
10 Krisen, die 2026 mehr Unterstützung brauchen
Wenn die Welt wegschaut: Kinder in vergessenen Krisen
Während manche Krisen täglich die Schlagzeilen dominieren, bleiben andere nahezu unsichtbar. Keine Eilmeldungen. Keine Sondersendungen. Kaum internationale Aufmerksamkeit. Doch für Millionen Kinder sind diese „Vergessenen Krisen“ bittere Realität – jeden einzelnen Tag. In diesem Blog richten wir den Blick auf diese Krisen.
von Autorin Esther Addo
Noëlla Mastaki und ihre 18 Monate alte Tochter Mapendo, die Sie oben auf dem Bild sehen, mussten vor der schweren Gewalt in ihrer Heimat in der Demokratischen Republik Kongo fliehen. Das Land erlebt seit langem eine schwere humanitäre Krise, doch das Leid der Familien bleibt oft ungesehen.
Was sind vergessene Krisen?
Vergessene Krisen sind humanitäre Notlagen, die wenig mediale Aufmerksamkeit erhalten und dadurch oft unterfinanziert bleiben. Sie dauern häufig über Jahre oder sogar Jahrzehnte an. Konflikte eskalieren schleichend, Hunger breitet sich aus, Schulen bleiben geschlossen – ohne dass die Welt hinsieht.
Für Kinder bedeutet das: kein regelmäßiges Essen, kein Zugang zu sauberem Wasser, keine medizinische Versorgung, keine sichere Schule und kein sicherer Ort zum Lernen, kein Schutz vor Gewalt und Ausbeutung und vor allen Dingen das Gefühl, nicht gesehen zu werden.
Keine geopolitische Relevanz für westliche Länder
Komplexe, langanhaltende Konflikte
„Nachrichtenmüdigkeit“ bei Dauerkrisen
UNICEF-Hilfe abseits der Schlagzeilen
Wir von UNICEF engagieren uns bewusst dafür, auch diese „unsichtbaren“ Krisen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Denn jedes Kind hat ein Recht auf Schutz und Unterstützung – ganz gleich, ob seine Notlage im Fokus der Weltöffentlichkeit steht oder unbeachtet bleibt. Unsere Kolleg*innen arbeiten rund um die Uhr, um Kinder in Notlagen zu unterstützen – überall, auch abseits der Aufmerksamkeit.
Und wir wissen, wie wir diese Kinder erreichen können. Ob durch die Bereitstellung lebensrettender Hilfsgüter, die Schaffung sicherer Lernorte oder die Versorgung mit sauberem Wasser – UNICEF ist vor Ort, um Familien in größter Not zu unterstützen.
Dramatische Finanzierungslücke
Obwohl der humanitäre Bedarf massiv gestiegen ist, bleibt die Finanzierungslage alarmierend. Allein in den Ernährungsprogrammen von UNICEF betrug die Finanzierungslücke im Jahr 2025 ganze 72 Prozent. Infolgedessen musste die Arbeit in 20 Ländern eingeschränkt werden – darunter auch in sogenannten vergessenen Krisen.
In diesem Blog möchten wir uns zehn Krisen widmen und erklären, warum dort dringend Hilfe gebraucht wird.
Afghanistan – Wenn Krisen zur Dauerbelastung werden

In Afghanistan verschärfen Naturkatastrophen, Wirtschaftskrise und politische Einschränkungen – besonders für Frauen und Mädchen – die ohnehin angespannte Lage. Sinkende internationale Finanzmittel treffen vor allem Kinder: Mangelernährung, fehlende Gesundheitsversorgung und eingeschränkter Zugang zu Bildung gefährden ihre Zukunft.
Trotz schwieriger Bedingungen ist UNICEF landesweit im Einsatz – mit Kliniken, mobilen Teams und Lernzentren in allen 34 Provinzen. Unsere Kolleg*innen vor Ort untersuchen Kinder auf Mangelernährung und behandeln sie, wenn nötig. Sie führen Impfprogramme durch und erreichen Kinder nach Naturkatastrophen mit sauberem Wasser und sicheren Lernorten. Initiativen zur frühkindlichen Ernährung stärken zusätzlich die gesunde Entwicklung der Jüngsten.

