Südsudan: Die mangelernährte Maria mit einem Becher Spezialmilch

Südsudan: Hunger bedroht Kinderleben – jetzt spenden

Schwer mangelernährte Kinder im Südsudan brauchen dringend Hilfe

Maria aus dem Südsudan (Foto oben) war völlig geschwächt vom Hunger. Sie konnte keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen, als sie mit ihrer Mutter in das von UNICEF betreute Ernährungszentrum in der Hauptstadt Juba kam.

Spenden gegen Hunger im Südsudan

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Mehr als 7 Millionen Menschen im Südsudan leiden akut Hunger und wissen nicht, wann sie das nächste Mal etwas zu essen bekommen. Das ist weit mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Die Kinder leiden am meisten unter der dramatischen Ernährungssituation im Land: Schätzungsweise 1,4 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind akut mangelernährt. Für über 300.000 von ihnen ist der Hunger sogar lebensbedrohlich (Stand: Februar 2022).

Hohe Nahrungsmittelpreise, wiederkehrende Naturkatastrophen wie Dürren und Überschwemmungen sowie die anhaltende Gewalt machen es vielen Südsudanes*innen unmöglich, sich und ihre Kinder mit ausreichend Nahrung zu versorgen. Der Hunger ist ständiger Begleiter von Millionen von Menschen.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Südsudan versorgen die Kinder mit dem Nötigsten. Die Mädchen und Jungen brauchen jetzt unsere Hilfe, um zu überleben.

Jetzt spenden für hungerleidende Kinder im Südsudan

Schon mit dem Einsatz einfacher Hilfsgüter wie Spezialmilch oder der extrem nahrhaften Erdnusspaste können wir Kinder im Südsudan vor dem Hungertod retten. Unterstützen Sie jetzt unsere Nothilfe vor Ort!

Unsere Hilfe im Südsudan ist breit aufgestellt

Kinder mit Nahrungsmitteln versorgen
Zusammen mit unseren Partnern im Südsudan werden wir im Jahr 2022 Hunderttausende mangelernährte Kinder behandeln. Wir unterstützen dafür mehr als 1.000 ambulante therapeutische Ernährungsprogramme und rund 100 stationäre Ernährungszentren.

Wasser und sanitäre Anlagen bereitstellen
In betroffenen Regionen und Flüchtlingslagern organisieren wir die Wasserversorgung für Hunderttausende Menschen. Sauberes Wasser verhindert für Kinder oft tödliche Krankheiten wie Durchfall und Cholera. Wir bauen auch einfache Toiletten-Anlagen und verteilen Hygiene-Sets mit Seife, Zahnpasta und Waschmittel.

Lebensrettende Impfungen
Mit unseren Partnern vor Ort führen wir großangelegte Impfkampagnen durch. Im Jahr 2021 haben wir beispielsweise Zehntausende Kinder gegen Masern geimpft. 2022 setzen wir unsere lebensrettenden Impfungen für Kinder im Südsudan weiter fort.

Kinderschutz
Der Bürgerkrieg im Land hat Tausende Familien auseinandergerissen. Aber unsere Kinderschutz-Experten konnten viele von ihnen wieder mit ihren Eltern oder Familienangehörigen zusammenbringen. Wir unterstützen außerdem Kinder und Frauen, die Gewalt erfahren haben oder von ihr bedroht sind.

Gesundheitsversorgung

Zudem sorgt UNICEF dafür, dass auch in den von Überschwemmungen betroffenen Gebieten Kinder und ihre Familien weiterhin medizinisch betreut werden können.

Infos & Aufklärung

Um aufzuklären, führt UNICEF Informationskampagnen durch – etwa darüber, wie die Menschen sich am besten vor ansteckenden Krankheiten schützen können.

Spenden Sie, was Kinder wirklich brauchen

Dank UNICEF-Spezialnahrung geht es Maria besser

Mit einfachen Mitteln viel erreichen

Maria wog gerade einmal sechs Kilo, als sie im Krankenhaus auf der Ernährungsstation eintraf – und das im Alter von zwei Jahren. Eigentlich hätte sie schon doppelt so viel wiegen müssen.Zum Glück erhielt sie sofort hochwirksame Spezialnahrung von UNICEF, die ihr schon nach wenigen Tagen neue Kraft gab. Ihrem fröhlichen Lachen kann man ansehen, dass sie auf einem guten Weg ist.

Südsudan: Anhaltende Flüchtlings- und Hungerkrise

Nach dem Ausbruch des Bürgerkrieges im Jahr 2013 wurde die Lage im Südsudan für die Kinder immer dramatischer. Mehrere Millionen Menschen sind seitdem vor der Gewalt in Nachbarländer geflohen – zum Beispiel nach Uganda – oder haben Zuflucht in sichereren Regionen des eigenen Landes gesucht.

Im Südsudan herrscht die größte Flüchtlingskrise auf dem afrikanischen Kontinent. Der Großteil der Flüchtlinge sind Familien mit Kindern und Jugendlichen, die von Gewalt, Hunger und Krankheit besonders bedroht sind.

Nothilfe Südsudan: Eine Familie steht in einem Flüchtlingslager unter einer Zeltplane.

