KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE - EIN SIEGEL FÜR KINDER
Montag, 24. Februar 2014, 17:37 Uhr
von Lena Dietz | 0 Kommentare

Siegel gibt es heutzutage viele. Und als Verbraucher fällt es mir oft schwer, Sinn, Zweck und Glaubwürdigkeit tatsächlich zu durchschauen. Hält ein Siegel, was es der Name verspricht?

Kinderfreundliche Kommune

Kinderfreundliche Kommune

Einige dieser „Qualitätsbekundungen“ beziehen sich vom Namen her auch auf Kinder. Wenn Familien zum Beispiel in Urlaub fahren, achten sie auf „kinderfreundliche Hotels“. Wenn wir mit Kindern essen gehen, fragen wir uns, ob wir im Restaurant auch willkommen sind. Aber mal Hand aufs Herz – geht es trotz des Siegels „Kinderfreundlich“ den meisten vielleicht doch eher darum, die Eltern zufrieden zu stellen? An die Kinder selbst richten sich tatsächlich wenige der Siegel.

Jetzt gibt es ein neues Siegel, das hält, was der Name verspricht: Die „Kinderfreundliche Kommune“ steht für ein freundliches Umfeld für Kinder. Ziel dieses Projekts von UNICEF und Deutschem Kinderhilfswerk ist auf lange Sicht, dass sich alle Kinder in Deutschland in ihrem Umfeld wohl fühlen können. Dass sie sich beachtet, respektiert und gut aufgehoben fühlen.

Damit wird eine recht trockene und abstrakte Materie – die Kinderrechte – ganz praktisch und für alle greifbar umgesetzt. Es geht für die Kinder um „mein“ ganz persönliches, ganz nahes Umfeld.

Hanau macht den Anfang und lässt sich auf diese riesige Chance und große Aufgabe zugleich ein. Dem sollen während einer Pilotphase sechs weitere Kommunen folgen.

Was bedeutet es eine kinderfreundliche Kommune zu sein?

Neun Bausteine machen eine solche Kommune aus:Beteiligung von Kindern

- Kinderfreundliche Rahmengesetzgebung

- Übergreifender Aktionsplan

- Interessenvertretung für Kinder

- Vorrang für das Kindeswohl

- Ausgewiesener Kinder- und Jugendetat

- Regelmäßiger Bericht der „Kinderfreundlichen Kommune“

- Information über Kinderrechte

- Unterstützung von Kinderrechtsorganisationen

Vor allem ist das Siegel eines: Eine ganz klare Willensbekundung der Kommune und ein Signal an die Kinder. „Kommt her, Ihr seid hier willkommen! Macht mit, Ihr sollt uns zeigen, wie Eure Stadt aussehen soll! Wir wollen Euch zuhören und Euch unterstützen!“ Denn ein ganz großes Element in dem Konzept ist die Mitbestimmung durch Kinder selbst. Kinder sollen bestimmen, wie ihre Umwelt gestaltet wird.

Eben ein Siegel für die Kinder, nicht nur „über“ Kinder.

Was meint Ihr und was meinen Sie? Wie sollte und wie könnte Eure/Ihre kinderfreundliche Kommune aussehen?

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