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Gegen den Einsatz von Kindersoldaten

2020 veranstaltete UNICEF Göttingen im Kauf Park Göttingen eine Aktionswoche vom 24. bis 29. Februar: Von Montag bis Samstag gab es auch eine Red-Hand-Aktion, die Protestaktion mit der blutrot gefärbten Hand, begleitet von engagierten Schülerinnen und Schülern aus Göttingen.
Anlass: Der 12. Februar ist der WELTTAG GEGEN DEN EINSATZ VON KINDERSOLDATEN, auch Red Hand Day genannt. Jeder ist zum Mitmachen eingeladen, um auf das verhängnisvolle Schicksal jener Kinder und Jugendlichen aufmerksam zu machen.

Der »Red Hand Day« wurde bereits in den vergangenen Jahren von UNICEF Göttingen, von Schülerinnen und Schülern ebenso wie von Lehrenden thematisiert, um gegen diese Art von Missbrauch an Mädchen und Jungen zu protestieren. So gab es beispielsweise in 2019 eine große Red-Hand-Aktion im Felix-Klein-Gymnasium in Kooperation mit UNICEF.

Red-Hand-Day 2020 im FKG und weiteren Schulen

Auch in diesem Jahr organisierten Schülerinnen und Schüler der Internationalen Klassen (IB Diploma Programme) am Felix-Klein-Gymnasium gemeinsam mit UNICEF Göttingen eine Aktion zum Red-Hand-Day: Richtig viel los war an diesem Mittwoch in den Schulpausen, denn die Druckaktion mit roten Händen auf große Transparente oder Tücher war in vollem Gang. Diese Objekte werden von UNICEF an wichtige Akteure aus der Politik übergeben mit dem Ziel, Aufmerksamkeit zu schaffen und die Brisanz des Appells verdeutlichen.
Auch weitere Schulen in der Region protestierten mit Red-Hand-Aktionen gegen den Einsatz von Kindersoldaten, so etwa in Höxter die Schülerinnen und Schüler am Beruflichen Gymnasium des Berufskollegs Kreis Höxter und in Northeim am Gymnasium Corvinianum.

Übergabe der Red-Hand-Day-Tücher in der Aktionswoche vom 24. bis 29. Feb. 2020 im Kaufpark; weiterer Themenschwerpunkt: »30 Jahre UN-Kinderrechtskonvention« 20.11.1989 – 20.11.2019

  • Aktionswoche von UNICEF Göttingen vom 24. bis 29. Feb. 2020 im Kauf Park

    Bild 1 von 4 | Bei der Übergabe der Red-Hand-Tücher vom 12. Februar an MdB Thomas Oppermann. 

    © UNICEF Göttingen
  • Aktionswoche vom 24. bis 29. Feb. 2020 im Kauf Park von UNICEF Göttingen

    Bild 2 von 4 | 24. bis 29. Feb. 2020: 6-tägige UNICEF-Aktionswoche im Göttinger Kauf Park. Rechts im Bild: Thomas Oppermann, MdB, im Gespräch.

    © UNICEF Göttingen
  • Aktionswoche vom 24. bis 29. Feb. 2020 im Kaufpark von UNICEF Göttingen

    Bild 3 von 4 | Am Tombolarad von UNICEF Göttingen: UNICEF-JuniorTeamer mit unserem Gastredner Thomas Oppermann, Vizepräsident des Deutschen Bundestages, am 25. Februar 2020.

    © UNICEF Göttingen
  • Aktionswoche vom 24. bis 29. Feb. 2020 im Kauf Park von UNICEF Göttingen

    Bild 4 von 4 | Viel Engagement, ein tolles Ambiente und eine erfolgreiche Aktionswoche.

    © UNICEF Göttingen

Der blutrote Handabdruck als Zeichen der Solidarität

Traditionell seit über 10 Jahren werden die blutroten Handstempel als Symbol für eine geschundene Kindheit und Jugend in Krisengebieten verstanden und Jugendliche in aller Welt protestieren mit dem blutroten Handabdruck gegen den Einsatz von Kindersoldaten.

Auch Sie (oder Ihre Gruppe bzw. Schulklasse) möchten eine Aktion zum Red Hand Day durchführen? Wir helfen Ihnen bei Vorbereitung und Durchführung, kontaktieren Sie uns einfach – Ihr Ansprechpartner im Raum Göttingen und Südniedersachsen ist
Herr Dr. Hans-Joachim Merrem.
E-Mail: info(at)goettingen.unicef.de

Tausende Kindersoldaten seit Jahren

Seit Jahren ist die Zahl der Kindersoldaten unverändert hoch. Dennoch verzeichnet UNICEF einen nennenswerten Erfolg: Es konnten mehrere hundert Kinder und Jugendliche befreit werden. Das ist ein Anfang.

Die Internationale Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen, ILO, beschloss 1999 eine Konvention gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit. Dazu zählt die erzwungene Rekrutierung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren für den Einsatz in bewaffneten Konflikten als eine der schwerwiegendsten Formen der Kinderarbeit.

In diesem Zusammenhang wurden unter anderen die Länder Uganda, Demokratische Republik Kongo, Sudan, Ruanda, Elfenbeinküste, Kolumbien, Philippinen, Myanmar, Palästina, Syrien und Ukraine genannt (vergleiche nachfolgende Abbildung aus einem Bericht der Vereinten Nationen, hier in der von UNICEF veröffentlichten Version; Quelle: United Nations: Children and armed conflict. Report of the Secretary-General, 15 May 2014). Kinder und Jugendliche werden unter anderem als lebende Schutzschilde, Selbstmordattentäter und Soldaten missbraucht.

Children and armed conflict. Report of the Secretary-General, 15 May 2014

Quelle: United Nations: Children and armed conflict. Report of the Secretary-General, 15 May 2014

© UNICEF