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KINDERRECHTE IN KENIA.

Am 20. November 2019 war das 30. Jubiläum der Konvention über die Rechte des Kindes (CRC). Wir, als UNICEF-Hochschulgruppe der Hochschule Fulda, hatten auch eine Aktion, um unsere Kommilitonen darauf aufmerksam zu machen und sie auch dazu zu bewegen, Kindern auf der ganzen Welt was Gutes zu wünschen. All dies veranlasste mich, über die Rechte der Kinder in meinem Heimatland Kenia nachzudenken und auch darüber, was sich im Laufe der Jahre geändert hat. In diesem Artikel werde ich  ein paar Situationen hervorheben, die sich verbessert haben, und auch die, die mehr Aufmerksamkeit und Veränderung erfordern.

Kenia war eines der ersten afrikanischen Länder, das die Kinderrechte einführte, und hat im Laufe der Jahre große Fortschritte bei der Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern erzielt. Eine der größten Entwicklungen liegt im Bildungssektor. In den staatlichen Schulen ist die Grundschulbildung jetzt gebührenfrei und selbst in den Oberstufen („high schools“) werden die Schulgebühren stark subventioniert und betragen bis zu 150 € pro Jahr. Dies ermöglicht es Kindern aus ärmeren Familien, die gleichen Chancen zu haben, eine Ausbildung zu erhalten. Durch dieses Gesetz haben mehr Kinder einen besseren Zugang zu Bildung als vor ein oder zwei Jahrzehnten. Die Familien müssen jedoch selbst Schulbücher und Schuluniformen kaufen, was für manche nicht immer erschwinglich ist.

Ein weiteres Recht, von dem Kinder und Studenten heutzutage in hohem Maße profitieren, ist die kostenlose Gesundheitsversorgung. Wenn man noch in der Schule ist, kann man sich kostenlos in staatlichen Krankenhäusern behandeln lassen, was vor 30 Jahren nicht möglich war. Aber auch wenn es kostenlose Gesundheitsdienste gibt, ist es noch ein Problem, Medikamente zu bekommen. In den meisten staatlichen Krankenhäusern ist die Versorgung mit Medikamenten unzureichend, weshalb die meisten Patienten gezwungen sind, die Medikamente privat in privaten Apotheken zu kaufen. Dies kann natürlich für viele Familien zu teuer sein.

Ein Problem, dem noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden muss, sind Kinderehen. Obwohl die Zahl der Eheschließungen minderjähriger Mädchen im Laufe der Jahre erheblich gesunken ist, gedeihen in einigen kenianischen Bevölkerungsgruppen immer noch frühe Ehen. Der Hauptgrund dafür ist, dass einige Gemeinden glauben, dass die als Gegenleistung für das Mädchen gezahlte Mitgift dazu beitragen wird, die Armut in der Familie zu beenden. Leider ist in diesen Fällen jedes neunte Mädchen vor dem 15. Lebensjahr verheiratet. Weitere Kinderrechte, die noch Fortschritte erfordern, sind unter anderem das Recht auf Ernährung und der Schutz vor sexueller Ausbeutung.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Kenia in den letzten 30 Jahren einige wesentliche Verbesserungen vorgenommen hat, um das Land zu einem besseren Ort für ihre Kinder zu machen, und sich vieles zum Besseren gewendet hat. Es gibt jedoch immer noch sehr viele Kinder, deren Grundrechte jeden Tag immer noch missbraucht werden. Es gibt noch Raum für Verbesserungen, um sicherzustellen, dass jedes Kind seine Rechte genießen kann.