Kinderrechteaktionstag in der Schule an der Bäke © UNICEF-AG Berlin

UNICEF-AKTIONSTAG IN DER SCHULE AN DER BÄKE

Am 19. November konnten Mädchen und Jungen von der Grundschule an der Bäke an einem bunt gestalteten Aktionstag Neues über Kinderrechte lernen, selbst zum Wort kommen und ihre eigenen filmischen Projekte zeigen.

Bereits zum zweiten Mal organisierte die Schule an der Bäke auf Initiative der Lebenskunde-Pädagogin und Lehrerin Jana Rieger einen Kinderrechteaktionstag. Am Vortag des 30. Geburtstags der Kinderrechte haben Schülerinnen und Schüler an Diskussionsrunden teilgenommen, Kinderrechteworkshops besucht, Plakate mit ihren Wünschen für die Schule gestaltet, bei Kinderrechterap mitgesungen, eigene Filmprojekte präsentiert… und vieles mehr!

Eröffnet wurde der Tag mit einem schriftlichen Grußwort von der Bezirksstadträtin Carolina Böhm, worauf hin eine Begrüßung von der Schulleiterin Irina Wießmann und der Leiterin von UNICEF Berlin Ann-Katrin Fahrenkamp erfolgte. Mit Mädchen und Jungen der 1.-5. Klasse diskutierte Frau Fahrenkamp darüber, was Kinderrechte heute bedeuten und was das im Alltag der Kinder und Jugendlichen in Deutschland konkret heißt. Gute Überleitung dafür boten die Ergebnisse der UNICEF-Umfrage „My place, my rights“, an der bundesweit mehr als 12.000 Kinder und Jugendliche ihre Meinung über Themen wie Mitbestimmung, Freizeitangebote, sowie Mobbing kund taten. Vieles stellte sich für das interessierte Publikum jedoch nicht als neu heraus – mit der kinderfreundlichen Version der UN-Kinderrechtskonvention, z.B., die bei der Gesprächsrunde verteilt wurde, waren die meisten der Kinder gut vertraut. Manches Neues durften sie dennoch lernen – darunter, wer die Vereinten Nationen sind und wofür sie sich einsetzen. Unter dem Stichwort „Privileg“ erfuhren die Kinder auch, dass vieles was zu ihrem Leben und Alltag gehört – ob ein Zuhause, elterliche Fürsorge oder der Schulbesuch, kein selbstverständlicher Bestandteil im Leben vieler Kinder auf der Welt ist.

Später kamen Mädchen und Jungen vermehrt selbst zum Wort und wählten ihre Lieblingskinderrechte aus der Konvention heraus, was in einer bunten Zusammenstellung mündete – mal wurde das Recht auf Bildung und Schulbesuch genannt, mal das Recht auf eigene Entfaltung und Hobbys. Auch das Recht auf Gesundheit und saubere Umgebung durfte nicht fehlen – insbesondere in der Schule. So verbanden manche der Kinder ihre Lieblingskinderrechte mit Aufforderungen – viele wünschten sich sauberere Toiletten und leckereres Essen. Im Laufe des Tages nahmen diese Wünsche auch eine malerische Form an – in den Workshops, die die Mitglieder des UNICEF-Aktionsteams für Kinderrechte organisierten, konnten die Mädchen und Jungen ihre Verbesserungswünsche auf Kartons kreativ darstellen und Kinderrechte-Bingos spielen. Einige Eindrücke finden Sie hier:

Besonders beliebt bei den Kindern war der Auftritt von dem Musiker Rico Montero, der zum Thema Kinderrechte rappte. Mit vielen guten Tönen und positiver Energie machte er auf das Recht auf gesundes Essen aufmerksam, aber auch auf die Tatsache, dass in vielen Ländern die Kinderrechte nicht respektiert werden – und beispielsweise durch Diskriminierung und Ausgrenzung verletzt werden. Wie sich feststellte, hatten sich die Schülerinnen und Schüler auch mit diesen Themen bereits beschäftigt – und zwar kreativ! Im Rahmen des 7. Kinderrechte-Filmfestivals in Berlin drehte eine 4. Klasse ein Filmprojekt zum Thema Gleichberechtigung und Diskriminierungsverbot.

In einem kurzen Interview erzählte das junge Filmteam außerdem von dem Drehprozess und warum sie das Thema wichtig finden. Auch hat das Filmemachen zum verstärkten Gemeinschaftsgefühl und Talentenentdeckung beigetragen: „Als wir den Film gedreht haben, durften alle mal Kamera, Klappe, Ton und Licht sein.“, teilte die Filmcrew mit.

Wir freuen uns auf weitere tolle Aktionstage in der Schule an der Bäke!

Ina Georgieva