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Freitag, 21. Februar 2014, 12:40 Uhr
von Christian Schneider | 0 Kommentare

Manchmal werde ich gefragt, ob die Begegnung mit Not leidenden Kindern in Krisengebieten nicht erschütternd, ja unerträglich ist. Aber allen, die mich fragen, erzähle ich vor allem von einem Moment, der mich besonders ermutigt hat: Das war die kurze Begegnung mit den Kleinkindern in einer Station für die besonders schwer Mangelernährten im Flüchtlingslager Dadaab, Kenia. Denn da war spürbar, dass wir diese Kinder retten können, dass die einfache Therapie selbst dann wirkt, wenn es scheinbar keine Hoffnung mehr gibt.

Christian Schneider besucht ein Flüchtlingslager in Kenia.  ©UNICEF/Njuguna

Christian Schneider besucht ein Flüchtlingslager in Kenia.
© UNICEF/Njuguna

Genau darum geht es jetzt in der Sahelzone. UNICEF schlägt Alarm, um auf die Krise in acht Ländern der Region aufmerksam zu machen und eine Hungersnot, noch, abzuwenden. Unser deutscher Kollege Roland Kupka sagt uns, dass immer mehr stark unterernährte Kinder in den von UNICEF unterstützten Ernährungszentren eintreffen. Er erklärt, dass die alljährliche (!) Hungerperiode in der Sahelregion in diesem Jahr die Menschen früher und härter trifft. Kupka ist einer der Spezialisten, die mithelfen, dass UNICEF mit vielen Partnern bereits 700.000 Kinder mit therapeutischer Nahrung und medizinischer Hilfe versorgen kann. UNICEF hatte Monate zuvor gewarnt und mit den vorhandenen Mitteln, so gut es ging, die Hilfe verstärkt. Aber inzwischen ist die Zahl der geschwächten Kinder so groß, dass dringend mehr gebraucht wird. Deshalb bitten wir auch unsere Spender in Deutschland herzlich um Unterstützung.

Kind wird auf Mangelernährung untersucht. ©UNICEF/Asselin

Ein Kind in Niger wird auf Mangelernährung untersucht.
© UNICEF/Asselin

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