
Jemen: Die Not der Kinder wächst – jetzt spenden
Die Lage im Jemen ist seit Jahren von bewaffneten Konflikten, Armut und Hunger geprägt. Im September 2026 sind die Kämpfe erneut aufgeflammt und haben eine weitere Fluchtwelle ausgelöst. Millionen Menschen hungern – und insbesondere die Kinder leiden. Ohne ausreichende medizinische Versorgung und sauberes Wasser ist ihr Leben bedroht. UNICEF ist seit Jahren im Jemen aktiv, um die Kinder und ihre Familien mit dem Nötigsten zu versorgen.
Das Wichtigste zur UNICEF-Hilfe im Jemen
- UNICEF ist seit Beginn des Konflikts im Jemen vor Ort, um Kinder und ihre Familien mit Spezialnahrung, Trinkwasser, Impfungen und Medikamenten zu unterstützen.
- Mit einer Spende von 160 Euro können wir 600 Päckchen mit Erdnusspaste bereitstellen – das reicht, damit vier mangelernährte Kinder wieder zu Kräften kommen.
- UNICEF setzt Ihre Spende für die Kinder im Jemen transparent und verantwortungsvoll ein: Wir tragen das DZI-Spendensiegel, und unser Online-Portal ist vom TÜV Saarland geprüft.
Aktuelle Situation der Kinder im Jemen
Im Jemen herrscht eine der schwersten und langwierigsten humanitären Krisen der Welt. Trotz einer teilweisen Waffenruhe kommt es immer wieder zu Gefechten. Gewalt, Armut und ein in weiten Teilen kollabiertes Gesundheitssystem bringen Kinder in Lebensgefahr. Seit dem Sommer sind die Kämpfe im Jemen neu aufgeflammt: Über Hunderttausend Menschen sind allein in den letzten zwei Wochen geflohen (Stand: 16. September 2026). Insgesamt sind rund 4,8 Millionen Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht.
Hinzu kommt die dramatische Ernährungssituation: Fast die Hälfte der Bevölkerung hungert (Stand: März 2026). In vielen Familien reicht das Geld nur für die einfachsten Nahrungsmittel wie Reis oder Brot. Analysen zufolge leiden mehrere Millionen Kinder im Jemen an akuter Mangelernährung. Geschätzt 500.000 Kinder haben so wenig zu essen, dass ihr Leben bedroht ist (Stand: 16. September 2026). Oft fehlt es auch an sauberem Wasser, sodass immer wieder ansteckende Krankheiten wie Cholera oder Masern im Jemen ausbrechen.
Trotz äußerst schwieriger Einsatzbedingungen sind die UNICEF-Teams weiter für die Kinder vor Ort. Ihre Spende hilft, mehr Kinder im Jemen mit lebensrettender Hilfe zu erreichen.

Bild 1 von 5 | Das Gesundheitssystem im Jemen ist größtenteils zusammengebrochen. Nur noch rund die Hälfte der Krankenhäuser ist funktionsfähig, und es fehlt an Medikamenten und medizinischem Equipment. UNICEF setzt sich vor Ort dafür ein, damit mehr jemenitische Familien Zugang zu einer grundlegenden medizinischen Versorgung bekommen.
© UNICEF/UNI858219/
Bild 2 von 5 | Viele Familien bekommen nahezu nie Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Milch oder Fleisch. Mehrere Millionen Kinder im Jemen leiden an akuter Mangelernährung. Eine schnelle Behandlung ist wichtig, um langfristige gesundheitliche Folgen zu verhindern.
© UNICEF/UNI975248/Waqqas
Bild 3 von 5 | Rund 4,8 Millionen Menschen sind innerhalb des Jemen auf der Flucht vor Angriffen und Auseinandersetzungen. Viele Kinder sind von der Gewalt traumatisiert. UNICEF unterstützt die Einrichtung spezieller kinderfreundlicher Orte, an denen Kinder spielen können und psychologische Hilfe bekommen.
© UNICEF/UN0876906/Shareef
Bild 4 von 5 | In einer von UNICEF unterstützten mobilen Klinik im Jemen wird ein Kind auf Mangelernährung untersucht. Zeigt das Armband "Rot", ist die Diagnose eindeutig: schwere Mangelernährung. In solchen Fällen werden die Kinder sofort mit Spezialnahrung wie Erdnusspaste oder therapeutischer Milch versorgt.