In der Provinz Baghlan im Norden von Afghanistan lernen zwei Mädchen gemeinsam in einem kleinen Lernzentrum. Für viele Kinder ist Bildung dort keine Selbstverständlichkeit – besonders nicht für Mädchen.
© UNICEF/UNI791644/MeerzadBangladesch – Zwischen Flucht und Klimakrise

Zwei Mädchen gehen in Cox’s Bazar über eine überflutete Straße.
© UNICEF/UNI830060In Bangladesch treffen eine langanhaltende Flüchtlingskrise und zunehmende Klimakatastrophen aufeinander. Rund 4,4 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen, darunter etwa 1,2 Millionen Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar. Wiederkehrende Überschwemmungen, Wirbelstürme und Starkregen verschärfen die Lage zusätzlich und unterbrechen immer wieder Schulunterricht sowie die medizinische Versorgung.
Trotz knapper Mittel setzt UNICEF seine Bildungs-, Gesundheits- und Ernährungsprogramme fort – auch in den Flüchtlingscamps von Cox’s Bazar. Sichere Lernorte, Impfungen und Schutzangebote geben Kindern inmitten dieser Dauerkrise Halt und Perspektive.

Ein Mädchen besucht einen Unterricht in einem Lernzentrum im Rohingya-Flüchtlingslager in Cox's Bazar, Bangladesh.
© UNICEF/UNI866953Burkina Faso – Kinder in einer verdrängten Krise

In einem kinderfreundlichen Ort in Burkina Faso finden Mädchen und Jungen Schutz und Unterstützung.
© UNICEF/UNI820246/AdamouIn Burkina Faso spitzt sich die humanitäre Lage weiter zu. Jahrelange Konflikte, kombiniert mit extremen Wetterereignissen wie plötzlichen Überschwemmungen, haben zahlreiche Familien aus ihren Häusern vertrieben. Über 2,9 Millionen Kinder benötigen dringend Unterstützung, viele haben keinen verlässlichen Zugang zu Bildungsmöglichkeiten, medizinischer Versorgung oder sauberem Wasser.
Trotz der unsicheren Lage erreicht UNICEF die betroffenen Familien über tausende gemeindebasierte Gesundheitskräfte. Sie bringen lebenswichtige Gesundheits- und Ernährungsprogramme direkt in die Krisengebiete, ermöglichen Bildungsangebote und leisten psychosoziale Unterstützung für Kinder und Betreuungspersonen.

Eine Frau hält ihren Sohn in einem Gesundheitszentrum in Ouagadougou, Burkina Faso. Inmitten der anhaltenden humanitären Krise suchen viele Familien hier medizinische Versorgung, Impfungen und lebenswichtige Unterstützung für ihre Kinder.
© UNICEF/UNI829225Demokratische Republik Kongo – Kindheit geprägt von Konflikt und Gewalt

Chance Bushashire hält ihre beiden Kinder Destinée (1) und Vainqueur (5) vor ihrem Zuhause in der Provinz Nord-Kivu auf dem Arm. Die Familie floh vor Gewalt und lebte ein Jahr lang in einem Vertriebenenlager nahe Goma, bevor sie zurückkehrte. „Vor dem Krieg verkaufte ich Stoffe, doch bei unserer Flucht wurde alles gestohlen“, erzählt Chance.
© UNICEF/UNI858681/BenekireDie Demokratische Republik Kongo steckt seit langem in einer schweren humanitären Krise, unter der 2025 mehr als 21 Millionen Menschen litten. Jahrzehntelange Konflikte und Gewalt haben weite Teile der Bevölkerung in Not gebracht, sodass viele Menschen kaum Zugang zu grundlegender Gesundheitsversorgung, Bildung und anderen lebenswichtigen Dienstleistungen haben. Über 5,3 Millionen Menschen sind innerhalb des eigenen Landes auf der Flucht – darunter vier Millionen Kinder. Hinzu kommen schwere Krankheitsausbrüche wie Cholera, Masern, Polio und Mpox, die besonders die Kleinsten bedrohen. Viele Kinder leben in unsicheren Verhältnissen und sind einem erhöhten Risiko von (sexualisierter) Gewalt, Ausbeutung oder sogar Zwangsrekrutierungen ausgesetzt.
Auch in dieser schwierigen Situation sind wir von UNICEF ohne Unterbrechung an der Seite der Kinder und versorgen sie mit lebensrettender Hilfe sowie mit Bildungsangeboten, damit sie eine Chance auf eine Zukunft haben.

