Südsudan: Die mangelernährte Maria mit einem Becher Spezialmilch

SÜDSUDAN: HUNGER BEDROHT KINDERLEBEN – JETZT SPENDEN

SCHWER MANGELERNÄHRTE KINDER BRAUCHEN DRINGEND HILFE

Maria aus dem Südsudan ist völlig geschwächt vom Hunger. Sie kann keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen, als sie mit ihrer Mutter in das von UNICEF betreute Ernährungszentrum in der Hauptstadt Juba kommt. 

Mehr als sechs Millionen Menschen im Südsudan wissen nicht, wann sie das nächste Mal etwas zu essen bekommen. Das ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Die Kinder leiden am meisten unter der dramatischen Ernährungssituation im Land. Sie haben nicht genug zu essen, sind schwer mangelernährt, einige von ihnen sogar lebensgefährlich.

Mit einfachen Mitteln viel erreichen: Dank Spezialnahrung geht es Maria besser

Maria wog gerade einmal sechs Kilo, als sie im Krankenhaus mit der Ernährungsstation eintraf – und das im Alter von zwei Jahren. Eigentlich müsste sie schon doppelt so viel wiegen. Zum Glück erhielt sie sofort hochwirksame Spezialnahrung von UNICEF, die ihr schon nach wenigen Tagen neue Kraft gab. Ihrem fröhlichen Lachen kann man ansehen, dass sie auf einem guten Weg ist.

JETZT SPENDEN FÜR KINDER IM SÜDSUDAN

Schon mit dem Einsatz einfacher Hilfsgüter wie Spezialmilch oder der extrem nahrhaften Erdnusspaste können wir Kinder im Südsudan vor dem Hungertod retten. Unterstützen Sie jetzt unsere Nothilfe vor Ort!

75 Päckchen Erdnusspaste für schwer unterernährte Kinder
24 Dosen therapeutische Spezialmilch
1 großes Ernährungspaket mit therapeutischer Spezialnahrung

ÜBERFLUTUNGEN BRINGEN KINDER ZUSÄTZLICH IN GEFAHR

Seit Ende Oktober 2019 haben außergewöhnlich starke Regenfälle die angespannte Lage im Südsudan weiter verschärft: Ganze Landstriche stehen unter Wasser, samt Unterkünften, Schulen und Gesundheitszentren. 

UNICEF schätzt, dass etwa 490.000 Kinder von den Folgen betroffen sind. Kinder, die mangelernährt und dadurch geschwächt sind, sind besonders durch Krankheiten bedroht. Zudem hat sich die Ernährungssituation im Südsudan durch die Fluten weiter dramatisch verschlechtert.

Hier lesen Sie mehr über die Folgen der Überflutungen und darüber, wie wir von UNICEF vor Ort helfen.

SÜDSUDAN: ANHALTENDE HUNGERKRISE

Nach dem Ausbruch des Bürgerkrieges im Jahr 2013 wurde die Lage im Südsudan für die Kinder immer dramatischer. Mehrere Millionen Menschen flohen vor der Gewalt und Brandschatzung in Nachbarländer – zum Beispiel nach Uganda. Andere Südsudanesen suchten Zuflucht in sichereren Regionen des Südsudan.

Südsudan Hungersnot: Ein Mädchen auf der Flucht mit Teddybär im Arm

Angst und Unsicherheit, die kein Teddybär nehmen kann: Die dreijährige Nyamal versteht nach der Flucht vermutlich kaum, was passiert ist.
© UNICEF/UNI176406/Holt

Im September 2018 haben sich die verfeindeten Gruppen im Südsudan auf ein gemeinsames Friedensabkommen geeinigt. Das gibt uns neue Hoffnung für unsere Arbeit in diesem von Gewalt, Armut und Hunger gebeutelten Land.

Die Lage für die Kinder ist aber nach wie vor katastrophal: Tausende Kinder sind durch den Krieg von ihren Familien getrennt worden. Gewalt und Missbrauch sind sie schutzlos ausgeliefert. Manche von ihnen haben ihre Eltern jahrelang nicht mehr gesehen und müssen sich alleine durchschlagen. Und unzählige Mädchen und Jungen haben noch immer nicht genug zu essen. Unsere Mitarbeiter vor Ort berichten von Kindern, die Gras, Blätter und Holz essen, weil sie so hungrig sind. 

