
Südsudan: Hungerkrise bedroht Kinderleben – jetzt spenden
Das Wichtigste in Kürze
Millionen Menschen im Südsudan hungern. Hunderttausende Kinder sind von schwerer akuter Mangelernährung bedroht.
Viele Menschen sind auf der Flucht. Kinder sind erschöpft und krank und benötigen dringend humanitäre Hilfe.
UNICEF hilft vor Ort und versorgt Kinder mit Spezialnahrung, sauberem Wasser und Medikamenten.
Aktuelle Situation im Südsudan: Armut und die Flüchtlingskrise verschärfen den Hunger
Der sieben Monate alte Malek Lual (Foto oben) sitzt auf dem Schoß seiner Mutter, während er im Gesundheitszentrum in Bor im Südsudan auf Mangelernährung untersucht wird. Die Ernährungssituation in dem Land im Osten Afrikas ist dramatisch: Knapp sechs Millionen Menschen hungern, 650.000 Kinder sind akut mangelernährt (Stand: Dezember 2025).
Schon vor der aktuellen Krise zählte der Südsudan zu den ärmsten Ländern der Welt. Wiederkehrende Dürren im Wechsel mit außergewöhnlich starken Regenfällen haben große Teile der Ernten zerstört, ebenso wie Wassersysteme und Siedlungen. Das Wasser ist knapp und die Lebensmittelpreise sind so stark gestiegen, dass viele Eltern nicht einmal mehr Geld für Grundnahrungsmittel haben. Armut und Hunger haben Hunderttausende Menschen im Südsudan zur Flucht gezwungen. Fast ebenso viele Menschen sind vor den blutigen Konflikten im benachbarten Sudan in den Südsudan geflohen.
Insgesamt sind rund zwei Millionen Menschen im Südsudan auf der Flucht (Stand: Dezember 2025). Sie alle brauchen dringend humanitäre Hilfe. Die UNICEF-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Südsudan versorgen mangelernährte Kinder mit Spezialnahrung, bringen ihnen sauberes Wasser und kümmern sich darum, dass sie medizinisch versorgt werden.

Bild 1 von 4 | In vielen Regionen im Südsudan hat die anhaltende Dürre Brunnen und Flussbetten ausgetrocknet. Die Menschen graben nach Wasser. Ist das Wasser verschmutzt, können sich gefährliche Infektionskrankheiten ausbreiten.
© UNICEF/UNI834839/UNICEF Photographer
Bild 2 von 4 | Die vom Hunger geschwächten Kinder haben Krankheiten wie Cholera und Malaria kaum etwas entgegenzusetzen. Sie benötigen dringend Medikamente, um ihr Leben zu retten, wie hier im Al Sabbah Kinderkrankenhaus in Juba.
© UNICEF/UNI884650/Prinsloo
Bild 3 von 4 | In den vergangenen Jahren kam es während der Regenzeit zu schweren Überflutungen. Ganze Dörfer wurden weggespült, Ernten und Vieh gingen verloren. In den überschwemmten Gebieten haben die Menschen kaum eine Möglichkeit, sich zu ernähren.
© UNICEF/UNI880551
Bild 4 von 4 | Unzählige Kinder im Südsudan sind akut mangelernährt – ihr Leben ist in Gefahr. Der sieben Monate alte Malek Lual war zu schwach, um Muttermilch zu trinken. Im Gesundheitszentrum von Kolnyang bekommt er regelmäßig nährstoffreiche Erdnusspaste und erholt sich langsam.
© UNICEF/UNI884734/Prinsloo
Südsudan: Ihre Hilfe kommt bei den Kindern an
- 88 €z. B. für 300 Päckchen Erdnusspaste für schwer unterernährte Kinder
- 184 €z. B. für 48 Dosen therapeutische Spezialmilch
- 240 €z. B. für 3.000 Päckchen ORS-Mischung gegen lebensbedrohlichen Durchfall
So helfen wir Kindern im Südsudan
UNICEF ist im Südsudan im Einsatz und mit starken internationalen Partnern breit für die Nothilfe aufgestellt. Gemeinsam unterstützen wir die Kinder mit dem Nötigsten.
Kinder mit Spezialnahrung versorgen: Zusammen mit unseren Partnern im Südsudan behandeln wir jedes Jahr Hunderttausende mangelernährte Kinder mit therapeutischer Spezialnahrung. Wir unterstützen ambulante therapeutische Ernährungsprogramme und stationäre Ernährungszentren.
Lebensrettende Impfungen: Mit unseren Partnern im Südsudan führen wir großangelegte Impfkampagnen durch, zum Beispiel gegen Masern und Polio. Aktuell beschaffen und verteilen wir Hunderttausende Impfdosen gegen Cholera, um Kinder vor der gefährlichen Infektionskrankheit zu schützen.
Gesundheitsversorgung: UNICEF sorgt dafür, dass Kinder und Familien in entlegenen oder von Naturkatastrophen wie Dürren und Überschwemmungen betroffenen Gebieten medizinisch versorgt werden.
