Deutschland: Eine Gruppe von Schulkindern posiert für die Kamera.

SCHULEN LEBEN KINDERRECHTE

Stellen Sie sich vor, es ist Schule und alle wollen hin, weil dort Kinderrechte gelebt werden. Mit dem Kinderrechteschulen Programm setzt sich UNICEF genau dafür ein.

Unter dem Motto „Wir leben Kinderrechte“ unterstützt UNICEF Schulen in Deutschland dabei, die UN-Kinderrechtskonvention in ihrem Unterricht und im Schulalltag zu verankern.  

Die Kinderrechte werden so zum Herzstück der Schulgemeinschaft und von den Kindern, Jugendlichen und allen Mitarbeitenden der Schulen gleichermaßen respektiert und umgesetzt.  

Die Kinder und Jugendlichen erleben ihre Schule als einen Lernort, in dem ihre Meinungen ernst genommen und ihre Talente gefördert werden. Sie lernen respektvoll miteinander umzugehen und Verantwortung zu übernehmen - für sich selbst und andere. 

Logo Kinderrechteschulen

News

Niedersachsen setzt ab Mai 2021 das Kinderrechteschulen Programm von UNICEF um. Der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne und der UNICEF Vorstandsvorsitzende Georg Graf Waldersee haben dazu die Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet. Fast 40 Schulen sind dabei und starten in diesem und im kommenden Jahr das Kinderrechteschulen Training. 

Georg Graf Waldersee, UNICEF Vorsitzender

Wir freuen uns sehr, dass Niedersachsen das Kinderrechteschulen Programm unterstützt und damit den Kinderrechten einen besonderen Stellenwert in den Schulen des Landes gibt.

Georg Graf Waldersee, UNICEF Vorstandsvorsitzender

KINDERRECHTE IN SCHULEN

Das Kinderrechteschulen Programm wird von UNICEF bereits seit vielen Jahren erfolgreich in Deutschland und weiteren europäischen Ländern umgesetzt. 

Ihre Schule möchte Kinderrechteschule werden?

Gerne! Hier finden Sie wichtige Voraussetzungen zur Teilnahme am Kinderrechteschulen Programm.  

Bitte prüfen Sie diese sorgfältig und stimmen Sie mit Ihrer Schulgemeinschaft ab, ob sie gemeinschaftlich an dem Training teilnehmen möchten. 

Aktuell können sich Schulen aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen für das Programm anmelden. Weitere Bundesländer sollen folgen.  

Wenn Sie teilnehmen möchten, Ihr Bundesland aber noch nicht dabei ist, kontaktieren Sie uns bitte unter kinderrechteschulen@unicef.de.  

Ab dem 1. April 2021 ist die Anmeldung zum Kinderrechteschulen Programm möglich.

FRAGEN ZUM KINDERRECHTESCHULEN PROGRAMM

  • Wie profitiert eine Schule von dem UNICEF-Programm?

    Eine Kinderrechteschule richtet ihre pädagogische Praxis an der UN-Konvention über die Rechte des Kindes aus. Die Kinderrechte werden im Schulalltag gelebt: Schülerinnen und Schüler bekommen die Chance, ihre Meinung zu sagen und werden damit von den Mitarbeitenden der Schule ernst genommen. Sie lernen, dass die Ansicht jedes und jeder Einzelnen zählt und gehen respektvoller miteinander um.  

    Insgesamt kommt es dadurch zu weniger Konflikten innerhalb der Schulgemeinschaft. Die Kinder und Jugendlichen entwickeln zu ihren Mitschülerinnen und Mitschülern, Lehrerinnen und Lehrern sowie den pädagogischen Fachkräften eine vertrauensvolle Bindung. Das Schulklima ist positiver. Dies steigert die Motivation zu Lernen und sich aktiv am Unterricht zu beteiligen.  

    In Kinderrechteschulen können Kinder und Jugendliche über sich hinauswachsen. Sie übernehmen mehr Verantwortung für sich, ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, ihre Umgebung und ihre Zukunft.   

  • Wie wird eine Schule zur Kinderrechteschule?

    UNICEF Deutschland hat für Schulen ein siebenstufiges Training entwickelt, das alle Mitarbeitenden der Schule sowie die Eltern in das Thema einführt und sie mit Wissen zur Umsetzung der Kinderrechte im Schulalltag ausstattet.  

