Am 26. Januar fand das Benefizkonzert des Bundespolizeiorchesters statt © UNICEF-AG Berlin

BENEFIZKONZERT DES BUNDESPOLIZEIORCHESTERS IM KÜHLHAUS BERLIN

Am 26. Januar gab das Bundespolizeiorchester ein fantastisches Konzert zugunsten von notleidenden Kindern im Kühlhaus Berlin. Die Musikerinnen und Musiker stellten sich auf allen drei Ebenen des Veranstaltungsorts in Gruppen von Quartetten, Quintetten und Solisten und füllten den Raum mit klassischen, modernen und Jazz-Stücken von Mozart, Debussy, Bach, Charlie Parker und Teppo Hauta-aho. Das Publikum genoss Kontrabässe, Oboen, Saxophone, Gitarren, Flöten, Holz- und Blechbläser und vieles mehr.   

Zu Beginn des Konzerts erinnerte Ann-Katrin Fahrenkamp, Leiterin der UNICEF-AG Berlin, anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz an über 1,5 Millionen ermordete jüdische Kinder und stellte klar: 

"Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, ist blind für die Gegenwart. Am Donnerstag sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Yad Vashem:

Die bösen Geister zeigen sich heute in neuem Gewand...

Ich wünschte, sagen zu können: Wir Deutsche haben für immer aus der Geschichte gelernt. Aber das kann ich nicht sagen, wenn Hass und Hetze sich ausbreiten. Das kann ich nicht sagen, wenn jüdische Kinder auf dem Schulhof bespuckt werden...

Im Erschrecken vor Auschwitz hat die Welt schon einmal Lehren gezogen und eine Friedensordnung errichtet, erbaut auf Menschenrechten und Völkerrecht...wir wollen sie..verteidigen...Hier in Yad Vashem sagen wir heute gemeinsam: Nein zu Judenhass! Nein zu Menschenhass!

UNICEF ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, welche unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg gegründet wurden, um eben diese Friedensordnung aufzubauen: den gerade wiedererlangten Weltfrieden zu sichern, die Menschenrechte zu schützen und die Zusammenarbeit der Länder zu fördern, auf  wirtschaftlichem, sozialem, humanitärem und ökologischem Gebiet.

UNICEF ist ein Teil der Vereinten Nationen und damit ein Teil dieser Friedensordnung: denn die Kinder sind schon heute eine Teil der Weltgemeinschaft und bestimmen ihre Zukunft.

UNICEF tritt für die Umsetzung elementarer Menschenrechte ein, die aufgrund der UN-Kinderrechtskonvention explizit auch Kinder haben.

UNICEF engagiert sich für jedes Kind. UNICEF setzt sich dafür ein, dass jedes Kind ohne Unterscheidung nach Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, nationaler, ethnischer oder sozialer Herkunft die gleichen Rechte hat, auf Schutz, Fürsorge und Teilhabe.

Wir sehen diese Arbeit als Beitrag zur Demokratie und zum Zusammenhalt. Gerade heute, wo überall Konflikte zunehmen, steht UNICEF für Menschlichkeit, für Verständigung und für Empathie mit allen Not leidenden Kindern.

Viele Kinder, die aufgrund von Flucht und Vertreibung in fremden Ländern Schutz vor Gewalt suchen, begegnen Intoleranz, Diskriminierung und Rassismus. UNICEF stellt sich der Verbreitung solcher Einstellungen klar entgegen: Vorurteile und menschenverachtende Hetze, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus bedrohen den sozialen Frieden und Zusammenhalt der Gesellschaft, sie grenzen aus und machen den Menschen Angst.

Kinder müssen angstfrei aufwachsen können! Jedes Kind muss über Grenzen hinweg geschützt und gefördert werden – an seinem Herkunftsort, im Transitland und in einer möglicherweise neuen Heimat. Denn jedes Kind ist in erster Linie ein Kind, ganz gleich woher es kommt und wo es sich aufhält. Wir rufen zu Solidarität und Verständnis auf.  Gemeinsam sind wir viel stärker.

Das hat nicht zuletzt gerade Greta der Welt demonstriert. Erst saß sie ganz allein auf der Straße in Stockholm, heute protestieren Millionen weltweit. Neben Haß und Gewalt ist der Klimawandel das andere große Thema für Kinder und Erwachsene weltweit: beides erfüllt sie mit großen Ängsten.

Schutz vor Gewalt und Ausbeutung, Kampf für die Gleichheit jedes Kindes, Sorge für eine saubere Umwelt, gute Ernährung und Gesundheit sowie Bildung für den Aufbau eines würdevollen, selbstverantwortlichen Lebens sind die Schwerpunkte der Arbeit von UNICEF in 190 Ländern.

Umweltkatastrophen wie Erdbeben, Zyklone oder Hurrikans, Dürren und Überschwemmungen die zum Teil durch unser Fehlverhalten verursacht werden sowie Kriege und Konflikte, die durch Haß und Wut entstehen, führen aber zu immer mehr Hunger, weiterer Armut und Schutzlosigkeit, zu Unfreiheit und Krankheiten und dies wieder zu Ausbeutung und Gewalt - es gilt diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Denn es ist eine Eskalationsspriale, die in diesem Jahr mehr Hilfsmaßnahmen erforderlich macht als je zuvor: Nur wenn wir alle gemeinsam die Ursachen bekämpfen, für Menschlichkeit und eine gesunde Umwelt eintreten, können wir etwas bewirken.

Wir bedanken uns von ganzem Herzen beim Publikum für die großzügigen Spenden zugunsten von UNICEF-Hilfsprojekten weltweit sowie bei dem Bundespolizeiorchester und dem Kühlhaus Berlin für die Veranstaltung!"

Weitere Impressionen vom Konzert finden Sie hier: