Indonesien: UNICEF-Mitarbeiterin steht gemeinsam mit Schülern vor einer Schule.

Tsunami – Zehn Jahre danach

Die UNICEF-Hilfe hat hunderttausende Kinder erreicht


"Symbol und Erinnerung zugleich: Mein Besuch in der Provinz Aceh führt mich an eindrucksvolle Orte, wo vor zehn Jahren nur Tod, Verzweiflung und Verwüstung herrschten", sagt UNICEF-Vorstandsmitglied Peter-Matthias Gaede über seine Reise nach Banda Aceh.

Damals, am 26. Dezember 2004, verloren 170.000 Menschen ihr Leben durch einen gigantischen und alles vernichtenden Tsunami. Eine halbe Million Menschen wurde obdachlos. Unzählige Kinder hatten plötzlich keine Eltern und Geschwister mehr, alles, was sie hatten, war fort. UNICEF packte damals von Anfang an mit an, lieferte Hilfsgüter, Medikamente, baute Unterkünfte auf und führte Familien wieder zusammen.

Bis heute stehen wir den Kindern und ihren Familien zur Seite und arbeiten daran, die vielen Mädchen und Jungen ohne Eltern dauerhaft zu betreuen und die Gesundheits- und Sozialstrukturen im Land wiederaufzubauen.

Was wir gemeinsam für Kinder leisten

Indonesien: UNICEF-Mitarbeiterin in einer Schule in Banda Aceh.

Bild 1 von 13 | In den letzten zehn Jahren hat UNICEF dank Ihrer Spenden die vom Tsunami zerstörte Region wieder mitaufgebaut: Wir lieferten Hilfsgüter, wie Medikamente und Schulmaterial und bauten Unterkünfte und Schulen wieder auf.

© UNICEF/NYHQ2005-0813/Estey
Indonesien: Die Kinder hatten durch die Flut alles verloren.

Bild 2 von 13 | Rückblick nach der Flut 2004: Diese Kinder hatten über Nacht alles verloren - ihre Familie, ihr Zuhause, ihre Sicherheit. Sie schliefen voller Erschöpfung auf dem Boden des Auffanglagers ein.

© UNICEF/NYHQ2004-0888/Jufri
Indonesien: Das Mädchen gedenkt ihrer Verwandten, die beim Tsunami gestorben sind.

Bild 3 von 13 | Dieses Mädchen verlor damals alle Verwandte. Sie steht in Banda Aceh, der Hauptstadt Acehs und gedenkt ihrer Familie. Ihre Nase hält sie zu, um den Verwesungsgeruch besser auszuhalten.

© UNICEF/NYHQ2005-0341/Estey
Indonesien: UNICEF versorgte die Menschen mit Kochuntensilien und anderen Hilfsgütern.

Bild 4 von 13 | Hier in Lam Sidaya trägt ein Mädchen ein Paket mit Kochuntensilien. Hilfsgüterlieferungen wie diese wurden von UNICEF für Tausende von Menschen unterstützt.

© UNICEF/NYHQ2005-0830/Estey
Indonesien: UNICEF versorgte die Kinder und Ihre Familien mit sauberem Trinkwasser.

Bild 5 von 13 | Sicheres Trinkwasser ist ein Schwerpunkt der UNICEF-Nothilfe für Ernährung und Hygiene. Wir lieferten täglich Wasser und versorgten so Millionen Menschen mit dem überlebenswichtigen Gut.

© UNICEF/NYHQ2005-1676/Estey
Die UNICEF-Box "Schule in der Kiste".

Bild 6 von 13 | Lernen trotz Katastrophe: Mit der UNICEF-Box "Schule in der Kiste" lieferten wir beständig Lernmaterialien wie Bücher, Stifte, Hefte, Lineale.

© UNICEF/NYHQ2005-0300/Estey
Indonesien: UNICEF-Lehrerin Vivi Soviani betreute damals 150 Kinder.

Bild 7 von 13 | UNICEF-Lehrerin Vivi Soviani betreute damals 150 Kinder. Die Freude war groß an diesem Tag in Banda Aceh, denn jedes Kind erhielt ein Spiel- und Malset von uns.

© UNICEF/NYHQ2005-0323/Estey
Indonesien: Schwester Brigitta Renyaan spielt mit einem Jungen.

Bild 8 von 13 | Schwester Brigitta Renyaan leistete damals für UNICEF psychosoziale Hilfe in unseren Kinderzentren. Hier spielt sie mit einem Jungen in Posko Jenggala.

© UNICEF/NYHQ2005-0518/Donnan
Indonesien: In den UNICEF-Kinderzentren können die Kinder spielen.