Naomie (3) sitzt in einem Gesundheitszentrum in der Provinz Nord-Kivu auf dem Schoß ihrer Mutter und wird mit Erdnusspaste, einer therapeutische Zusatznahrung, gefüttert. Nachdem ihre Familie vertrieben wurde, litt sie an schwerer akuter Mangelernährung und wird nun in einer von UNICEF unterstützten Einrichtung behandelt.
© UNICEF/UNI874403/UshindiHaiti – Kinder inmitten der Krisenspirale

Nachdem Hurrikan Melissa ihr Zuhause zerstört hat, findet eine Mutter mit ihrer Tochter Zuflucht in einer Schule in Haiti, die vorübergehend als Notunterkunft dient. Zwischen Klassenzimmern und Notbetten beginnt für viele Familien ein unsicherer Alltag – geprägt von Verlust, aber auch von Hoffnung auf Unterstützung und Wiederaufbau.
© UNICEF/UNI893258/NoelIn Haiti treffen eskalierende Gewalt, der Zusammenbruch grundlegender Dienste und wiederkehrende Naturkatastrophen aufeinander. Rund 2,6 Millionen Kinder benötigen dringend Hilfe, viele leben in einem Kreislauf aus Angst und Unsicherheit.
Trotz extremer Sicherheitsrisiken erreicht UNICEF Hunderttausende Kinder mit Gesundheitsversorgung, Ernährungsprogrammen und Bildungsangeboten – inklusive Berufsbildung für Jugendliche.

Eine Mutter, die vor der Gewalt geflohen ist, sitzt mit ihrer Tochter in einer von UNICEF unterstützten mobilen Klinik in Boucan Carré. Dort erhalten vertriebene Familien medizinische Versorgung und dringend benötigte Unterstützung inmitten einer anhaltenden Krise.
© UNICEF/UNI792740/JosephJemen – Eine verlorene Kindheit im Schatten des Konflikts

Kinder im Jemen leben in ständiger Unsicherheit. Jahre des Konflikts haben Infrastruktur und Lebensgrundlagen zerstört – UNICEF unterstützt betroffene Familien mit lebenswichtiger Hilfe und Schutz.
© UNICEF/UNI736184/HaleemIm Jemen leiden Kinder unter einer der schwersten humanitären Krisen der Welt. Nach mehr als einem Jahrzehnt bewaffneter Konflikte, Armut und dem Zusammenbruch von Gesundheitssystem, Schulen und sozialen Diensten sind rund elf Millionen Kinder auf lebensrettende Unterstützung angewiesen. Viele Kinder können seit Jahren nicht regelmäßig zur Schule gehen, da Gebäude beschädigt, geschlossen oder als Notunterkünfte genutzt werden. Gleichzeitig erschwert der eingeschränkte Zugang zu medizinischer Versorgung das Überleben zahlreicher Familien. Gewalt, Vertreibung und Armut bedrohen zudem den Schutz der Kinder: Viele sind Opfer von Ausbeutung, Zwangsarbeit, Kinderheirat oder werden von bewaffneten Gruppen rekrutiert. Tausende Kinder wurden getötet oder verletzt, und unzählige weitere leiden unter den psychischen Folgen von Verlust und Unsicherheit.
UNICEF leistet im Jemen unermüdlich Hilfe und unterstützt die Familien mit sauberem Wasser, Ernährungsprogrammen, Bildungs- und Schutzangeboten.