Manche Regionen des Landes stehen kurz vor einer Hungersnot.

Armut und miserable Ernten verstärken die Krise 

Die Armut der Bevölkerung war auch schon vor dem Bürgerkrieg groß. Durch die anhaltende Gewalt konnten die Menschen im Land jahrelang keine kontinuierliche Landwirtschaft mehr betreiben. Die Produktion von Nahrungsmitteln kam zeitweilig fast vollständig zum Erliegen, und Ernten fielen noch schlechter aus als zuvor.

Malaria, Cholera und fehlendes Trinkwasser

Krankheiten wie Masern und Malaria sind eine ständige Bedrohung im Südsudan, vor allem für die vom Hunger geschwächten Kinder. Zudem fürchten die Menschen einen erneuten Ausbruch der Cholera. Die Krankheit kann für Kinder innerhalb weniger Stunden lebensgefährlich werden, weil der Brechdurchfall die kleinen Körper rasend schnell austrocknen lässt. Cholera wird vor allem durch verunreinigtes Wasser übertragen. Tausende Menschen im Südsudan haben noch immer keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen – das will UNICEF ändern.

UNSERE HILFE IM SÜDSUDAN IST BREIT AUFGESTELLT

UNICEF ist immer vor Ort im Südsudan und mit starken internationalen Partnern breit für die Nothilfe aufgestellt. Ein paar Beispiele dafür, wie UNICEF den Kindern im Südsudan hilft:

Kinder mit Nahrungsmitteln versorgen
Zusammen mit unseren Partnern im Land haben wir allein im Jahr 2018 rund 200.000 Kinder mit akuter schwerer Mangelernährung behandelt. Gemeinsam mit unserem Partner-Netzwerk unterstützen wir landesweit mehr als 1.000 ambulante therapeutische Ernährungsprogramme und knapp 100 stationäre Ernährungszentren.

Wasser und sanitäre Anlagen bereitstellen
In betroffenen Regionen und Flüchtlingslagern organisieren wir die Wasserversorgung für Hunderttausende Menschen. Sauberes Wasser verhindert für Kinder oft tödliche Krankheiten wie Durchfall und Cholera. Wir bauen außerdem einfache Toiletten-Anlagen und verteilen Hygiene-Sets mit Seife, Zahnpasta und Waschmittel.

Lebensrettende Impfungen
Mit unseren Partnern vor Ort führen wir großangelegte Impfkampagnen durch. Wir haben zum Beispiel 1,5 Millionen Kinder gegen Masern geimpft. Insgesamt konnten wir schon mehrere Millionen Kinder im Südsudan mit lebensrettenden Impfungen versorgen.

Familien zusammenführen
Der Bürgerkrieg im Land hat Tausende Familien auseinandergerissen. Aber unsere Kinderschutz-Experten haben schon mehrere Tausend Kinder wieder mit ihren Eltern oder Familienangehörigen zusammengebracht – selbst dann, wenn die Vorbereitungen dafür manchmal Monate oder sogar Jahre dauerten.

Die Kinder im Südsudan brauchen Essen und sauberes Wasser.

© UNICEF/UN0159459/Meyer

Unterstützen Sie unsere Hilfe im Südsudan mit Ihrer Spende und schützen Sie die Kinder vor Hunger und Krankheiten. Gemeinsam können wir mangelernährte Kinder wieder stark machen. Herzlichen Dank!

Länderinfo Südsudan

  • Ca. 13 Millionen Einwohner
    Jüngster afrikanischer Staat: Seit 2011 unabhängig vom Sudan
    Hauptstadt: Juba 
  • Nachbarländer:
    Sudan, Äthiopien, Kenia, Uganda, Zentralafrikanische Republik, Demokratische Republik Kongo
  • 2013 bis 2018: Bürgerkrieg
    September 2018: Friedensvertrag
    Teile des Landes trotzdem noch immer sehr unsicher und instabil
  • Probleme im Land:
    ethnische Konflikte und Bürgerkriege
    jahrelange Kämpfe um Macht und Ressourcen
    extreme Armut und fehlende Bildung
    Lebensmittelknappheit, Hunger und Mangelernährung
    Überschwemmungen in der Regenzeit, Dürren in der Trockenzeit

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