JUGENDLICHE BEI DER KLIMAKONFERENZ IN PARIS
Dienstag, 2. Februar 2016, 16:19 Uhr
von Jessica Karrer und Yolanda Stabel | 0 Kommentare

Wir danken Yolanda und Jessica für ihren Gastbeitrag zur UN-Klimakonferenz COP21, an der sie im Dezember 2015 als Jugenddelegierte teilgenommen haben. Im Mai 2015 waren sie als Mitglieder der deutschen Delegation beim von UNICEF und dem Familienministerium organisierten J7-Gipfel dabei.

Im Vorfeld: Deutsch-französisch-marokkanisches Jugendklimaforum

Ende September fand in Hamburg ein Jugendforum zum Thema Klima mit 100 Jugendlichen aus Deutschland, Frankreich und Marokko statt. Auch wir – die J7-Delegierten Yolanda und Jessica – nahmen daran teil. Gemeinsam konnten wir uns über den Klimawandel, seine Folgen und die notwendigen Aktionen austauschen und mit Jugendlichen aus den drei Ländern über dieses wichtige Thema diskutieren und Lösungsvorschläge finden.

Klimakonferenz Paris

Foto von unserer Gruppe mit allen Teilnehmern auf einer Brücke über der Seine.
© Privat

Gerade wir jungen Menschen werden in der Zukunft von den Klimaveränderungen besonders betroffen sein, deshalb ist es wichtig uns schon jetzt in die Entscheidungsprozesse einzumischen und unseren Ideen Gehör zu verschaffen.

Der Planet in deinen Händen – Unsere Forderungen

Unter dem Motto „Der Planet in deinen Händen“ entwickelten wir beim Jugendklimaforum 10 Forderungen für die COP21, die Weltklimakonferenz in Paris. Zu unseren Forderungen gehören unter anderem:

  • die Angabe von Herkunft und Transportweg auf den Verpackungen von Produkten
  • eine nachhaltige Agrarwirtschaft sowie die drastische Reduzierung von Pestiziden
  • die Besteuerung von Waren entsprechend ihrem CO2-Verbrauch
  • die stärkere Vermittlung von Umweltbewusstsein im Unterricht
  • eine Prozentquote städtischer Grünanlagen im Verhältnis zur Einwohnerzahl
  • und die Einführung von autofreien Innenstädten.

Verbreitung unserer Forderungen bei COY11 und COP21

Zwei Delegationen mit jeweils 10 Jugendlichen wurden im Dezember 2015 nach Paris gesendet – die eine zur COY11, der Weltjugendklimakonferenz und die andere zur COP21, der UN-Klimakonferenz. Wir, Yolanda und Jessica, waren Teil der Jugenddelegation für die COP21, um unsere Forderungen der Öffentlichkeit vorzustellen.

Begonnen hat alles mit einem Kennenlernen aber schon bald besuchten wir verschiedene Messen in Montreuil, im Grand Palais, in Le Bourget oder in der Zone d’Action pour le Climat. Mehrmals hatten wir die Gelegenheit, unsere Anliegen verschiedenen Organisationen, aber auch vielen anderen Jugendinitiativen vorzustellen.

Austausch mit Jugendlichen aus der ganzen Welt

Es war eine unglaublich tolle Erfahrung mit Jugendlichen aus aller Welt über die Zukunft unseres Planeten zu diskutieren und die große Bereitschaft, unsere Welt in eine bessere zu ändern, zu spüren. Bereits unsere Delegation, die mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) in Paris war, umfasste drei Länder. Wir konnten uns zusätzlich mit Jugendlichen aus Italien, Ägypten, Belgien, Algerien, Rumänien, Tunesien und vielen weiteren Ländern austauschen, was unheimlich spannend war.

Klimakonferenz Jugendgruppe

Die Jugendgruppe bei der Klimakonferenz
© Privat

Ein weiteres Highlight war unser Wiedersehen mit dem gesamten französischen UNICEF-Team vom J7-Jugendgipfel, das auch sehr aktiv beim Klimagipfel war.

Treffen mit Teilnehmern der UNICEF-Delegation

Dadurch hatten wir auch die Möglichkeit, Mitglieder der UNICEF-Delegation zu treffen, die ebenfalls zu Weltklimakonferenz nach Paris gereist sind. Tatiana zum Beispiel kommt aus Simbabwe und ist dort im Jugendparlament sowie als UNICEF-Jugendbotschafterin aktiv. Sie und viele andere Jugendliche nahmen am Umweltkartenprojekt von UNICEF teil, bei dem viele verschiedene globale Initiativen gegen den Klimawandel registriert wurden.

Auch Andozile aus Sambia ist UNICEF-Jugendbotschafter. Mit einer Gruppe Jugendlicher hat er tausende Bäume in seiner Umgebung gepflanzt und wirkt bei einem landesweiten Radioprojekt mit, bei dem Jugendliche ihre Stimme erheben und besonders auf Umweltprobleme aufmerksam machen, aber auch eigene Projekte starten können.

Jugendliches Engagement zählt!

Abschließend war es eine wunderschöne Woche in der wir viele neue Freundschaften geschlossen haben. Es gibt weltweit immer mehr Kinder und Jugendliche, die sich engagieren und deren Stimme immer mehr gehört wird.

Wir sind alle zu dem Schluss gekommen, dass es wichtig ist, dass wir jetzt schon ein Mitspracherecht bekommen, da heute über die Welt von morgen entschieden wird und der Planet morgen in unseren Händen liegt.

Wenn auch Du Dich für deine Rechte engagieren willst, mach mit bei UNICEF! Informiere Dich unter: Engagement macht Spaß

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