Um Kindern auch während des Konflikts zu ermöglichen, weiter zu lernen, richtet UNICEF temporäre Bildungszentren ein, in denen Kinder verpassten Lernstoff nachholen können.
© UNICEF/UNI729418/Al-MajidiMyanmar – Kinder in einer sich verschärfenden Krise

Ein Junge sitzt vor einem eingestürzten Haus in Mandalay, mehrere Tage nachdem ein verheerendes Erdbeben die Region erschüttert hat. Zwischen Trümmern und Staub wird das Ausmaß der Zerstörung sichtbar – und zugleich die schwierige Realität für Familien, die nun vor dem Wiederaufbau ihres Alltags stehen.
© UNICEF/UNI772878/HtetIn Myanmar verschärfen anhaltende Konflikte, Vertreibung und wirtschaftliche Instabilität die Notlage von Millionen Kindern. Ein verheerendes Erdbeben im März 2025 mit zahlreichen Nachbeben traf die ohnehin stark belasteten Gemeinden besonders hart – mehr als 6,5 Millionen Kinder waren bereits vor der Katastrophe auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Trotz schwieriger Bedingungen leistete UNICEF gemeinsam mit lokalen Partnern schnelle Hilfe: Nahrungsmittel, medizinische Kits, Zelte und Lernmaterialien wurden verteilt, provisorische Lernorte eingerichtet und temporäre Wasserversorgung sichergestellt.

Wai Mar Myint und ihre Tochter Shwe Zin Htet trinken Wasser aus einem von UNICEF bereitgestellten Trinkwassertank. Der Tank versorgt Gemeinschaften, deren Wasserversorgung nach dem schweren Erdbeben im März 2025 zerstört wurde.
© UNICEF/UNI875812/HtetSomalia – Kindheit zwischen Gewalt, Klimarisiken und humanitärer Not

In einem Krankenhaus in Puntland hält eine Krankenschwester ein kleines Kind und sorgt für seine dringend benötigte medizinische Betreuung.
© UNICEF/UNI890565/YasinIn Somalia reiht sich eine Krise an die nächste: Klimaschocks, Unsicherheit und politische Spannungen belasten Familien massiv. Viele Kinder haben keinen ausreichenden Zugang zu Impfungen, sauberem Wasser oder medizinischer Versorgung – besonders Mädchen stoßen dabei auf zusätzliche Hürden. Krankheiten können sich so leichter ausbreiten und verschärfen die ohnehin schwierige Lage weiter. Der Hunger nimmt infolge wiederkehrender Dürren weiter zu, Hunderttausende Kinder sind schwer akut mangelernährt.
Trotz begrenzter finanzieller Mittel unterstützt UNICEF zahlreiche Kinder und Familien mit dringend benötigter Hilfe. Unsere Kolleg*innen unterstützen die Gesundheitsversorgung von Kindern und behandeln mangelernährte Kinder. Wir setzen auf Lösungen direkt in den Gemeinden und stärken zum Beispiel Bildungsangebote – besonders für Mädchen –, damit sie lernen, eigene Entscheidungen treffen und ihre Zukunft selbstbewusst gestalten können.

Der 18 Monate alte Abdi wird im Gesundheitszentrum Barwaaqo auf Mangelernährung untersucht, während er auf dem Schoß seiner Mutter sitzt. In der von Dürre und Konflikten betroffenen Region erhalten Kinder wie Abdi dringend benötigte therapeutische Nahrung und medizinische Betreuung.
© UNICEF/UNI881772/FadhayeSüdsudan – Kinder im Schatten von Konflikt und Naturkatastrophen

Eine Frau sitzt in einem Kanu zwischen überfluteten Feldern in Südsudan, wo Starkregen und Überschwemmungen die Lebensgrundlagen vieler Familien bedrohen.
© UNICEF/UNI896469/NelsonIm Südsudan verschärfen langanhaltende Konflikte, eine schwere Wirtschaftskrise und wiederkehrende Überschwemmungen die Lebensbedingungen von Millionen Kindern. In den vergangenen Monaten ist die Gewalt im Land weiter eskaliert. Hinzu kommt der andauernde Krieg im benachbarten Sudan und die damit verbundenen Flüchtlingsbewegungen, die die ohnehin schwachen Gesundheits-, Bildungs- und Sozialsysteme zusätzlich belasten. Viele Kinder haben deshalb nur eingeschränkten oder gar keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung und ausreichender Ernährung.
Trotz großer Herausforderungen erreicht UNICEF Kinder und Familien im Südsudan mit lebensrettender Hilfe. Wir unterstützen die medizinische Versorgung, die Behandlung bei schwerer Mangelernährung und Bildungsangebote. Das „Cash-plus“-Programm unterstützt zudem Mütter dabei, durch kleine finanzielle Hilfen und Beratung – etwa beim Anbau von Gemüse – ihre Familien besser zu versorgen.

