Inselstaat Vanuatu: UNICEF-Nothilfe nach Zyklon Pam

Zyklon Pam: Neuanfang für die Kinder aus Vanuatu

Amy hält ihre Tochter fest auf dem Arm. Damals hatte sie gerade mit ihren beiden kleinen Kindern den schweren Wirbelsturm „Pam“ überstanden, der Anfang 2015 über den Inselstaat Vanuatu im Pazifik hinweggefegt ist. „Die Kinder hatten große Angst. Sie haben geweint, und ich habe auch geweint“, sagt Amy. Dank tatkräftiger Spender konnte UNICEF Amy und Hunderttausenden Menschen helfen. Mit sicherem Trinkwasser, Medikamenten und Toiletten. In Notunterkünften haben wir Kinder betreut und mit Spielsachen versorgt.

Rückblick: „Folgen des Zyklons waren katastrophal“

Vanuatu: Die Hälfte der Einwohner braucht dringend Hilfe
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Marie und ihr elf Monate altes Baby Ceriel stehen vor den Trümmern ihres Dorfes Taunono in der Nähe von Port Vila, der Hauptstadt von Vanuatu.

© UNICEF Pacific
Vanuatu: Zyklon Pam hatte eine Geschwindigkeit von bis zu 300 Stundenkilometer
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Eine Frau und ein Junge steigen über Erde und Zweige neben einem Baum, der von Zyklon Pam entwurzelt wurde. Der Wirbelsturm war mit Stärke fünf und Geschwindigkeiten bis zu 300 Stundenkilometer über den Inselstaat Vanuatu im Pazifik hinweggefegt.

© UNICEF Pacific
Vanuatu: Familie auf der Suche nach einer Notunterkunft
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Eine Familie macht sich am Rand von Port Vila in Vanuatu mit ein paar Habseligkeiten auf die Suche nach einer Notunterkunft. Die UNICEF-Mitarbeiterin Alice Clements war damals  vor Ort und sagte: „Für die Menschen von Vanuatu werden die Folgen des Zyklons aller Wahrscheinlichkeit nach katastrophal sein.“

© UNICEF/NYHQ2014-0433/UNICEF Pacific
Vanuatu: Zerstörte Teouma-Brücke
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Auch die Teouma-Brücke war schwer beschädigt worden. Die Wasser- und Stromversorgung ist teilweise zusammengebrochen, viele Kliniken und Gesundheitszentren waren nur teilweise benutzbar.

© UNICEF/NYHQ2014-0432/UNICEF Pacific
Vanuatu: Sicheres Trinkwasser für Kinder im Dorf Mele
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Kinder im Dorf Mele laufen mit Trinkflaschen durch den Matsch, der nach dem Sturm und starken Regenfällen zurückgeblieben ist.

© UNICEF/NYHQ2014-0435/UNICEF Pacific
Vanuatu: UNICEF impft Kinder gegen Polio
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Kleine Tropfen mit großer Wirkung: UNICEF-Helfer impfen den kleinen Penali, eine Woche vor dem Zyklon in Vanuatu geboren, gegen Kinderlähmung (Polio).

© UNICEF PACIFIC/2015/Sevenier
Vanuatu: Freiwillige UNICEF-Helfer packen Hilfsgüter für Kinder
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Freiwillige Helfer im benachbarten Fidschi packen Hilfsgüter für die Kinder in Vanuatu, darunter auch Schulrucksäcke. UNICEF konnte dank großzügiger Spender umfassend helfen und kümmert sich seither nachhaltig um den Wiederaufbau.

© UNICEF Pacific
INFO

Das hat UNICEF geleistet

Gesundheit und Entwicklung
Rund 11.000 Kinder erhielten Schutzimpfungen gegen Masern, damit sie trotz schwieriger hygienscher Bedinungen gesund bleiben. 2.300 Menschen hatten Zugang zu sicherem Trinkwasser durch UNICEF. 330 Hygiene-Eimer mit Zubehör wie Seife, Zahnpaste und Binden wurden an Familien verteilt und rund 3.600 Menschen in Notunterkünften erhielten Seifenstücke.

Kinderschutz und Aufklärung
Kinder, die ihre Eltern verloren hatten, wurden in Kinderzentren betreut. 6.400 Mädchen und Jungen konnten so registriert werden. Bei der Verteilung von Nahrungsmitteln klärten UNICEF-Helfer außerdem über Kindesentwicklung und gute Ernährung auf - damit Kinder auch in Krisenzeiten bestmöglich ernährt werden.

Bildung
Vor allem in Shefa und Port Vila richtete UNICEF Notschulen ein. 2.500 Kinder konnten so wieder zur Schule gehen. In einem besonders großen Zelt in Port Vila errichtete UNICEF Schulraum für vier Klassen und rund 800 Schülerinnen und Schüler. Außerdem stattete UNICEF die Mädchen und Jungen mit Schulmaterial aus.

Das Programm in Vanuatu ist abgeschlossen und UNICEF nimmt keine Spenden mehr entgegen. Vielen Dank an alle Helfer!