Antonio Aragón Renuncio, Spanien

Burkina Faso: In der Unterwelt


Die Erschöpfung ist ihm ins Gesicht geschrieben: Gold ist für diesen Jungen keine Verheißung, nur Plage. Es geht nicht um Nuggets, es geht um kleinste Körnchen, für die Männer, Frauen und auch viele Kinder Höhlen und Gänge in die Erde graben; hungernd, durstend, hustend, tags und nachts. Eine Unterwelt, die für Minenkonzerne längst als erschöpft gilt, für die Angehörigen des Volks der Mossi in Burkina Faso aber noch eine winzige Ernte birgt. Es geht hier auch für Kinder um harte körperliche Arbeit, nicht um gelegentliche Hilfe im Haushalt, nicht ums Zeitungsaustragen.

Burkina Faso: In der Unterwelt
Bild 1 von 12 © Antonio Aragón Renuncio, Spanien (Freier Fotograf)
Burkina Faso: In der Unterwelt
Bild 2 von 12 © Antonio Aragón Renuncio, Spanien (Freier Fotograf)
Burkina Faso: In der Unterwelt
Bild 3 von 12 © Antonio Aragón Renuncio, Spanien (Freier Fotograf)
Burkina Faso: In der Unterwelt
Bild 4 von 12 © Antonio Aragón Renuncio, Spanien (Freier Fotograf)
Burkina Faso: In der Unterwelt
Bild 5 von 12 © Antonio Aragón Renuncio, Spanien (Freier Fotograf)
Burkina Faso: In der Unterwelt
Bild 6 von 12 © Antonio Aragón Renuncio, Spanien (Freier Fotograf)
Burkina Faso: In der Unterwelt
Bild 7 von 12 © Antonio Aragón Renuncio, Spanien (Freier Fotograf)
Burkina Faso: In der Unterwelt
Bild 8 von 12 © Antonio Aragón Renuncio, Spanien (Freier Fotograf)
Burkina Faso: In der Unterwelt
Bild 9 von 12 © Antonio Aragón Renuncio, Spanien (Freier Fotograf)
Burkina Faso: In der Unterwelt
Bild 10 von 12 © Antonio Aragón Renuncio, Spanien (Freier Fotograf)
Burkina Faso: In der Unterwelt
Bild 11 von 12 © Antonio Aragón Renuncio, Spanien (Freier Fotograf)
Burkina Faso: In der Unterwelt
Bild 12 von 12 © Antonio Aragón Renuncio, Spanien (Freier Fotograf)

Nach aktuellen Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) müssen weltweit noch immer 152 Millionen Jungen und Mädchen arbeiten, beraubt um ihre elementaren Rechte und Chancen. 73 Millionen von ihnen schuften zum Beispiel in Minen und Textilwerkstätten, auf Farmen und in Ziegeleien oder werden in Privathaushalten und in Bordellen ausgebeutet. Fast 25 Prozent von ihnen sind unter zwölf Jahre alt. Antonio Aragón Renuncio hat die Qual der Goldsucher-Kinder von Burkina Faso festgehalten –   bis zu den Friedhöfen, auf denen viele von ihnen liegen.

Biografie: Antonio Aragón Renuncio, Spanien (Freier Fotograf)

Portrait: Antonio Aragón Renuncio
© Antonio Aragón Renuncio

Antonio Aragón Renuncio, geboren 1971, fotografiert professionell seit Mitte der 1990er Jahre. Er gründete die Fotografen-Gesellschaft „Nostromo“, arbeitete für verschiedene Nachrichten-Agenturen, organisiert Foto-Festivals und ist Präsident der von ihm gegründeten NGO „Oasis“, die medizinische Projekte in Westafrika unterstützt. 

Renuncio blickt auf über 100 Ausstellungen zurück und ist vielfach international ausgezeichnet worden. Er ist bereits Gewinner des „UNICEF-Foto des Jahres“ 2018 – und in diesem Jahr mit einer weiteren Arbeit vertreten, für die er eine ehrenvolle Erwähnung erhält.


UNICEF-Foto des Jahres 2019

1. Platz: Hartmut Schwarzbach
Die Kinder, der Müll und der Tod. Im Stadtteil Tondo am Hafen von Manila leben Kinder davon, Plastikflaschen aus der verdreckten Bucht zu fischen. Nackte Armut, Kinderarbeit und die Müllflut in den Meeren: Schwarzbach dokumentiert das Zusammentreffen gleich dreier Katastrophen.
2. Platz: Andrew Quilty
Tapfer ohne Orden. Im Krieg verwundete Soldaten erhalten oft Tapferkeitsorden, verwundete Kinder, wenn sie Glück haben, Prothesen. Der australische Fotograf Andre Quilty begleitet das Leid und Trauma einiger dieser Kinder.
Ehrenvolle Erwähnungen
Neben den ersten drei Plätzen zeichnete die unabhängige Expertenjury beim UNICEF-Foto des Jahres neun Fotografen mit Ehrenvollen Erwähnungen aus. Die Reportagen zeigen die Lebenssituation von Kindern aus unterschiedlichen Ländern weltweit.