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UNICEF SAGT NEIN ZU RASSISMUS

UNICEF München nimmt die weltweiten “Silent Protest”-Aktionen gegen Rassismus zum Anlass, an das Statement von UNICEF Deutschland aus dem Jahr 2018 zu erinnern und auch das “Wie” des Protestes zu reflektieren. 

München, 6.6.2020: Diskriminierung, soziale und ökonomische Ausgrenzung sowie körperliche Angriffe gegen Menschen mit schwarzer Hautfarbe sind ein globales Problem. Hintergrund der aktuellen Schweigedemonstrationen gegen Rassismus ist der Tod des Afroamerikaners George Floyd am 25. Mai nach einem Polizeieinsatz in der US-Großstadt Minneapolis im Bundesstaat Minnesota. Auch in München hat der Protest viele Menschen auf die Straße gebracht. 

Rassismus gibt es in verschiedenen ideologischen Ausprägungen: in Form von Diskriminierung von Menschen afrikanischer Herkunft, Abwertung von Muslimen, Antisemitismus, etc.  Rassismus findet in alltäglicher Ausgrenzung statt oder strukturell, zum Beispiel im Schulsystem oder auf dem Wohnungsmarkt. Auch staatlich angeordneter Mord gehört dazu, in Deutschland bildete der nationalsozialistische Völkermord ein humanitäres Desaster beispielloser Dimension. 

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© UNICEF AG München

Der Kampf gegen Rassismus bildet daher ein Kernanliegen der globalen Menschenrechtsarbeit der Vereinten Nationen und seiner Tochterorganisation UNICEF. Das Internationale Kinderhilfswerk UNICEF beruft sich dabei im speziellen auf die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1989. Der Kampf gegen den Rassismus in all seinen Ausformungen ist auch hier grundlegend. Dass die Menschenrechtsarbeit auch in Deutschland noch lange nicht beendet ist, zeigt das Statement gegen Rassismus aus dem Jahr 2018 von UNICEF Deutschland

„Der weltweite und auch in Deutschland zu beobachtende Anstieg von Fremdenangst, Intoleranz und Rassismus ist erschreckend. Der Verbreitung solcher Einstellungen stellen wir uns entgegen. Als UNICEF treten wir für die Rechte aller Kinder ein – ohne Unterscheidung nach Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, nationaler, ethnischer oder sozialer Herkunft. Denn Kinder sind in erster Linie Kinder. Sie müssen angstfrei aufwachsen können, sie dürfen nicht zum Opfer von Ausgrenzung und Feindschaft werden. Fremdenfeindlichkeit bis hin zum Rassismus – ob offen auf der Straße oder geschliffen formuliert in Parlamenten – bedroht den Zusammenhalt und den sozialen Frieden unserer Gesellschaft.Wir müssen den Kindern und Jugendlichen ein Beispiel geben und sie ermutigen, offen und ohne Angst für Menschenrechte und Demokratie einzutreten. Probleme, Ungerechtigkeiten oder Missstände in unserer Gesellschaft müssen beim Namen genannt und entschlossen angegangen werden. Aber den Botschaften des “wir” gegen “die” müssen alle Demokraten aktiv Respekt und Gemeinsinn, Toleranz und Engagement entgegensetzen.”

Text&Fotos: Irini Garavela/Ursula Auginski