MEIN UNICEF: UDO LINDENBERG
Mittwoch, 4. September 2013, 19:27 Uhr
von Simone Morawitz | 0 Kommentare

60 JAHRE – 60 FRAGEN UND 10 X 6 PERSÖNLICHE ANTWORTEN ZUM EINSATZ FÜR UNICEF

UNICEF Deutschland wird seit fast 60 Jahren von prominenten Paten unterstützt – seit 2001 ist auch Panik-Rocker Udo Lindenberg mit dabei. Er hat sich für UNICEF in den vergangenen zwei Jahren besonders künstlerisch engagiert und UNICEF Deutschland Weihnachtsgrußkarten-Motive geschenkt: „U.Do Fröhliche“ und „Udo Selige“.

Udo Lindenberg: Mein UNICEF (© UNICEF/Wolfgang Langenstrassen)

© Wolfgang Langenstrassen

Und obwohl Udo nichts mit Weihnachten am Hut hat und sich selbst als „multireligiös“ bezeichnet, hatte er doch einen Weihnachtswunsch, der ihm in unserer Konsumgesellschaft am Herzen liegt: „Nicht alles in die eigene Lamette da reinballern“, sondern lieber mal an andere denken.

Udo für UNICEF

Die UNICEF-Weihnachtsgrußkarten-„Kollektion“ von Udo Lindenberg ist sehr beliebt bei den Käufern. Wir freuen uns, dass Udo UNICEF unterstützt. Doch mit ihm zusammenzuarbeiten, bedeutet auch, nie planen zu können, was am Ende dabei herauskommt.

Bei den Vorbereitungen für diesen Blog, ging es mir nicht anders. Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht, was ich Udo Lindenberg zu 60 Jahren UNICEF gerne fragen würde, zum Beispiel: „Warum ist UNICEF für dich wichtig?“, „Was müsste in einem Liedrefrain über UNICEF drin stehen?“, „Was würdest Du für Kinder tun, wenn Du einen Tag lang Chef der UN wärst?“ oder „Würdest Du für UNICEF mit dem Rauchen aufhören?“…aber wie so oft kam es anders. Statt auf meine Fragen zu antworten, schrieb Udo eine SMS an UNICEF:

„ich würde lieber meinen song-text: ’als er ein kleiner Junge war’ beisteuern (wenn das geht …) – da ist alles drin. UDO-UFO, komm, wir staerken die UNO, wir stärken UNICEF. was ist dringlicher? nichts! solidarische grüsse. udo lindenberg“

Den typischen Interviewaufbau unserer neuen Blog-Reihe „Mein UNICEF“ werden Sie hier also vergeblich suchen. Stattdessen kommen wir den Wünschen von Udo Lindenberg gerne nach.

Voilà und Merci, Udo Lindenberg!

Kleiner Junge

Als er ein kleiner Junge warund mal nix essen wollte, sagte Madaß viele Kinder hungrig sind und sterbener war so geschockt und dachte: So ‘n Wahnsinnund rannte zu seinem Sparschwein hinda war sein ganzer Reichtum drin„Mutter, wir müssen was tun!”

„Mit deinen paar Groschen”, sagte Ma„kriegste diese Welt leider auch nicht klardas ist hier nun mal so ‘n bekloppter Planetwo die Menschheit schon immer total durchdrehtdaran wirst du dich gewöhnen, damit muß man lebenauch wenn es manchmal traurig macht.”Doch er beschloß, wenn ich mal groß bin, werde ich das ändernund heulte die ganze Nacht

„Was ist mit Gott?” und Mutter sagt:„Der hat den Himmel zugemacht, ist abgereist, ist ganz weit wegund kümmert sich ‘n Dreck”„Und was ist mit dem Papst?” und Mutter sagt:„Der hat schon viele auf dem Gewissendurch sein Pillenverbot kommen Babies zur Weltobwohl man weiß, daß sie gleich wieder sterben müssen”„Und was ist mit den Politikern?”„Viele von denen sind totale Verbrechersie lügen, betrügen und erklären den Kriegmachen Menschen zu Mördern und labern vom Sieg”

Kleine Jungs werden größerund wenn’s dann immer mehr um das Ego gehtist ein palästinensisches Flüchtlingsghettobald so weit weg wie der fernste Planetdoch bei ihm war das anders – er wurde großdoch sein Gewissen wurd’ nicht kleinerund wenn er mal ausflippte, schrie und weinte, im Büro, einfach solachten sie ihn ausPsychiatrie – IrrenhausPsychiatrie – Irrenhaus

Und was ist mit Gott?Mit dem Papst?Mit den Politikern?Den Terroristen?Und was ist mit dir?

Quelle: Website von Udo Lindenberg

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