#KIDSTAKEOVER IM RATHAUS KÖPENICK

Zum Auftakt des #kidstakeover hat die UNICEF am 19. November 2018 sechs Grundschulen aus dem Bezirk Treptow-Köpenick ins Rathaus eingeladen, um mit dem Bezirksbürgermeister Oliver Igel über Kinderrechte und lokale Anliegen zu diskutieren. Hierbei steht der #kidstakeover ganz unter dem Motto, dass Kinder ihre Meinung sagen dürfen und auch gehört werden sollen. Hierfür haben sie bereits im Vorfeld Fragen vorbereitet und Plakate erstellt, die sie dem Bürgermeister präsentiert haben. 

Die Veranstaltung hat im historischen Stadtverordnetensaal des Rathauses Treptow-Köpenick stattgefunden. Sie wurde von Frau Ann-Kathrin Fahrenkamp, der Leiterin der UNICEF-Arbeitsgruppe Berlin, mit einem Grußwort eröffnet. Sie betonte, dass in diesem November bereits der 29. Jahrestag der Kinderrechtskonvention sei und dass noch immer Kinderrechte auf der ganzen Welt, insbesondere in Kriegsländern, zu erkämpfen seien. Sie ermutigte die Kinder, den #kidstakeover zu nutzen, um ihre Meinung zu sagen und ermutigte die knapp 200 anwesenden Grundschulkinder zu sozialem Engagement. 

Nach dem Grußwort präsentierten Schüler einen Sketch, in welchem das Recht auf Spielen gezeigt wurde. Anschließend wurde vom Aktionsteam ein Spiel veranstaltet, bei dem die Schüler für jeden Buchstaben des ABC ein Kinderrecht nennen sollten, um ein „Kinderrechts ABC“ zu bilden. Hierbei nannten die Kinder unter Anderem das Recht auf Bildung, Freiheit, Meinung und Privatsphäre.Der Bezirksbürgermeister Oliver Igel übernahm nach dem Kinderrechts ABC das Wort, wobei er den Kindern über seine Person sowie über die Geschichte und der Arbeitsweise des Rathauses erzählte. Nunmehr gab er das Wort an die Kinder, die ihre Plakate vorstellen durften. 

Die Schüler der Oberschule an der Dahme forderten mehr Sauberkeit im Bezirk in Form von weniger Graffiti und Müll, sowie mehr Sportplätze im Bezirk. Herr Igel antwortete hierauf, dass es wichtig sei, die Personen, die Graffiti sprühen zu belangen und bat die Kinder um Mithilfe, wenn es um Vermeidung von Müll im öffentlichen Raum geht. Schüler der Friedrichshagener Grundschule haben gleich mehrere Plakate präsentiert. Hierbei forderten sie insbesondere mehr Sicherheit im Straßenverkehr, insbesondere für Radfahrer und Fußgänger. Als Lösungsansätze für saubere Straßen könnten sie sich mehr Hundekotbeutelspender sowie Strafen für Müllsünder vorstellen. Auch das Rauchen in der Öffentlichkeit solle verringert werden. 

Zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit wünschen sich die Schüler mehr Schlafplätze und Container sowie vermehrte Essensausgaben an Bedürftige. Auch eine Verringerung der Miete soll hierzu beitragen. Der Bürgermeister verwies in puncto Sauberkeit auf die gute Arbeit der Ordnungsämter und dass es schwierig sei, Rauchverbote durchzusetzen. Zur Verringerung von Glasscherben auf öffentlichen Gehwegen schlug er einen höheren Pfand auf Bierflaschen vor. Im Übrigen gefiel ihm der Vorschlag der Schüler, dass eine Webseite zum Melden von Beschmutzungen eingerichtet werden könne und eine Kinderzeitung samt Wünschen der Kinder veröffentlicht werden könne. 

Die Schüler der Grundschule am Mohnweg wünschten sich vom Bürgermeister mehr Geld für Schulen, sowie mehr öffentliche Verkehrsmittel und eine erhöhte Sicherheit im Straßenverkehr durch Zebrastreifen und Ampeln. Diese Forderungen teilten auch die Kinder der Hauptmann von Köpenick Grundschule, die sich zudem mehr Spielplätze und eine bessere Ausleuchtung der Straßen wünschten. Auch sollte es mehr Jugendzentren für junge Menschen geben. 

Zum Abschluss stellte noch die Grundschule am Altglienicker Wasserturn ihr Plakat vor, in welchem vor allem mehr Erzieher und Kita Plätze gefordert wurden. Auch sollte es in Treptow-Köpenick weniger Baustellen geben. Das letzte Wort hatte Bürgermeister Igel, der insbesondere das Interesse der Kinder an sozialem Engagement lobte und sie zur Kommunikation mit Erwachsenen aufforderte, wenn ihnen etwas nicht gefällt. 

Der Auftakt zum #kidstakeover war für alle Beteiligten ein Erfolg und wir haben uns sehr über das Engagement der Schulen gefreut und danken dem Bezirksbürgermeister für eine produktive Diskussion.