Indonesien: UNICEF-Mitarbeiterin steht gemeinsam mit Schülern vor einer Schule.

TSUNAMI – ZEHN JAHRE DANACH

DIE UNICEF-HILFE HAT HUNDERTTAUSENDE KINDER ERREICHT

"Symbol und Erinnerung zugleich: Mein Besuch in der Provinz Aceh führt mich an eindrucksvolle Orte, wo vor zehn Jahren nur Tod, Verzweiflung und Verwüstung herrschten", sagt UNICEF-Vorstandsmitglied Peter-Matthias Gaede über seine Reise nach Banda Aceh.

Damals, am 26. Dezember 2004, verloren 170.000 Menschen ihr Leben durch einen gigantischen und alles vernichtenden Tsunami. Eine halbe Million Menschen wurde obdachlos. Unzählige Kinder hatten plötzlich keine Eltern und Geschwister mehr, alles, was sie hatten, war fort. UNICEF packte damals von Anfang an mit an, lieferte Hilfsgüter, Medikamente, baute Unterkünfte auf und führte Familien wieder zusammen.

Bis heute stehen wir den Kindern und ihren Familien zur Seite und arbeiten daran, die vielen Mädchen und Jungen ohne Eltern dauerhaft zu betreuen und die Gesundheits- und Sozialstrukturen im Land wiederaufzubauen.

Was wir gemeinsam für Kinder leisten

Hohe Spendensumme alleine von deutschen Spendern

Insgesamt konnte UNICEF für die Tsunami-Hilfe knapp 560 Millionen Euro einsetzen. Die Spendensumme lag bei UNICEF Deutschland bei 99 Millionen Euro. Das Geld ist unter anderem in die Hilfsprogramme für Wasser und Hygiene geflossen. So konnten Hunderttausende Kinder geimpft, medizinisch untersucht und betreut werden.

MEHR ÜBER DIE UNICEF-ARBEIT

Das haben wir schon erreicht:

Gesundheitliche Versorgung und Trinkwasser sichern
UNICEF hat allein in Indonesien und Sri Lanka geholfen, mehr als 13.000 Wasseranlagen oder Brunnen neu zu bauen oder zu reparieren. So konnten wir Hunderttausende Menschen in der Region dauerhaft mit sicherem Trinkwasser versorgen. In Sri Lanka baute UNICEF 52 neue Krankenstationen, fast 550 wurden neu ausgestattet. 9.100 Hebammen und Gesundheitshelfer wurden geschult, um dauerhaft eine bessere Gesundheitsversorgung zu gewährleisten.

Kinder in die Schule bringen
Allein in Indonesien hat UNICEF 345 neue, erdbebensichere und „kinderfreundlich“ ausgestattete Schulen neu gebaut. In Sri Lanka waren es 27 große Schulen. 860.000 Kinder erhielten Hefte, Stifte und weiteres Schulmaterial. Das umfassende Bildungsprogramm hat dazu beigetragen, dass die Einschulungsraten in den Katastrophenregionen gestiegen sind. Durch Übungen in den Schulen wurde auch der Katastrophenschutz dauerhaft gestärkt.

Betreuung und Schutz für traumatisierte und verwaiste Kinder 
In allen betroffenen Regionen hat UNICEF einfache Kinderschutzzentren eingerichtet oder unterstützt, um durch den Tsunami verwaiste Kinder zu identifizieren und sie vor Gewalt und Missbrauch zu schützen. Auch strukturelle Verbesserungen konnten durchgesetzt werden. So hat UNICEF wirksame Kinderschutzgesetze mit vorangetrieben sowie Polizisten, Sozialarbeiter und Vertreter der lokalen Behörden geschult. 

Das ist noch zu tun:

Fortschritte ausbauen und nachhaltig machen
UNICEF hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Regierungen selbst – so im indonesischen Aceh – in Frühwarnsysteme und Katastrophenschutzpläne investiert haben. Die Gesundheits- und Bildungssystem wurden nachhaltig gestärkt. 

Jetzt geht es beispielsweise darum, die gefährliche Malaria komplett zu besiegen. In vielen Gebieten ist dies bereits gelungen. So im stark betroffenen Distrikt Sabang in Aceh. Doch es gilt wachsam zu bleiben und erfolgreiche Programme weiter in die Breite zu tragen.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Peter-Matthias Gaede in Bandah Aceh

REISETAGEBUCH

Peter-Matthias Gaede, Vorstandsmitglied von UNICEF Deutschland, hat Banda Aceh in Indonesien besucht. Für eine Zwischenbilanz der UNICEF-Nothilfe. 

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