Sunday John spielt mit ihrem 15 Monate alten Sohn Tito Christopher auf der Kinderstation des Krankenhauses Al Sabbah Children’s Hospital. Tito war schwer mangelernährt und musste stationär behandelt werden. Nun erholt er sich langsam und kann bald entlassen werden.
© UNICEF/UNI884324/PrinslooZentralafrikanische Republik – Alltag im Schatten von Konflikt und Armut

Nach Überschwemmungen sind Hunderte Familien auf Unterstützung angewiesen, viele Häuser wurden zerstört, Hab und Gut weggespült.
© UNICEF/UNI866715/RodriguezDie humanitäre Lage in der Zentralafrikanischen Republik bleibt weiterhin sehr angespannt. Unsicherheit, Gewalt und Armut prägen den Alltag vieler Menschen.
Bewaffnete Konflikte, Überschwemmungen, Krankheitsausbrüche und Vertreibung verschärfen die Situation zusätzlich. Viele Familien haben nur eingeschränkten Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Gesundheitsversorgung, Bildung, sauberem Wasser und Sanitäranlagen.
Seit 1986 steht UNICEF in der Zentralafrikanischen Republik an der Seite der Kinder. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten vor Ort lebenswichtige Hilfe – von Gesundheitsversorgung und Impfungen über die Behandlung von Mangelernährung bis hin zu Bildungsangeboten und Programmen zum Schutz von Kindern vor Gewalt und Ausbeutung. Außerdem setzt sich UNICEF dafür ein, den Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäranlagen zu verbessern.

„Ich wünsche mir für die Zentralafrikanische Republik, dass wir viele Schulen bauen und das Land dadurch voranbringen.“ Diana ist erst elf Jahre alt und ihre Worte zeigen die Hoffnung der jungen Menschen in der Zentralafrikanische Republik. UNICEF unterstützt die Kinder in der Zentralafrikanischen Republik mit Bildungsangeboten und Lernmaterial – auch in schwer erreichbaren Gebieten.
© UNICEF/UNI783930/Vigné
Auch abseits der Schlagzeilen: Wir wissen, wie wir helfen können.
Krisen wie diese zeigen, dass Not nicht weniger dringend ist, nur weil sie weniger Aufmerksamkeit erhält. Für die betroffenen Kinder und Familien bedeutet eine „vergessene Krise“ oft jahrelange Unsicherheit, fehlende medizinische Versorgung, Hunger oder keinen Zugang zu sauberem Wasser. Während andere Konflikte weltweit Schlagzeilen machen, kämpfen Menschen in vielen Regionen weiterhin im Stillen ums Überleben.
Gleichzeitig wissen wir: Hilfe ist möglich. Mit unserer Erfahrung, starken Partnern vor Ort und bewährten Programmen können wir schnell und wirksam unterstützen – sei es durch den Zugang zu sauberem Wasser, medizinische Versorgung, Schutzräume für Kinder oder Hilfe für vertriebene Familien. Die Lösungen sind da. Was es braucht, sind die Mittel, um sie umzusetzen.
Gerade deshalb sind zweckungebundene Spenden so wichtig. Zweckungebunden bedeutet, dass Spenden nicht an ein bestimmtes Land, Projekt oder eine konkrete Maßnahme gebunden sind. Stattdessen können sie flexibel dort eingesetzt werden, wo sie gerade am dringendsten benötigt werden.
Diese Flexibilität ermöglicht es uns, schnell auf akute Notlagen zu reagieren und auch in unterfinanzierten, langanhaltenden Krisen Hilfe zu leisten. Zweckungebundene Spenden helfen uns dabei, Ressourcen gezielt einzusetzen und sicherzustellen, dass Kinder und Familien auch in den vergessenen Krisen dieser Welt die Unterstützung erhalten, die sie dringend brauchen.
Sie können unsere Hilfe für Kinder in vergessenen Krisen mit einer Spende unterstützen. Wir sind für jede Unterstützung dankbar.
Esther Addo arbeitet im Team Programmkommunikation und schreibt über die UNICEF-Arbeit weltweit.