Knapp 2,5 Millionen Jungen und Mädchen in Deutschland gelten als arm oder armutsgefährdet. Im Osten von Deutschland sind rund 20 Prozent der unter 15-Jährigen von Hartz-IV abhängig, während es in den alten Bundesländern „nur“ 13 Prozent sind.

Der Bildungserfolg eines Kindes ist häufig von der „sozialen Herkunft“ abhängig, wie verschiedene Studien beweisen. Kinder, deren Eltern keinen Universitätsabschluss haben, studieren zum Beispiel seltener. Zum einen haben weniger von ihnen ein Abitur, zum anderen können sie sich ein Studium häufig nicht leisten.

Experten fordern, dass mehr Geld insbesondere in die frühkindliche Erziehung gesteckt wird. Dadurch sollen alle Kinder schon von klein auf die gleichen Chancen haben, unabhängig davon, woher sie kommen oder wie viel Geld sie haben. Zwar gibt es bereits ein breites Kita-Angebot, die Qualität der Betreuung leidet aber immer noch häufig an zu wenig Personal und einem zu kleinen kreativen Angebot.  

Der Mikrosoziologe Professor Hans Bertram warnt in dieser Analyse für UNICEF vor einer wachsenden Ungleichheit des Wohlbefindens von Kindern in Deutschland.

Ein ausführlicher Artikel zu sozialen Aufstiegsmöglichkeiten ist hier zu finden.