© UNICEF/UNI972405/Hayyan
Bild 5 von 5 | In vielen Regionen im Jemen fehlt sauberes Wasser. Ohne grundlegende Hygienemöglichkeiten können sich Infektionskrankheiten wie Masern und Cholera schnell ausbreiten – eine ernstzunehmende Gefahr für mangelernährte Kinder. UNICEF stellt Frischwassertanks zur Verfügung, damit Kinder und ihre Familien Zugang zu sicherem Wasser haben.
© UNICEF/UNI980666/Al Qader
Unterstützen Sie Kinder im Jemen mit einer Spende
So helfen wir Kindern im Jemen
So hilft UNICEF Kindern im Jemen
Mangelernährung ist ein Zustand, der qualvoll, lebensbedrohlich und völlig vermeidbar ist. Hunderttausende hungernde Kinder bekommen von uns Spezialnahrung, damit sie überleben. Mit Erdnusspaste und therapeutischer Milch kommen die Babys und Kleinkinder wieder zu Kräften.
UNICEF führt große Impfkampagnen für Millionen jemenitische Kinder durch, zum Beispiel gegen Polio und Masern. Dafür sind Tausende Impfhelferinnen und -helfer im ganzen Land unterwegs.
Mehrere Millionen Menschen haben dank UNICEF Zugang zu sauberem Trinkwasser. Wir reparieren auch Leitungen und bauen Brunnen.
Mit Durchfallmitteln und anderen Medikamenten sowie mit medizinischen Artikeln für Gesundheitspersonal unterstützen wir die Familien im Jemen gesundheitlich.
Viele Mädchen und Jungen sind durch ihre Kriegserlebnisse traumatisiert. Wir begleiten sie mit Spiel-, Gesprächs- und Betreuungsangeboten.
Millionen Kinder leiden unter dem Konflikt im Jemen. Auch die einjährige Nadia war akut mangelernährt und stark geschwächt, als ihre Mutter sie in ein Ernährungszentrum im Westen des Jemen brachte.
Per Klick auf die Bildergalerie erfahren Sie mehr über Nadias Geschichte.
Hintergrundinformationen: Fragen und Antworten zur Lage der Kinder im Jemen
Im Jemen herrscht seit 2015 ein blutiger Konflikt, und ein Ende ist nicht in Sicht. Die Ursachen für den andauernden Konflikt sind komplex. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen stehen Machtkämpfe zwischen Huthi-Rebellen und der Regierungsarmee. Die schlechte wirtschaftliche Situation im Jemen sowie klimabedingte Schocks verschärfen die Lage.
Die Situation im Jemen zählt zu den schwersten humanitären Krisen weltweit. Knapp die Hälfte der Bevölkerung hungert, darunter Millionen Kinder. Analysen zufolge sind aktuell etwa eine halbe Million Kinder so schwer mangelernährt, dass ihr Leben in Gefahr ist (Stand: 16. September 2026).
Die akut mangelernährten Kinder brauchen so schnell wie möglich Spezialnahrung, die sie mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen und Vitaminen versorgt. Auch Medikamente und Impfungen werden dringend benötigt, um die Ausbreitung von gefährlichen Infektionskrankheiten zu vermeiden. UNICEF liefert zudem Trinkwasser, damit die Kinder und ihre Familien sicheres Wasser trinken und sich waschen können.
UNICEF ist seit mehr als 50 Jahren für Kinder im Jemen im Einsatz. Unsere Teams versorgen Kinder mit grundlegender medizinischer Hilfe sowie Impfungen und behandeln sie bei Mangelernährung. In mehreren Regionen stellen wir Trinkwasser bereit und führen dringend erforderliche Reparaturen an beschädigten Wasser- und Sanitärsystemen durch, um die Ausbreitung von Krankheiten zu vermeiden. Zudem leisten die UNICEF-Kinderschutz-Expert*innen psychosoziale Unterstützung und helfen den Gemeinden, Gefahren durch explosive Kampfmittel zu erkennen und zu verringern.
Die Bildung der Kinder ist extrem wichtig für die Zukunft des Jemen. Nur wenn die Mädchen und Jungen lernen können, haben sie und damit das Land eine Perspektive. Aber Tausende Schulen im Land sind während des langwierigen Konflikts zerstört worden oder werden als Flüchtlingsunterkünfte genutzt. Die meisten Lehrerinnen und Lehrer bekommen schon seit mehreren Jahren kein Gehalt mehr.
Weit über vier Millionen jemenitische Kinder im schulpflichtigen Alter sind aufgrund von Armut und andauernden Konflikten derzeit nicht in der Schule (Stand: April 2026). Damit die Kinder im Jemen trotz schwierigster Bedingungen weiterhin lernen können, repariert UNICEF Schulen und bildet Lehrpersonal aus. Zudem richten wir vorübergehende Lernräume für die Kinder ein, damit sie nicht zu viel Lernstoff verpassen.
