Pressemitteilung
SRI LANKA: ZEHNTAUSENDE KINDER IN LEBENSGEFAHR
Köln
Freitag, 7. Februar 2014, 11:44 Uhr

UNICEF BITTET DRINGEND UM SPENDEN FÜR NOTHILFE

Zehntausende Kinder unter den eingeschlossenen Flüchtlingen im Norden Sri Lankas befinden sich nach Einschätzung von UNICEF in akuter Lebensgefahr. UNICEF befürchtet, dass sich die Lage der Zivilbevölkerung weiter verschlechtert. „Wenn die Kämpfe weitergehen und Flüchtlinge von der LTTE am Verlassen der Konfliktzone gehindert werden, werden noch mehr Kinder sterben müssen“, sagte Dan Toole, UNICEF Regionaldirektor für Südasien. UNICEF unterstützt die Versorgung von mittlerweile rund 100.000 Flüchtlingen, die vor den Kämpfen zum Teil in Notaufnahmelager fliehen konnten, und bittet dringend um Spenden für die Nothilfe.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass im Kampfgebiet immer noch mehr als 100.000 Menschen zwischen den Fronten der Regierungstruppen und den Rebellen der LTTE auf einem nur 14 Quadratkilometer kleinen Küstenstreifen eingeschlossen sind. 35.000 Menschen konnten gestern aus dieser Konfliktzone fliehen. UNICEF fordert, die Kämpfe sofort zu beenden, um humanitäre Hilfe für die Zivilisten im Kampfgebiet zu ermöglichen. Die eingeschlossenen Menschen müssen die Chance erhalten, die Kampfzone zu verlassen.

„Unsere größte Sorge ist, dass das Schlimmste noch bevor steht“, sagte Dan Toole. „Wenn so viele Menschen auf engstem Raum zusammengedrängt ausharren müssen, werden noch mehr Kinder dem Bürgerkrieg zum Opfer fallen. Dieser Preis ist zu hoch. Lösungen müssen gesucht werden, wie nicht nur der Krieg, sondern auch der Frieden gewonnen werden kann.“

UNICEF unterstützt die Flüchtlingsfamilien mit Lebensmitteln für unterernährte Kinder und ihre Mütter. Ihnen werden die notwendigsten Hygieneartikel und Medikamente sowie Trinkwasser, Latrinen und Waschgelegenheiten zur Verfügung gestellt. Für die Kinder richtet UNICEF Notschulen ein und unterstützt ihre psychosoziale Betreuung. Kinder, die ohne ihre Eltern aufgefunden werden, werden versorgt und identifiziert, um sie möglichst zu ihren Familien zurückzubringen.

Rudi Tarneden

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