SPENDEN: ACHT FRAGEN AN DEN UNICEF-CHEF
Mittwoch, 15. November 2017, 11:30 Uhr
von Katharina Kesper | 26 Kommentare

"IST MITLEID DER BESTE WEG, UM SPENDEN ZU SAMMELN?"

Spenden. Also jemandem etwas abgeben. Um zu helfen. Etwas bereitwillig teilen. Ein Thema, das vermehrt in die Köpfe der Menschen rückt – gerade so kurz vor der Weihnachtszeit. Wir bei UNICEF dachten uns, als Spendenorganisation können wir dazu auch etwas sagen und haben ein Interview zu dem Thema mit unserem Geschäftsführer geführt.

Ich bin Katharina und ich arbeite bei UNICEF im Presse-Team. Vor der Weihnachtszeit erreichen uns oft Anfragen von Privatpersonen oder auch Journalisten zu dem Thema Spenden. Da haben wir uns gedacht: Wir fragen einfach mal den, der die Fragen dazu am besten beantworten kann – unseren Chef. Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, steht Rede und Antwort zum Thema Spenden.

Rollen wir das Ganze mal von vorne auf: "Wieso muss UNICEF eigentlich ständig zum Spenden aufrufen?"

Auch interessant und sicherlich vielen von uns schon einmal durch den Kopf gegangen: "Spenden nützt doch gar nichts, oder?" und "Kommen 100 Prozent einer Spende an?"

Wenn Sie mehr zum Thema Transparenz bei UNICEF wissen wollen, schauen Sie doch einmal hier.

Einfach gerade heraus gefragt: "Muss UNICEF eigentlich immer auf die Tränendrüse drücken?"

Das Video in voller Länge finden Sie auch auf unserem Youtube-Kanal.

Sie haben noch mehr Fragen zum Thema Spenden? Dann schreiben Sie uns gerne in den Kommentaren oder lesen Sie den Blogbeitrag meiner Kollegin Ninja Charbonneau mit fünf wichtigen Tipps zum "richtigen" Spenden.

KOMMENTARE

  • anonym
    05. Dezember 2017 16:14 Uhr

    Sehr geehrte Frau Eckau,
    Mir war bis zu dem Kommentar von Bela nicht klar, dass die Unicef die Beschneidung von Jungen zur HIV Prävention unterstützt.
    Ich hatte eigentlich das Gefühl, das die Unicef ernsthat und nachvollziehbar das Interesse hat alle Kinder zu unterstützen und vor Ausbeutung und Gewalt zu schützen.
    Leider wurde mein positives Bild dadurch verändert.
    Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund die Beschneidung von Kindern zu unterstützen.
    Der Artikel hat mich bestürzt!
    Schade Unicef!

  • anonym
    05. Dezember 2017 15:42 Uhr

    Lieber Bela,

    wie wir Ihnen bereits mitgeteilt haben, tritt UNICEF nicht generell für die Beschneidung von Jungen ein, aber: In Ländern mit einer verbreiteten Aids-Epidemie folgt UNICEF den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Darüber hinaus lehnt UNICEF Beschneidungen ab, die nicht durch ausgebildetes Personal und in einem sicheren klinischen Umfeld stattfinden. Zu einem angemessenen Vorgehen gehören auch die Nachsorge sowie eine vorherige Beratung über Risiken. Umfassende Informationen darüber, wie man sich vor einer HIV-Infektion schützen kann, müssen essentieller Bestandteil der Beschneidungsprogramme sein. Klar ist: Jedes Kind hat das Recht darauf, an wichtigen Entscheidungen, die es betreffen, beteiligt zu werden. Sofern das aufgrund seines Alters nicht möglich ist, liegt die Verantwortung bei den Eltern. UNICEF verurteilt Beschneidungen, die ohne informierte Zustimmung der Eltern erfolgen.

    Viele Grüße
    Wiebke Eckau
    Info-Service

  • anonym
    04. Dezember 2017 11:44 Uhr

    Mich würde eine antwort auf Bela´s Frage freuen!
    Ich finde das Vorgehen auch höchst bedenklich!

    Schützt alle Kinder!
    Auch Jungen sollten ein Recht für Unversehrtheit des eigenen Körpers haben!

    Das ist eine Operation und keine Impfung!
    Warum gelten die Kinderrechte hier nicht für die Jungen?
    Wie kann eine Kinderschutzorganisation sowas unterstützen?

  • anonym
    02. Dezember 2017 11:53 Uhr

    Wird mit dem Erlös von den Spenden, auch das Beschneidungsprogramm in Afrika unterstützt? Ich finde das das gar nicht gehen würde

    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/74511/Beschneidungskampagne-der-WHO-in-Afrika-unter-massiver-Kritik

    https://www.youtube.com/watch?v=6FygmCIlwd0

  • anonym
    22. November 2017 11:55 Uhr

    Lieber Konstatin,

    wir wollen Menschen informieren und überzeugen - nicht bedrängen. Unsere Aufgabe ist es, den Kindern eine Stimme zu geben und Empathie für ihre schlimme Lage zu wecken, die sonst immer vergessen werden. Das versuchen wir so authentisch und konkret wie möglich zu machen. Unsere Botschaft ist, dass jeder einen Beitrag leisten kann, dass diese Kinder Chancen bekommen. Ein schlechtes Gewissen ist nicht unsere Absicht, denn das hilft niemandem.

    Viele Grüße
    Wiebke Eckau
    Info-Service

KOMMENTAR SCHREIBEN

Herzlich Willkommen im UNICEF-Blog! Für ein faires Miteinander beachten Sie bitte die Verhaltensregeln.
Wir verarbeiten Ihre Daten mit Ihrer Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 f DSGVO, damit Sie einen Kommentar hinterlassen können. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
*Pflichtfeld