LERNEN UND LACHEN IM MAKANI

Der Ort, an dem Zahra lächelt, ist ein Makani-Kinderzentrum in Jordanien. Es ist ein besonderer Ort – für alle Kinder, die hierherkommen. Hier bleiben die Sorgen und Ängste, die sonst ihren Alltag bestimmen, draußen. Hier können sie einfach Kind sein. Es ist ihr Ort.

Jordanien: Zahra aus Syrien in einem Makani

Aufmerksam folgt Zahra aus Syrien dem Unterricht im Makani-Zentrum.
© UNICEF Jordan/2018/Herwig

MAKANI – "MEIN ORT" ZUM KIND SEIN 

Genau das bedeutet "Makani": "mein Ort". Mit dem Programm wollen wir von UNICEF benachteiligte Kinder und Jugendliche in Jordanien erreichen. Derzeit sind 52 Prozent der Kinder in den Makani-Zentren syrische Flüchtlinge, doch auch alle anderen Kinder sind willkommen – unabhängig von ihrer Nationalität oder ihrem sozialen Status. 

Das Foto von Zahra wurde im Sommer in einem Makani-Zentrum in Mafraq aufgenommen. Vor Kurzem ist sie mit ihrer Familie in den Regierungsbezirk Irbid umgezogen. Auch an ihrem neuen Wohnort soll Zahra wieder ein Makani-Kinderzentrum besuchen, und ihre älteren Geschwister sollen zur Schule gehen. Die Kollegen vor Ort kümmern sich gerade darum, sie anzumelden. UNICEF tut alles, um Zahra, ihren Geschwistern und Tausenden benachteiligten Mädchen und Jungen in Jordanien Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

Alles unter einem Dach: Lernen, Spielen, psychosoziale Betreuung

Im Makani können die Mädchen und Jungen lernen: Rechnen, Schreiben und Lesen – und noch viel mehr. Trainiert werden auch die sogenannten "Life Skills". Diese Fähigkeiten sollen ihnen helfen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und Probleme zu bewältigen. 

Sie lernen zum Beispiel, wie sie selbstbewusst kommunizieren, Entscheidungen treffen und kritisch denken. Zudem werden praktische Themen wie gesunde Ernährung und Hygiene, aber auch Computerkenntnisse vermittelt. Diese erhöhen die Chancen der Kinder, später eine gute Arbeit zu finden.

Psychosoziale Betreuung ist ein weiterer zentraler Bestandteil. Einige Kinder haben im Krieg und auf der Flucht Traumatisierendes erlebt. Unter anderem Musik soll ihnen helfen, das zu verarbeiten: In sogenannten "Musiqati"-Klassen lernen sie, ihre Gefühle über Musik ausdrücken.

Derzeit gibt es 150 Makani-Kinderzentren in Jordanien, in Städten ebenso wie auf dem Land und in Flüchtlingscamps (Stand Dezember 2018). Im Sommer waren es noch 226. Über 70 Zentren mussten geschlossen werden, weil Spenden fehlen. 

Es ist unser Ziel für 2019, die verbliebenen Makani-Zentren zu erhalten und neue zu eröffnen. Damit alle Kinder "ihren Ort" haben, an dem sie Zuflucht finden, lernen und lachen können. Wann immer und so lange sie es brauchen. 

Sie können uns bei diesem und unseren anderen Hilfsprogrammen für syrische Kinder unterstützen. Vielen Dank.

Für das neue Jahr haben wir uns aber noch viel mehr vorgenommen. Hier gibt es einen Ausblick auf vier Projekte.