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Kinder weltweit

Uganda: Endlich wieder Schule

Fast zwei Jahre lang konnten die neunjährige Namukose und ihre Freundinnen nicht zur Schule gehen. So lange fiel der Unterricht wegen der Corona-­Pandemie in Uganda aus. Umso mehr freuen sich die Mädchen, wieder lernen zu können.

Dienstag, 14.06.2022, 11:00 Uhr

von Verena Linde  •  0 Kommentare

Kichern und Johlen, Gelächter und Jubel tönen über den Schul­­hof in Kampala, der Haupt­­stadt Ugandas. Endlich, endlich dürfen die Kinder wieder zur Schule gehen! „Ich bin so glücklich, wie­­der hier zu sein und meine Freun­­dinnen zu treffen“, sagt Namukose und hört gar nicht auf zu strahlen. „Es ist schön, alles ist noch genau wie früher, nur dass ich jetzt in eine andere Klasse ge­­he.“ Und dann zählen die Neunjährige und ihre Freundinnen auf, was sie alles vermisst haben: die anderen Mädchen und Jungen, die Schau­­keln, die Rutsche, die Lehrerinnen und Lehrer, ja sogar die Stifte.

Uganda: Lehrerin misst Fieber in einer Grundschule.

Überall in Uganda öffnen die Schulen wieder. Mit einem Thermometer wird vor dem Unterricht bei jedem Kind vorsichtshalber Fieber gemessen.

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Verglichen mit Deutschland, verlief die Corona-Pandemie in Uganda recht mild. Obwohl das Virus bereits im März 2020 hier eintraf, führte es bislang bloß zu drei Ansteckungswellen, einer im Dezember 2020, ei­­ner im Juni 2021 und im Januar 2022. Nur wenige Menschen starben. Dennoch ordnete die Regierung gleich zu Beginn der Pandemie strenge Maßnahmen an: Fast zwei Jahre blieben die Schulen und Kindergärten ge­­schlossen. Statt zu ler­­nen, halfen die Kinder im Haushalt oder arbeiteten und verdienten Geld, um ihre Fami­lien zu unterstützen. Uganda gehört zu den ärmsten Ländern der Welt.

Uganda: Eine Lehrerin hilft einer Schülerin beim Händewaschen.
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Sauber! Nur wer sich die Hände gewaschen hat, darf das Klassenzimmer betreten.

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Uganda: Kinder spielen in der Pause auf dem Schulhof.
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Sause in der Pause: Im Freien dürfen die Schülerinnen und Schüler ohne Maske toben.

© UNICEF/UN0578970/Wamala

Umso wichtiger ist es, dass Na­­mu­­kose und alle anderen Mädchen und Jungen jetzt wieder lernen können. Damit das gelingt, bildet UNICEF Lehrkräfte aus, steuert Material für den Unterricht bei und sorgt etwa da­­für, dass es überall Wasser und Seife gibt. Namukose und ihre Freun­­din­nen waschen sich damit vor dem Unterricht die Hände. Sie wollen nicht riskieren, dass die Schule wieder schließen muss. „Ich trage auch im­­mer eine Maske“, sagt Na­­mukose und flitzt zurück zu ihren Freundinnen.

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