AUFTAKT DES JUGENDGIPFELS J7 2015 IN BERLIN

9. Mai 2015 von David Antonio Zuther 0 Kommentare

VERHANDELN WIE DIE GROSSEN STAATS- UND REGIERUNGSCHEFS

David (15) aus Hamburg, Mitglied des deutschen J7-Teams

Der erste Tag begann in aller Frühe. Mit dem Bus ging es zur offiziellen Begrüßung ins Familienministerium in Berlin. Hier waren die Räume ganz im Zeichen des Jugendgipfels mit J7-Symbolen dekoriert. Caren Marks, parlamentarische Staatssekretärin, und Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, hießen uns in ihren Reden herzlich willkommen.

J7 Jugendgipfel in Berlin

Unser deutsches J7-Team v.l.n.r. vor dem Brandenburger Tor: Sang-Jin, Martin, Lilian-June, Caren Marks (parlamentarische Staatssekretärin), Jessica, Christian Schneider (Geschäftsführer von UNICEF Deutschland), Yolanda und ich.
© David Ausserhofer

Danach haben wir als Auftakt für den Jugendgipfel eine Aktion am Brandenburger Tor gestartet: Wir, die J7-Delegierten aus 19 Ländern, liefen mit großen Plakaten vor den Linsen der Pressefotografen durch das Berliner Wahrzeichen. Es war sehr spannend mitzubekommen, wie viel Aufmerksamkeit wir mit der Aktion erregt haben. Ich wünsche mir, dass wir auch mit unseren Positionen zu den Themen der G7 die Aufmerksamkeit der Politikerinnen und politiker gewinnen können.

Wenn wir Jugendlichen die G7 wären…

Im Anschluss ging es endlich in die Vorbereitung auf die thematische Arbeit: es gab ein Simulationsspiel, bei dem wir Jugendlichen die G7-Länder bei ihrer Konferenz darstellten. Aus jedem Land wurde je eine Person einem neuen Staat zugelost, den sie in der G7-Simulation vertreten sollten. So entstanden bunt durchmischte Teams.

J7 Jugendgipfel Berlin

In den Diskussiongruppen erarbeiten wir Themen zum Schutz des Planeten, für eine gesunde Zukunft für alle, für mehr Gleichberechtigung für Frauen und Männer und  für eine faire Wirtschaft.
© David Ausserhofer

Dann ging es in die Räume für die einzelnen Länder. Die Aufgabe war, den anderen G7-Nationen einen Vorschlag zu folgender Frage unterbreiten: Wie könnten 25 Milliarden US-Dollar in den nächsten drei Jahren am sinnvollsten für die G7-Themen verwendet werden? Eine große Aufgabe. Um uns auf das Land, das wir nun vertreten sollten, einzustellen, erhielten wir Informationsblätter zu den Positionen der G7. Nach einer Vorbereitungsphase in den Gruppen ging es dann in das Plenum.

J7 Jugendgipfel Berlin

Das Moderationsteam im Plenum: Wie bei den echten G7-Verhandlungen wurde sehr viel diskutiert.
© David Ausserhofer

Je zwei Vertreter für jedes Land stellten hier ihre Ideen vor. In einer zweiten Gruppenphase konnten wir dann, die Ansichten der anderen Länder im Hinterkopf, unsere Positionen anpassen und schärfen. Nach einer zweiten Besprechung der G7-Delegationen ging es in die Verhandlungsphase mit dem Versuch, Bündnisse zu schmieden und andere von den eigenen Vorschlägen zu überzeugen oder sich überzeugen zu lassen.

Gemeinsame Positionen finden

Am letzten Nachjustieren der Positionen und der intensiven Diskussion zwischen den G7-Teilnehmern waren alle beteiligt. Bei der Abstimmung kam es zu einem Patt zwischen dem französischen und dem italienischen Vorschlag. Letzterer gewann dann schließlich nach drei Wahlgängen. Insgesamt hat die Simulation allen Teilnehmern nicht nur Spaß gemacht, sondern auch unser Verständnis für die Mechanismen bei G7-Gipfeln, Verhandlungstaktik und die Frage, wie man am besten die G7-Themen anpacken kann, geschärft. Wir haben diskutiert, gemeinsam Stellung bezogen, verhandelt und abgestimmt und so viel dazugelernt und uns noch besser kennengelernt.

Hier einige Eindrücke unseres ersten Tags beim J7-Gipfel als Video:

Wenn ihr den Jugendgipfel mitverfolgen wollt, dann informiert euch auf der UNICEF-Seite J7-Gipfel 2015 oder auf der internationalen Website J7 Summit 2015. Hier veröffentlichen wir regelmäßig neue Blogs, unsere Videotagebücher und aktuelle Diskussionsthemen.

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