Sicheres Wasser und sanitäre Anlagen: Wir organisieren die Wasserversorgung für Hunderttausende Menschen, die zum Beispiel in Flüchtlingslagern leben. Wir bauen auch einfache Toilettenanlagen und verteilen Hygienesets mit Seife, Zahnpasta und Waschmittel.
Kinderschutz: Der jahrelange Bürgerkrieg im Land hat Tausende Familien auseinandergerissen. Unsere Kinderschutz-Expert*innen konnten viele Kinder wieder mit ihren Familien zusammenbringen. Wir unterstützen auch Kinder, die Gewalt erfahren haben.
Heftige Regenfälle und Überschwemmungen haben Nyawar Biel und ihrer Familie ihr Zuhause genommen. Die schwangere 30-Jährige kämpft, um ihre Kinder zu ernähren.
Mit dem Einsatz einfacher Hilfsgüter wie Spezialmilch oder nahrhafter Erdnusspaste können wir mangelernährten Kindern helfen und den Hunger im Südsudan bekämpfen. Bitte unterstützen Sie mit Ihrer Spende unsere Nothilfe vor Ort!
Spenden Sie jetzt für die Nothilfe im Südsudan
Gemeinsam können wir Mädchen und Jungen vor Hunger und Krankheiten schützen. Helfen Sie uns, mangelernährte Kinder wieder stark zu machen.
Hintergrundinfos: Häufige Fragen und Antworten zur Hungerkrise im Südsudan
Der Südsudan ist der jüngste afrikanische Staat. Seit 2011 besteht die Unabhängigkeit von der Republik Sudan. Durch die große Armut und die instabile Regierung flammen Kämpfe um Macht und Ressourcen immer wieder auf, ebenso wie ethnische Konflikte. Auch im benachbarten Sudan gibt es seit Jahren bewaffnete Konflikte zwischen verschiedenen Gruppen.
Nach aktuellen Schätzungen sind knapp sechs Millionen Menschen im Südsudan von akuter Mangelernährung bedroht, davon allein 650.000 Kinder (Stand: Oktober 2025). Ernteausfälle durch Extremwetter und eine Flüchtlingskrise verschärfen die Ernährungsunsicherheit. Daher könnte die Zahl der hungernden Menschen weiter steigen, wenn wir nicht handeln.
Die Länder im Osten Afrikas spüren die Auswirkungen des Klimawandels besonders stark: Dürre, Stürme und extreme Regenfälle vernichten die Ernten in dem ohnehin schon armen Land und haben die Lebensmittelpreise stark ansteigen lassen. Dazu kommen Hunderttausende Geflüchtete sowohl innerhalb des Landes als auch aus dem benachbarten Sudan: Auf der Flucht vor Gewalt und Hunger haben sie keine Möglichkeit, Lebensmittel anzubauen oder sich ausreichend zu versorgen.
Der Mangel an sauberem Wasser stellt die Menschen im Südsudan vor extreme Herausforderungen. Durch Dürren und zerstörerische Überschwemmungen haben sie keinen direkten Zugang mehr zu sauberem Wasser. Ansteckende Krankheiten wie Cholera und Malaria breiten sich durch verschmutztes Wasser schnell aus. Insbesondere für die mangelernährten Kinder können diese Erkrankungen schnell lebensbedrohlich werden. Beim größten Choleraausbruch, den es jemals im Südsudan gab, wurden rund 96.000 Krankheitsfälle gemeldet (Stand: Oktober 2025). UNICEF ist vor Ort, um Kinder mit Impfungen und Medikamenten zu versorgen und ihnen sauberes Wasser zu bringen.
Viele Menschen im Südsudan haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, etwa weil die Brunnen durch die Dürre ausgetrocknet sind oder weil ihre Wasserleitung durch eine Überschwemmung zerstört wurde. Hunderttausende leben zudem in Flüchtlingscamps mit rudimentären sanitären Anlagen. Durch verschmutztes Wasser und schlechte hygienische Bedingungen können sich Infektionskrankheiten wie Cholera schneller ausbreiten, vor allem, wenn die Kinder nicht geimpft sind. Vom Hunger geschwächte Kinder haben der Erkrankung kaum etwas entgegenzusetzen – für sie kann die Cholera schnell lebensbedrohlich werden.
Die Situation der Menschen in den südsudanesischen Flüchtlingscamps ist katastrophal. In vielen behelfsmäßigen Lagern fehlt es an Nahrung, medizinischer Versorgung, sicherem Wasser und an Schulen. UNICEF unterstützt die Kinder und ihre Familien in den Camps mit dem Nötigsten. Die Situation bleibt angespannt, da immer mehr Menschen auf Unterstützung angewiesen sind.
Die Kinder im Südsudan benötigen in erster Linie therapeutische Nahrung, damit mangelernährte Kinder schnell wieder zu Kräften kommen. Auch Impfungen gegen Infektionskrankheiten wie Cholera und Polio werden dringend gebraucht, ebenso wie Medikamente, um diese und andere Erkrankungen zu behandeln. In vielen Regionen im Südsudan benötigen die Menschen zudem dringend Zugang zu sicherem Wasser.
