SONNTAG IST MUTTERTAG
Freitag, 11. Mai 2018, 10:00 Uhr
von Kristina Müller | 1 Kommentar

In Mali gibt es eine Frau, die jeden Tag zu einem Muttertag macht

Am Sonntag ist Muttertag – eine Gelegenheit, danke zu sagen oder sich gemeinsam zu erinnern. Unserer Mutter verdanken wir unser Leben. Und dann gibt es Super-Mamas, denen verdanken viele Kinder ihr Leben.

Fatoumata Outtara aus Mali ist eine solche Frau, die angehenden oder frisch gebackenen Müttern und ihren Babys tatkräftig zur Seite steht, ihr Überleben sichert und damit jeden einzelnen Tag zu einem Mutter-Tag macht.

Im westafrikanische Land Mali stehen die Chancen für ein Baby besonders schlecht: In der Region Segou stirbt eines von 20 Neugeborenen in seinen ersten vier Lebenswochen – eine erschreckend hohe Zahl und auch eine der höchsten weltweit.

Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Viele Todesfälle lassen sich mit sehr einfachen Mitteln verhindern.

Auf der Welt: Ist das Baby gesund?

Muttertag: Ein Neugeborenes aus Baraoeli in Mali

Im Dorf Baraoeli in Mali: Eine Hebamme untersucht das Neugeborene.
© UNICEF/UN0161668/Keïta

Die Überlebenschancen von Babys steigen beachtlich, wenn bei der Geburt geschulte Gesundheitshelfer dabei sind oder das Kind in einem Gesundheitszentrum auf die Welt kommt. Das ist die wichtige Botschaft, die durch die Initiative „Mama Yeleen“ verbreitet werden soll. Bei dieser von UNICEF unterstützten Initiative spielen Vorbild-Mütter wie Fatoumata Outtara eine entscheidende Rolle dabei, dass jedes Kind einen guten Start ins Leben bekommt.

Hilfe vor, während und nach der Geburt

Fatoumata Outtara lebt in Baraoueli, einem kleinen Dorf in Mali und ist eine "Mama Yeleen".

Fatoumata steht schwangeren Frauen zur Seite.

Fatoumata ist eine wichtige Multiplikatorin, wenn es um Fragen zu Schwangerschaft, Geburt, Ernährung und frühkindlicher Bildung geht.
© UNICEF/UN0160953/Keïta

Sie ist von UNICEF ausgebildet worden, um schwangere Frauen und Mütter zur Seite zu stehen und sie zu informieren. Zum Beispiel darüber, wie wichtig Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft oder das Stillen in den ersten sechs Monaten sind.

Muttertag: Fatoumata begleitet ganze Familien.

Auch Familie Doumbia hat Fatoumata begleitet.
© UNICEF/UN0160952/Keïta

Auch Djeneba und Mamadou haben sich von Fatoumata beraten lassen. Sie sind dankbar über Fatoumatas Wissen und ihre Hilfe – und dass ihre beiden Töchter Assitan (drei Monate) und Sitan (fünf Jahre) gesund sind.

„Ich habe Fatoumata in meinem sechsten Schwangerschaftsmonat kennengelernt“, erzählt Djeneba. „Sie hat mich dazu gebracht, die verbleibenden Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Auch bei der Geburt war sie an meiner Seite. Und mit Fatoumata zusammen haben wir die Impfkalender der Kinder im Blick behalten und sie impfen lassen.“

Muttertag: Auch eine von Fatoumatas Aufgaben: Mit Neugeborenen spielen

Fatoumata spielt mit Djenebas kleiner Assitan.
© UNICEF/UN0161695/Keïta

Andere Frauen ermutigen

Mit Rat und Tat steht Fatoumata anderen Frauen zur Seite – egal ob mehrfachen Müttern oder jungen Frauen mit Kinderwunsch.

Muttertag: Fatoumata unterrichtet die Frauen im Dorf.

Treffen im Schatten eines Baumes: Fatoumatas Coaching für die Frauen im Dorf.
© UNICEF/UN0161679/Keïta

Sie ermutigt sie, alle Chancen zu nutzen, damit ihre Kinder gesund zur Welt kommen. Denn: Die Hilfe von erfahrenem Personal wie Ärzten, Krankenschwestern und Hebammen während der Schwangerschaft und Geburt kann Leben retten.

Kinder fördern und bestärken

Aber Fatoumata ist nicht nur für die ganz Kleinen da. Neben ihrer Aufgabe als „Mama Yeleen“ betreut sie auch Kinder in der Vorschule des Dorfes.

Muttertag: Fatoumata und die Kinder des Dorfes

Durch Fatoumata lernen auch die Eltern der Kinder, wie wichtig Spielen und Interaktion für die Entwicklung der Kinder ist.
© UNICEF/UN0160955/Keïta

Seit Beginn der Mama Yeleen Initiative suchen übrigens immer mehr Dorfbewohner Rat und Hilfe in dem örtlichen Gesundheitszentrum. Eine tolle Entwicklung, die Hoffnung macht, dass jedes Kind überleben und gesund aufwachsen kann.

„Ich liebe es, mein Wissen und meine Erfahrung an andere Frauen im Dorf weitergeben zu können. Und damit auch den Kindern bei ihren ersten Schritten im Leben zu helfen.“ Fatoumata Outtara aus Mali 

Muttertag: Danke, Mama Fatoumata!

© UNICEF/UN0161691/Keïta

Wir sagen: Danke, Mama Fatoumata – und danke an alle Mamas (und natürlich Papas!) auf der Welt.

KOMMENTARE

  • 12. Mai 2018 09:03 Uhr

    Liebe Frau Kristina Müller, herzlichen Dank für den tollen "Muttertags-Bericht". Wir arbeiten auch in den Kreisen Markala/Bla und haben einige Maternitées gebaut. Wir würden auch gerne mehr "theoretisch" in diesen Dörfern arbeiten d.h. Infos bzw. Fortbildungen für Frauen und medizin. Personal. Können Sie uns da helfen eventuell mit entsprechenden Kontakten? Über eine poitive Antwort würden wir und sehr freuen. Herzliche Grüße Peter Brucker, 1. Vors.

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