Bild UNICEF vor 75 Jahren

UNICEF WIRD 75!

Am 11. Dezember 1946 wurde das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen ("United Nations International Children's Emergency Fund", kurz UNICEF) gegründet. Es war, nach Einschätzung Nelson Mandelas, „eine Antwort auf das Scheitern der Menschlichkeit im Zweiten Weltkrieg“.

Der erste Direktor, Maurice Pate, legte fest, dass die Organisation allen Kindern, auch aus den ehemals verfeindeten Staaten, unabhängig von ihrer Herkunft und Religion, Unterstützung gewähren soll. Zunächst ging es darum, Kinder im vom Krieg zerstörten Europa vor Hunger, Kälte und Krankheit zu schützen. So wurden 1947 elf Millionen Kinder gegen Tuberkulose geimpft.

Bild UNICEF vor 75 Jahren

Hilfe im Krieg und auf der Flucht - damals und heute. © UNICEF/UNI41895/Unknown


Nachdem sich die Lage in Europa entspannt hatte, richtete sich der Blick mehr und mehr auf die Fürsorge der Kinder in den Entwicklungsländern. So wurde UNICEF als ständige Einheit der Vereinten Nationen etabliert. Die Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kinderrechte eines jeden Kindes unabhängig von seiner Hautfarbe, Religion oder Herkunft zu verwirklichen. Richtschnur ist die UN-Konvention über die Rechte des Kindes.

Heute ist die Kinderhilfsorganisation in mehr als 190 Ländern aktiv und setzt sich für Kinder ein im Krieg, bei Katastrophen, Krankheiten, Ausbeutung oder auch fehlender Teilhabe. Projekte von UNICEF umfassen die Bildung, Nothilfe, Sicherung des Überlebens, Versorgung mit sauberem Trinkwasser, Kinderschutz und psychosoziale Betreuung. Weltweit erhält fast jedes zweite Kind eine Impfung von UNICEF. Im vergangenen Jahr konnten 1,5 Millionen schwer unterernährte Kinder vor dem Sterben gerettet werden.

Ende 2020 waren laut UNHCR „Global Trends Report“ weltweit 82,4 Millionen Menschen auf der Flucht, im November 2021 waren es mehr als 84 Millionen. 42 Prozent der Vertriebenen sind jünger als 18 Jahre.

Bild Moria

Brand im Flüchtlingslager Moria. © Angelos Tzortzinis, Griechenland (AFP)