    7-Stufen-Modell

    Jede Stufe des Trainings enthält theoretische und praktische Lerninhalte, die flexibel in den Schulalltag integriert werden können. 

    Mit einem obligatorischen „Pädagogischen Tag“ in den eigenen Räumlichkeiten macht sich die jeweilige Schule auf den Weg zur Kinderrechteschule. Während des Pädagogischen Tages wird das gesamte Schulpersonal anhand praktischer Beispiele über Grundlagen informiert. Inhalte sind zum Beispiel die Bedeutung der UN-Kinderrechtskonvention, Kinderrechtsbildung sowie die Berücksichtigung der Kinderrechte im täglichen Schulbetrieb.  

    Der Pädagogische Tag ist Teil der ersten Stufe des Trainings. Weitere Stufen behandeln die Themen Beteiligung, Vielfalt und Nichtdiskriminierung, Gewaltprävention und Kinderrechte global. Während des gesamten Trainings werden die Schulen durch Kinderrechteschulen-Trainerinnen und -Trainer begleitet. 

    UNICEF übernimmt die Kosten für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Trainings und berechnet dafür eine einmalige Aufwandsentschädigung von 400 Euro pro Schule. 

    Nach erfolgreichem Durchlaufen des siebenstufigen Trainings erhält die Schule das Siegel „Kinderrechteschule – Wir leben Kinderrechte“. Aktiv beteiligtes Schulpersonal erhält ein Zertifikat.  

  • Wie begleitet UNICEF die Schulen auf dem Weg zur Kinderrechteschule?

    UNICEF stellt den Schulen Trainerinnen und Trainer zur Seite. Sie unterstützen die Schulen auf dem Weg zur Kinderrechteschule und begleiten sie beim Durchlaufen des siebenstufigen Trainings. 

    Das Training vereint Online-Lerninhalte und Aktivitäten vor Ort und gibt alltagsnahe Beispiele, die an der Schule umgesetzt werden können. Gemeinsam mit den Trainerinnen und Trainern entwickelt jede teilnehmende Schule einen individuellen Plan zur Aufnahme der Kinderrechte in ein ganzheitliches Schulkonzept. 

    Die Beteiligung aller Kinder und Jugendlichen wird dabei zur Schlüsselkomponente im Schulalltag der Kinderrechteschulen. Schulen leben Kinderrechte – nicht FÜR Kinder und Jugendliche, sondern gemeinsam MIT ihnen.  

    Teilnehmende Schulen erhalten zudem die Möglichkeit, sich mit anderen Kinderrechteschulen auszutauschen. 

  • Welche Rolle spielen die Ministerien mit Blick auf das UNICEF Programm?

    Beim Kinderrechteschulen Programm arbeitet UNICEF eng mit den zuständigen Ministerien der Bundesländer zusammen. Dazu wird ein Plan zur Umsetzung des Programms im jeweiligen Bundesland erarbeitet und ein gemeinsamer Vertrag aufgesetzt.  So wird das Kinderrechteschulen Programm nachhaltig in den Bundesländern verankert und auf lange Sicht in die Hände des jeweiligen Ministeriums übergeben.  

    Aktuell können sich Schulen anmelden, deren Ministerien bereits in das Programm eingebunden sind. Ziel von UNICEF Deutschland ist es, bis 2030 bundesweit möglichst viele Grund- und weiterführende Schulen in den 16 Bundesländern für das Kinderrechteschulen Programm zu gewinnen.

  • Wo können sich Schulen melden, wenn sie weitere Fragen haben?

    Bei weiteren Fragen erreichen Sie unsere Programmassistentin Simone Brandt unter der Telefonnummer 0221-936 50-674 oder per E-Mail unter kinderrechteschulen@unicef.de.   

    Wir freuen uns, wenn Ihre Schule dabei ist! 

Materialien zum Download

Wenn die Kinderrechte fester Bestandteil im Alltag Ihrer Schule werden sollen, dann nehmen Sie doch an unserem Kinderrechteschulen Programm teil. Alle wichtigen Informationen und Dokumente finden Sie hier im Überblick: 

Ansprechpartnerin

Sie haben noch mehr Fragen zum Kinderrechteschulen Programm von UNICEF? Dann melden Sie sich gerne per Telefon oder Mail:

Simone Brandt, Programmassistenz
Team Kinderrechteschulen

Tel 0221-936 50-674
kinderrechteschulen@unicef.de


Simone Brandt - Ansprechpartnerin Kinderrechteschulen