Warum UNICEF?
Sie fragen sich, warum Sie für UNICEF spenden sollten? Ganz einfach:
Ihre Spende verändert Kinderleben. Unsere Teams helfen den Kindern vor Ort. Und Sie von zuhause aus.
- Sie spenden – und wir impfen Aichata in Mali als Baby gegen Malaria, damit sie besser vor der tödlichen Krankheit geschützt ist.
- Sie spenden – und wir geben dem 18-monatigen Nasratullah in Afghanistan therapeutische Nahrung, damit er wieder Energie hat zum Spielen.
- Sie spenden – und wir bohren in Tansania zusammen mit unseren Partnern ein Wasserloch im Dorf von Tausi, damit die Elfjährige nicht mehr stundenlang unterwegs ist zum Wasserholen und wieder zur Schule gehen kann.
UNICEF wurde 1946 als Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen gegründet. Seitdem setzen wir uns in über 190 Ländern für die Kinderrechte und für Kinder in Not ein. Jedes Kind ist uns gleich wichtig – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Besonders kümmern wir uns um die ärmsten und am meisten benachteiligten Kinder: Kinder in Krisenregionen, entlegenen Dörfern oder auf der Flucht.
Wir arbeiten mit Regierungen und lokalen Organisationen zusammen, um gemeinsam das Beste für die Kinder zu erreichen und ihnen direkt während einer Krise, aber auch langfristig zu helfen. Unsere Partner vertrauen uns, weil wir seit Jahrzehnten weltweit als Hilfsorganisation für Kinder anerkannt sind.
Wir sind Profis in Sachen Logistik und geübt darin, Kindern bei Krisen und Katastrophen schnell zu helfen. Das ist wichtig, denn für Kinder in Not zählt jede Minute. Innerhalb von 72 Stunden bringen wir unsere Hilfsgüter in jeden Winkel der Erde.
Wie wir das machen? Wir haben ein riesiges Warenlager in Kopenhagen – das größte humanitäre Lager weltweit. Hier verpacken wir unsere Hilfsgüter und verschicken sie dorthin, wo Kinder sie bereits dringend erwarten. Dazu kommen fünf weitere große UNICEF-Warenlager sowie hunderte kleinere Regionallager auf den verschiedenen Kontinenten. Weit über Tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich um die Beschaffung und Lieferung von UNICEF-Hilfsgütern, um Kinder und Familien für eine gesündere, sicherere und hoffnungsvollere Zukunft zu rüsten: Von Spezialnahrung und Impfstoffen bis hin zu Erste-Hilfe-Sets und Schulrucksäcken – die UNICEF-Logistik-Experten sorgen dafür, dass die wertvolle Fracht heil am richtigen Ort ankommt, egal ob per Flugzeug, Lastwagen, Schiff oder manchmal auch per Motorrad oder Lastesel.
In unserem jährlichen Geschäftsbericht erfahren Sie, wie viel Geld UNICEF Deutschland eingenommen hat, in welche Länder wir die Spendengelder überwiesen haben und wie sie den Kindern vor Ort in dem Jahr konkret geholfen haben. Sie können sich im Geschäftsbericht auch darüber informieren, wie hoch die interne Kostenquote bei UNICEF Deutschland ist und wie viel wir zum Beispiel für Personal und Spendenwerbung ausgeben.
Das DZI-Spendensiegel bestätigt seit Jahren unsere verantwortungsvolle Verwaltung der Spendengelder. UNICEF Deutschland lässt sich regelmäßig prüfen, um höchste Transparenz und Seriosität zu gewährleisten. Mit dem DZI-Spendensiegel gehören wir seit vielen Jahren zu den besonders vertrauenswürdigen Spendenorganisationen.
Allein kann man wenig bewirken, gemeinsam aber viel. Mit Ihrer Spende werden Sie Teil einer großen UNICEF-Gemeinschaft. Über 300.000 Menschen in Deutschland unterstützen unsere Programme mit einer Dauerspende – zum Beispiel für Ernährung, Gesundheit, Bildung und Kinderschutz.
Dazu kommen Hunderttausende Einzelspenderinnen und -spender, Tausende Ehrenamtliche, zahlreiche Unternehmen sowie viele Prominente, die sich für UNICEF engagieren. Gemeinsam können wir die Welt für Kinder verändern.

UNICEF: Seit Jahrzehnten sind wir für Kinder im Einsatz, weltweit in über 190 Ländern.
© UNICEF/UNI610093/Dejongh- UNICEF-Dauerspende: Kindern regelmäßig helfenMit Ihren regelmäßigen Spenden können wir langfristige Hilfsprojekte planen und sofort auf Krisen reagieren. Ihre Spende wird dort eingesetzt, wo Hilfe dringend gebraucht wird.
- Unterstützen Sie UNICEF – auch ohne GeldspendeSie können uns auch ohne Geldspende unterstützen: zum Beispiel mit einem Ehrenamt oder Newsletter-Abo, indem Sie an Umfragen teilnehmen oder Inhalte in sozialen Medien teilen.