seinen Einsatz im Weltall vorbereitet.

    © UNICEF DT/2014/Hyou Vielz
  • Alexander Gerst in der Raumstation ISS

    Bild 8 von 13 | Alexander Gerst bei seiner Ankunft in der Raumstation - sein Zuhause für sechs Monate. Vom 28. Mai bis 10. November 2014 kreiste er auf der Internationalen Raumstation ISS um die Erde.

    © Roscosmos/Oleg Artemyev
  • Alexander Gerst und UNICEF: Gemeinsam für Kinderrechte

    Bild 9 von 13 | An Bord der Forschungsstation engagierte sich Alexander Gerst für UNICEF: "Die Kinder von heute müssen morgen das Raumschiff Erde steuern", sagte er über seinen Einsatz für die Kinderrechte.

    © ESA/NASA
  • Gerst verkündet aus dem All den JuniorBotschafter-Gewinner © UNICEF / Gerst | Bildschirmfoto aus Gersts Videobotschaft

    Bild 10 von 13 | Ein Höhepunkt für Kinder und Jugendliche: In einer Videobotschaft aus dem All verkündete Alexander Gerst den Gewinner des UNICEF-JuniorBotschafter-Wettbewerbs.

    © UNICEF | Bildschirmfoto aus Gersts Videobotschaft
  • Alexander Gerst: Videobotschaft zum Weltkindertag

    Bild 11 von 13 | Zum Weltkindertag eine zweite Botschaft aus dem All: "Aus dem All sehe ich unsere Welt mit anderen Augen. Wir müssen auf die Erde aufpassen. Wir müssen die Welt gerechter machen. Lasst uns zusammen arbeiten und Streit friedlich lösen."

    © Screenshot Videobotschaft
  • Alexander Gerst blickt aus dem Weltall auf unseren Planeten | © ESA/NASA

    Bild 12 von 13 | "Der Blick aus dem Weltall zeigt uns die ganze Verletzlichkeit unseres blauen Planeten", beschreibt Astronaut Alexander Gerst seine Sicht auf die Erde. Umso wichtiger ist es ihm, für den Schutz der Erde und eine bessere Zukunft der Kinder einzutreten.

    © ESA/NASA
  • Alexander Gerst mit UNICEF an Board der ISS

    Bild 13 von 13 | "Gemeinsam mit UNICEF können wir die Erde zu einem besseren Ort für Kinder machen!" Das ist Alexander Gersts Botschaft aus dem All für jeden Einzelnen.

    © ESA/NASA

Kurz-Biografie von Alexander Gerst

Alexander Gerst ist Astronaut der Europäischen Agentur für Luft- und Raumfahrt (ESA), Geophysiker und Vulkanologe. Schon als Schüler interessierte sich Alexander Gerst für Wissenschaft und Technik. Nach seinem Abitur reiste er ein Jahr lang um die Welt, bevor er in Karlsruhe und Wellington (Neuseeland) Geophysik studierte.

Als angehender Vulkanologe führten ihn wissenschaftliche Expeditionen bis in die Antarktis. Gerst fand neue Möglichkeiten, um Vulkanausbrüche vorherzusagen. Sein Geophysik-Diplom und Master in Geowissenschaften bestand er mit Auszeichnung. Nachdem der Wissenschaftler rund fünf Jahre an der Universität Hamburg neue Instrumente für die vulkanologische Forschung mitentwickelt hatte, bewarb er sich 2008 bei der ESA für die Aufnahme in die Astronautenabteilung.

Alexander Gerst setzte sich gegen mehr als 8.400 Mitbewerber durch. Ein Jahr später gehörte Gerst dem ESA-Astronautenkorps an und kreiste 2014 auf der Internationalen Raumstation ISS um die Erde. Seine zweite Langzeitmission absolvierte er vom Juni bis Dezember 2018. Während dieser ISS-Expedition übernahm er für drei Monate die Rolle des Kommandanten.

Ab Dezember 2018 übernahm er verschiedene Aufgaben am European Space Research and Technology Centre und leitete eine Arbeitsgruppe in den Niederlanden. Im März 2023 trat er die Abteilungsleitung "Astronaut Operations" am Europäischen Astronautenzentrum in Köln an.

Neben seinem Engagement für UNICEF setzt er sich für Umwelt- und Klimaschutz sowie den Erhalt der Lebensgrundlagen ein. Gerst erhielt verschiedene Ehrungen, darunter 2015 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse sowie 2025 den Ehrentitel Professor in Baden-Württemberg.

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