RAPID RESPONSE MISSIONS

In Krisenregionen und abgelegenen Gebieten setzen UNICEF und seine Partner Einsatz-Teams ein, die gezielt kurze Zeit in den Dörfern bleiben und gezielt Hilfe leisten.

Die so genannten „Rapid Response Missions“ sind etwa für hungernde Kinder im Südsudan oft Rettung in größter Not. Die Teams planen sie sorgfältig, um möglichst viele Kinder zu erreichen.

Rapid Response: So kommt die UNICEF-Hilfe bei Kindern an

Hunger in Afrika bekämpfen und Kinder erreichen

Seit dem Start der Rapid Response Missionen im März 2014 konnte UNICEF mit seinen Partnern und lokalen Helfern so beispielsweise 1,34 Millionen Menschen im Südsudan, darunter 220.000 Kinder unter fünf Jahren, mit dringend benötigten Nahrungsmitteln, Decken, Medikamenten, Trinkwasser und Hygienematerialien versorgen. 167.500 Kinder wurden gegen Massern geimpft. Insgesamt hat UNICEF 559 Tonnen Hilfsgüter verteilt, eine halbe Million Päckchen Erdnusspaste für mangelernährte Kinder, 31.000 Moskito-Netzte zum Schutz vor Malaria und 38 Tonnen Seife.

Logistische Meisterleistungen, die Kinderleben retten

  • Vorbereitungen
    Sobald die Sicherheitslage es zulässt, werden Helfer und Hilfsgüter per Helikopter eingeflogen - koordiniert vom Welternährungsprogramm und dem Humanitären Flugdienst der Vereinten Nationen (UNHAS). Das Team aus 10 bis 15 Mitarbeitern bereitet die Verteilung der lebenswichtigen Hilfsgüter gut vor, richtet Ausgabestellen ein und schult Freiwillige aus den Dörfern.
  • Vor Ort
    Während die Welternährungsorganisation die Bedürftigen für die Lebensmittelausgabe registriert, untersucht und behandelt UNICEF mangelernährte Kinder, impft sie gegen Masern und Polio, verteilt Hygieneartikel und Tabletten zur Wasserreinigung. UNICEF richtet auch kinderfreundliche Orte zur psychosozialen Betreuung ein, registriert unbegleitete Kinder und hilft, den Schulunterricht sicherzustellen.
  • Weitere Maßnahmen und Langzeit-Hilfe
    Die Rettungsaktion dauert zwischen 10 und 30 Tagen. Im Anschluss plant UNICEF gemeinsam mit den Partnern die weiteren Maßnahmen für die notleidenden Familien, wie etwa den Neubau dauerhafter Wasserleitungen oder Gesundheitszentren.

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