ERFOLG AUF BEINPROTHESEN

20. August 2012 von Beatrix Hell 0 Kommentare

Die Bilder gingen um die Welt: Der beidbeinig amputierte Südafrikaner Oscar Pistorius startete in den Reihen der Nichtbehinderten bei den Olympischen Sommerspielen in London. Zwar verfehlte der Sprinter mit den federnden Carbon-Prothesen knapp das Halbfinale, dennoch war seine Teilnahme ein voller Erfolg. Denn der behinderte Spitzensportler lebt sein Recht auf gleichberechtigte Teilhabe an Sport und gesellschaftlichem Leben.

Teilhabe an der Welt der Nichtbehinderten

Ich bewundere diesen Athleten und sehe in ihm Vorbild und Hoffnung für viele Behinderte. Schätzungsweise 600 Millionen Menschen mit Behinderungen leben auf der Welt, die meisten in Entwicklungsländern.

Ein beinamputierter Junge in Thailand spielt Fußball.  ©UNICEF/Pizer

Ein beinamputierter Junge in Thailand spielt Fußball.
© UNICEF/Pizer

Ein Drittel sind Kinder. Gerade Kinder mit Handicap sind in vielen Ländern stark benachteiligt: Sie haben geringere Überlebenschancen und ein höheres Risiko, Opfer von Armut, Gewalt und Missbrauch zu werden. Viele werden von ihren Familien schamhaft vor der Umwelt versteckt.

Inklusion durch Sport

Sport hilft, diese Diskriminierungen zu überwinden. UNICEF versteht daher Sport auch als Mittel zur Integration und Inklusion von Kindern aus benachteiligten Bevölkerungsgruppen wie Behinderte oder Straßenkinder. Bewegung und spielerische Auseinandersetzung unterstützen die körperliche, geistige und emotionale Entwicklung von Kindern mit und ohne Behinderungen und stärken ihr Selbstvertrauen. So können sich die Heranwachsenden selbst besser gegen Diskriminierung und Gewalt wehren. Beim Fußball- oder Basketballtraining lernen sie zudem Fairness, Teamgeist und Sozialverhalten.

Die 16-jährige Siegerin eines Rollstuhl-Rennens in Äthiopien. ©UNICEF

Die 16-jährige Siegerin eines Rollstuhl-Rennens in Äthiopien.
© UNICEF

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