
Eltville bleibt „Kinderfreundliche Kommune“
Der Verein Kinderfreundliche Kommunen verlängert das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ für die Stadt Eltville am Rhein um weitere drei Jahre. Damit würdigt der Verein den zweiten Aktionsplan, mit dem die Stadt die nachhaltige Verankerung der Interessen von Kindern und Jugendlichen in der Verwaltung sowie auf der gesamten lokalen Ebene fortsetzt. Dieser knüpft an die erfolgreich umgesetzten Maßnahmen des ersten Aktionsplans an. Der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen begleitet weiterhin den gesamten Prozess.
Die Stadt Eltville am Rhein nimmt bereits seit 2018 am Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ teil und wurde 2021 mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Mit dem zweiten Aktionsplan hat Eltville sich dazu entschlossen, den Weg zu mehr Kinderfreundlichkeit weiter zu beschreiten und wird die kommenden drei Jahre diesen Aktionsplan umsetzen.
Patrick Kunkel, Bürgermeister der Stadt Eltville am Rhein, betonte zur Siegelverlängerung: „Wir sind stolz darauf, dass unsere Familienstadt Eltville am Rhein ‚Kinderfreundliche Kommune‘ bleibt. Wir sehen das Siegel als Lob, aber auch als Ansporn an, die Rechte und Interessen von Kindern und Jugendlichen in Eltville stets mitzudenken und sie aktiv miteinzubeziehen – denn sie sind die Zukunft. Mit dem Kinder- und Jugendbüro unter Leitung der Kinder- und Jugendbeauftragten Ursula Wolf konnten wir schon einen wichtigen Knotenpunkt für alle Anfragen zu Kinderrechten aus Verwaltung, Politik und Gesellschaft schaffen. Diese wichtige Arbeit soll auch weiterhin fortgeführt werden.“
Christine Langen, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, gratulierte der Stadt Eltville am Rhein und äußerte im Namen des Vereins: „Eltville zeigt mit seinem zweiten Aktionsplan eindrucksvoll, wie Kinderrechte vor Ort umgesetzt werden. Der Plan setzt einen Schwerpunkt auf die Sicherheit und Mobilität von Kindern und Jugendlichen im Straßenverkehr, unter anderem durch sichere Rad- und Fußwege an der Schwalbacher Straße. Gleichzeitig entstehen naturnahe Spiel- und Erfahrungsorte, die Kinder für Natur, Klimaschutz und nachhaltige Stadtgestaltung sensibilisieren. Der Kinder- und Jugendbeirat ist aktiv in die Umsetzung eingebunden und arbeitet gemeinsam mit Verwaltung und Schulen an der partizipativen Gestaltung dieser Projekte. Mit diesen Maßnahmen macht Eltville Kinderrechte sichtbar und stärkt die Mitbestimmung junger Menschen.“
Die zuständigen Sachverständigen des Vereins, Katalin Saary und Rainer Steen, lobten: „Eltville setzt seinen Weg als Kinderfreundliche Kommune konsequent fort. Der zweite Aktionsplan knüpft an die Maßnahmen des ersten Aktionsplans an und entwickelt sie weiter. Themen wie Verkehrs- und Wegesicherheit sowie die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen rücken noch stärker in den Fokus. Der Kinder- und Jugendbeirat gewinnt dabei kontinuierlich an Bedeutung für die Stadtpolitik. Seine Mitwirkung ist in den Fachbereichen nun fest verankert und wird durch zusätzliche Schulungen für Verwaltungskräfte gestärkt. Eine neu gegründete ressortübergreifende Steuerungsgruppe fungiert als Beratungsgremium und unterstützt konkret bei der Umsetzung des Vorhabens ‚Kinderfreundliche Kommune‘. Eltvilles Engagement für mehr Kinderfreundlichkeit ist Ausdruck einer lebendigen Demokratie und zeigt, was möglich ist.“
Das Programm „Kinderfreundliche Kommune“ läuft bei der Beantragung durch kleinere Kommunen vier Jahre (bei größeren Kommunen fünf Jahre) und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr (bei größeren Kommunen in den ersten beiden Jahren) wird durch eine Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch die politischen Gremien der Kommune prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.
Seit mehr als zehn Jahren begleitet der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. Städte und Gemeinden bei der lokalen Umsetzung der Kinderrechte. Die UN-Kinderrechtskonvention wurde vor mehr als 30 Jahren von Deutschland ratifiziert. Mehr als 60 Kommunen, die ihre Politik und Verwaltung auf Kinderfreundlichkeit ausrichten wollen, haben sich bereits dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ angeschlossen – darunter Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg. Das Vorhaben basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative von UNICEF. Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Digitale Pressemappe zur Siegelverlängerung „Kinderfreundliche Kommune“ an Eltville finden Sie hier.
www.kinderfreundliche-kommunen.de
Ansprechpartner*innen:
Kinderfreundliche Kommunen e.V., Geschäftsführer Dominik Bär, Telefon 01590 13 57 567, E-Mail: info@kinderfreundliche-kommunen.de
Stadt Eltville am Rhein, Hannah Oechler, Strategische und Online-Kommunikation, Telefon 06123 697 182, E-Mail: hannah.oechler@eltville.de
Deutsches Kinderhilfswerk, Uwe Kamp, Pressesprecher, Telefon 030 308693 11, E-Mail presse@dkhw.de