Mehrere Millionen südsudanesische Familien sind auf der Flucht.

© UNICEF/UN0475186/

Die Lage für die Kinder im Südsudan ist seit Jahren katastrophal: Tausende Kinder sind durch den Krieg von ihren Familien getrennt worden. Gewalt und Missbrauch sind sie schutzlos ausgeliefert. Manche von ihnen haben ihre Eltern jahrelang nicht mehr gesehen und müssen sich allein durchschlagen. Und unzählige Mädchen und Jungen haben noch immer nicht genug zu essen. Unsere Mitarbeiter*innen vor Ort berichten von Kindern, die Gras, Blätter und Holz essen, weil sie so hungrig sind. Hunger und Konflikt bedeuten für mehrere Millionen Kinder auch, dass sie nicht mehr in die Schule gehen können. Manche Regionen des Landes stehen kurz vor einer Hungersnot.

Armut und Missernten verstärken die Krise im Südsudan 

Die Armut der Bevölkerung war auch schon vor dem Bürgerkrieg groß. Durch die anhaltende Gewalt konnten die Menschen im Land jahrelang keine kontinuierliche Landwirtschaft mehr betreiben. Die Produktion von Nahrungsmitteln kam zeitweilig fast vollständig zum Erliegen, und Ernten fielen noch schlechter aus als zuvor.

2021 war das bisher schwierigste Jahr seit der Unabhängigkeit zehn Jahre zuvor, und die Prognosen geben wenig Anlass zur Hoffnung: Expert*innen gehen für 2022 von einer starken Zunahme von akuter Nahrungsmittelknappheit aus.

Überschwemmungen verschärfen Ernährungssituation

In den letzten Jahren brachten außergewöhnlich starke Regenfälle während der Regenzeit die Kinder noch zusätzlich in Gefahr. Auch 2021 kam es wieder zu verheerenden Überschwemmungen. Hunderttausende Familien im Südsudan sind von dem Hochwasser betroffen. Ganze Dörfer und Landstriche stehen unter Wasser. Ein großer Teil der Ernten wurde durch die Fluten zerstört. Die Ernährungssituation im Südsudan hat sich durch die Überflutungen weiter dramatisch verschlechtert, vor allem für die Kinder. Auch Krankheiten wie Malaria und schwerer Durchfall haben sich durch die Fluten ausgebreitet.

Südsudan: Ein Junge trägt seine Ziege über eine überschwemmte Wiese.
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Schützend trägt dieser Junge im Südsudan seine Ziege durch den Schlamm. Durch die Überschwemmungen wurden großflächige Gebiete zerstört. Viele Menschen konnten auch ihr Vieh nicht vor dem Wasser retten.

© UNICEF/UN0548141/Grarup
Südsudan Überschwemmungen: Zwei Kinder im Südsudan stehen in ihrem Dorf knietief im Wasser.
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Einen kleinen Teil des geernteten Gemüses haben die Bewohner dieses Dorfes in die Bäume gehängt, um sie vor dem Wasser zu schützen. Doch ein Großteil der Ernten ist auch hier vernichtet worden.

© UNICEF/UN0548047/Grarup
Südsudan Überschwemmungen: Zwei Kinder im Südsudan stehen in ihrem Dorf knietief im Wasser.
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Einen kleinen Teil des geernteten Gemüses haben die Bewohner dieses Dorfes in die Bäume gehängt, um sie vor dem Wasser zu schützen. Doch ein Großteil der Ernten ist auch hier vernichtet worden.

© UNICEF/UN0548047/Grarup

Malaria, Cholera und fehlendes Trinkwasser

Krankheiten wie Masern und Malaria sind eine ständige Bedrohung im Südsudan, vor allem für die vom Hunger geschwächten Kinder. Etwa 75 Prozent der Todesfälle unter Kindern könnten verhindert werden – denn sie leiden unter behandelbaren Krankheiten wie Malaria, Durchfall oder Lungenentzündung.

Zudem fürchten die Menschen einen erneuten Ausbruch der Cholera. Die Krankheit kann für Kinder innerhalb weniger Stunden lebensgefährlich werden, weil der Brechdurchfall die kleinen Körper rasend schnell austrocknen lässt. Cholera wird vor allem durch verunreinigtes Wasser übertragen. Hunderttausende Menschen im Südsudan haben noch immer keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen – das will UNICEF ändern.

Info

Länderinfo Südsudan

Der Südsudan ist der jüngste afrikanische Staat. Er wurde 2011 gegründet und ist seitdem unabhängig vom Sudan.

  • Einwohner: ca. 13 Millionen
  • Hauptstadt: Juba 
  • Nachbarländer: Sudan, Äthiopien, Kenia, Uganda, Zentralafrikanische Republik, Demokratische Republik Kongo
  • Probleme im Land:
    ethnische Konflikte und Bürgerkriege;
    jahrelange Kämpfe um Macht und Ressourcen;
    extreme Armut und fehlende Bildung;
    Lebensmittelknappheit, Hunger und Mangelernährung;
    zu wenig Zugang zu sicherem Wasser, schlechte Hygieneversorgung;
    Überschwemmungen in der Regenzeit, Dürren in der Trockenzeit;
    wirtschaftliche Krise;
    Flüchtlingskrise