Bild 9 von 13 | Von Hula Hoop bis Fang mich doch: In den UNICEF-Kinderzentren ist Kindsein dürfen Tagesordnung.

© UNICEF/NYHQ2006-2017/Estey
Indonesien: Die Mädchen wurden von UNICEF im Kinderzentrum betreut.

Bild 10 von 13 | Auch diese Mädchen wurden im Posko Jenggala-Kinderzentrum von UNICEF betreut.

© UNICEF/NYHQ2005-0526/Donnan
Indonesien: UNICEF hat Mutter und Sohn wieder zusammengeführt.

Bild 11 von 13 | Glück im Unglück: In Meulaboh haben sich Mutter Yusliani und ihr Sohn Khairuddin sieben Monate nach dem Tsunami schließlich doch noch wiedergefunden. Das machte die UNICEF-Familienzusammenführung möglich.

© UNICEF/NYHQ2005-1699/Estey
Indonesien: UNICEF impft Kinder.

Bild 12 von 13 | Medizinische Versorgung und Schutz von Kleinkindern: Gerade in Notsituationen brauchen Neugeborene und Kleinkinder besondere Aufmerksamkeit: UNICEF impft gegen Krankheiten wie Tetanus und untersucht die Kleinen auf lebensbedrohliche Mangelernährung.

© UNICEF/NYHQ2008-1291/Estey
Indonesien: UNICEF-Mitarbeiterin steht gemeinsam mit Schülern vor einer Schule.

Bild 13 von 13 | Mit den großzügigen Spenden aus Deutschland konnten wir all das möglich machen. Tausend Dank!

© UNICEF/NYHQ2005-0802/Estey

Hohe Spendensumme alleine von deutschen Spendern

Insgesamt konnte UNICEF für die Tsunami-Hilfe knapp 560 Millionen Euro einsetzen. Die Spendensumme lag bei UNICEF Deutschland bei 99 Millionen Euro. Das Geld ist unter anderem in die Hilfsprogramme für Wasser und Hygiene geflossen. So konnten Hunderttausende Kinder geimpft, medizinisch untersucht und betreut werden.

Mehr über die UNICEF-Arbeit

Das haben wir schon erreicht:

Gesundheitliche Versorgung und Trinkwasser sichern
UNICEF hat allein in Indonesien und Sri Lanka geholfen, mehr als 13.000 Wasseranlagen oder Brunnen neu zu bauen oder zu reparieren. So konnten wir Hunderttausende Menschen in der Region dauerhaft mit sicherem Trinkwasser versorgen. In Sri Lanka baute UNICEF 52 neue Krankenstationen, fast 550 wurden neu ausgestattet. 9.100 Hebammen und Gesundheitshelfer wurden geschult, um dauerhaft eine bessere Gesundheitsversorgung zu gewährleisten.

Kinder in die Schule bringen
Allein in Indonesien hat UNICEF 345 neue, erdbebensichere und „kinderfreundlich“ ausgestattete Schulen neu gebaut. In Sri Lanka waren es 27 große Schulen. 860.000 Kinder erhielten Hefte, Stifte und weiteres Schulmaterial. Das umfassende Bildungsprogramm hat dazu beigetragen, dass die Einschulungsraten in den Katastrophenregionen gestiegen sind. Durch Übungen in den Schulen wurde auch der Katastrophenschutz dauerhaft gestärkt.

Betreuung und Schutz für traumatisierte und verwaiste Kinder 
In allen betroffenen Regionen hat UNICEF einfache Kinderschutzzentren eingerichtet oder unterstützt, um durch den Tsunami verwaiste Kinder zu identifizieren und sie vor Gewalt und Missbrauch zu schützen. Auch strukturelle Verbesserungen konnten durchgesetzt werden. So hat UNICEF wirksame Kinderschutzgesetze mit vorangetrieben sowie Polizisten, Sozialarbeiter und Vertreter der lokalen Behörden geschult. 

Das ist noch zu tun:

Fortschritte ausbauen und nachhaltig machen
UNICEF hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Regierungen selbst – so im indonesischen Aceh – in Frühwarnsysteme und Katastrophenschutzpläne investiert haben. Die Gesundheits- und Bildungssystem wurden nachhaltig gestärkt. 

Jetzt geht es beispielsweise darum, die gefährliche Malaria komplett zu besiegen. In vielen Gebieten ist dies bereits gelungen. So im stark betroffenen Distrikt Sabang in Aceh. Doch es gilt wachsam zu bleiben und erfolgreiche Programme weiter in die Breite zu tragen.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!