Warum UNICEF?
Sie fragen sich, warum Sie für UNICEF spenden sollten? Ganz einfach:
Ihre Spende verändert Kinderleben. Unsere Teams helfen den Kindern vor Ort. Und Sie von zuhause aus.
- Sie spenden – und wir impfen Aichata in Mali als Baby gegen Malaria, damit sie besser vor der tödlichen Krankheit geschützt ist.
- Sie spenden – und wir geben dem 18-monatigen Nasratullah in Afghanistan therapeutische Nahrung, damit er wieder Energie hat zum Spielen.
- Sie spenden – und wir bohren in Tansania ein Wasserloch im Dorf von Tausi, damit die Elfjährige nicht mehr stundenlang unterwegs ist zum Wasserholen und wieder zur Schule gehen kann.
UNICEF wurde 1946 als Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen gegründet. Seitdem setzen wir uns in über 190 Ländern für die Kinderrechte und für Kinder in Not ein. Jedes Kind ist uns gleich wichtig – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Besonders kümmern wir uns um die ärmsten und am meisten benachteiligten Kinder: Kinder in Krisenregionen, entlegenen Dörfern oder auf der Flucht.
Wir arbeiten mit Regierungen und lokalen Organisationen zusammen, um gemeinsam das Beste für die Kinder zu erreichen und ihnen direkt während einer Krise, aber auch langfristig zu helfen. Unsere Partner vertrauen uns, weil wir seit Jahrzehnten weltweit als Hilfsorganisation für Kinder anerkannt sind.
Wir sind Profis in Sachen Logistik und geübt darin, Kindern bei Krisen und Katastrophen schnell zu helfen. Das ist wichtig, denn für Kinder in Not zählt jede Minute. Innerhalb von 72 Stunden bringen wir unsere Hilfsgüter in jeden Winkel der Erde.
Wie wir das machen? Wir haben ein riesiges Warenlager in Kopenhagen – das größte humanitäre Lager weltweit. Hier verpacken wir unsere Hilfsgüter und verschicken sie dorthin, wo Kinder sie bereits dringend erwarten. Dazu kommen fünf weitere große UNICEF-Warenlager sowie hunderte kleinere Regionallager auf den verschiedenen Kontinenten. Weit über Tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich um die Beschaffung und Lieferung von UNICEF-Hilfsgütern, um Kinder und Familien für eine gesündere, sicherere und hoffnungsvollere Zukunft zu rüsten: Von Spezialnahrung und Impfstoffen bis hin zu Erste-Hilfe-Sets und Schulrucksäcken – die UNICEF-Logistik-Experten sorgen dafür, dass die wertvolle Fracht heil am richtigen Ort ankommt, egal ob per Flugzeug, Lastwagen, Schiff oder manchmal auch per Motorrad oder Lastesel.
In unserem jährlichen Geschäftsbericht erfahren Sie, wie viel Geld UNICEF Deutschland eingenommen hat, in welche Länder wir die Spendengelder überwiesen haben und wie sie den Kindern vor Ort in dem Jahr konkret geholfen haben. Sie können sich im Geschäftsbericht auch darüber informieren, wie hoch die interne Kostenquote bei UNICEF Deutschland ist und wie viel wir zum Beispiel für Personal und Spendenwerbung ausgeben.
Das DZI-Spendensiegel bestätigt seit Jahren unsere verantwortungsvolle Verwaltung der Spendengelder. UNICEF Deutschland lässt sich regelmäßig prüfen, um höchste Transparenz und Seriosität zu gewährleisten. Mit dem DZI-Spendensiegel gehören wir seit vielen Jahren zu den besonders vertrauenswürdigen Spendenorganisationen.
Allein kann man wenig bewirken, gemeinsam aber viel. Mit Ihrer Spende werden Sie Teil einer großen UNICEF-Gemeinschaft. Über 300.000 Menschen in Deutschland unterstützen unsere Programme mit einer Dauerspende – zum Beispiel für Ernährung, Gesundheit, Bildung und Kinderschutz.
Dazu kommen Hunderttausende Einzelspenderinnen und -spender, Tausende Ehrenamtliche, zahlreiche Unternehmen sowie viele Prominente, die sich für UNICEF engagieren. Gemeinsam können wir die Welt für Kinder verändern.

UNICEF: Seit Jahrzehnten sind wir für Kinder im Einsatz, weltweit in über 190 Ländern.
© UNICEF/UNI610093/Dejongh
