© UNICEF/UN0318726/Diarassouba

Gut zu wissen

Den Herausforderungen von heute mit Lösungen von morgen begegnen

Um das Leben von Kindern nachhaltig zu verbessern und eine zukunftsfähige Welt zu schaffen, brauchen wir vor allem eines: innovative Lösungen. Wir stellen Ihnen wegweisende Ansätze vor.

Freitag, 09.07.2021, 14:13 Uhr

von Lydia Berneburg, Jenifer Stolz  •  0 Kommentare

Im Jahr 2021 steht die Weltgemeinschaft vor enormen Herausforderungen. Die Covid-19-Pandemie, akute sowie lang andauernde Konflikte und Krisen, die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, der Klimawandel und das rasante Tempo des technologischen Wandels haben Auswirkungen auf unser aller Leben und Zukunft. Herausforderungen wie diese treffen Kinder in besonderem Ausmaß und nehmen vielen von ihnen die Möglichkeit auf ein chancenreiches Aufwachsen. 

Sierra Leone: Kinder mit den nachhaltigen Entwicklungszielen

Die nachhaltigen Entwicklungsziele haben eine zentrale Bedeutung für Kinder und ihr Wohl.

© UNICEF Sierra Leone/2015/Indrias G Kassaye

Innovationen – für Kinder und mit ihnen gemeinsam

Die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung („Sustainable Development Goals“, SDGs) ist der globale Aktionsplan für eine zukunftsfähige Welt. Die kommenden neun Jahre sind entscheidend, um den gegenwärtigen Herausforderungen zu begegnen und eine Welt zu schaffen, die gerechter, friedlicher und klimabewusster ist – für alle Menschen, auch für jedes Kind. 

Schon vor der Covid-19-Pandemie zeichnete sich ab, dass die bisherigen Fortschritte nicht ausreichen, um die Agenda 2030 zu verwirklichen. 442 Millionen Kinder lebten im Jahr 2020 in Ländern, die weit davon entfernt sind, die SDGs zu erreichen. Umso dringender ist es, Lösungen zu finden und zu stärken, die langfristig zu wirkungsvollen Veränderungen und so zu einer gerechten und nachhaltigen Welt für Kinder beitragen. Zukunftsweisende Innovationen und starke Partnerschaften sind hierfür ein zentrales Element. 

Henrietta H. Fore, UNICEF Exekutiv-Direktorin

Wenn die Vision der SDGs von einer Welt, in der niemand zurückgelassen wird, Wirklichkeit werden soll, müssen wir neue Wege gehen – in Innovationen investieren und umfassendere, mutigere Partnerschaften eingehen, die uns helfen, jedes Kind zu erreichen.

Henrietta H. Fore, UNICEF Exekutiv-Direktorin

In diesem Jahr feiert UNICEF seinen 75. Geburtstag. 75 Jahre UNICEF bedeutet auch 75 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Förderung von Innovationen für Kinder. Unser Anspruch und Ziel ist es, durch neue Technologien und Ansätze stets dazu beizutragen, dass Kinder und ihre Familien einen besseren Zugang zu lebensrettenden Informationen und Dienstleistungen haben und knappe Ressourcen effizienter genutzt werden können. 

Aber auch, um jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich beteiligen zu können und die Fähigkeiten zu lernen, die sie für ihr zukünftiges Leben brauchen. Starke, innovative Partnerschaften mit der Privatwirtschaft, Forschungseinrichtungen und lokalen Unternehmern sowie nachhaltige Finanzierungsmodelle helfen uns dabei, Fortschritte für Kinder und bei der Umsetzung der Agenda 2030 zu erzielen.

Junge trägt eine Virtual Reality-Brille.

Um die SDGs bis zum Jahr 2030 zu erreichen, kommt es auf richtungsweisende Innovationen und starke Partnerschaften an.

© UNICEF/UN0159305/Hahn

Von einfachen Erfindungen bis hin zu Hightech-Innovationen verwandelt UNICEF Ideen in skalierbare Lösungen für die Herausforderungen von heute. Kinder und Jugendliche selbst sind hierbei die wichtigsten Partner*innen. In unserem Blog wollen wir Ihnen einige Beispiele aus der UNICEF-Arbeit mit viel Potenzial vorstellen. 

Grundlegende Voraussetzungen für Innovation schaffen

Internetverbindung für jede Schule weltweit: Giga

3,7 Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zum Internet - darunter viele Kinder, die somit beispielsweise keinen Zugang zu wichtigen Informationen oder Onlineunterricht haben und nur eingeschränkte Möglichkeiten, sich an gesellschaftlichen oder politischen Prozessen zu beteiligen. Die Umsetzung vieler nachhaltiger Entwicklungsziele, unter anderem SDG 4 – inklusive, gerechte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern –, wird somit erschwert. 

Kasachstan: Mädchen lernt für die Schule während Lockdown.

Arai Beisenbaeva, 17, aus Kasachstan lernt während des Lockdowns von Zuhause. Kasachstan ist eines der Länder, mit denen Giga bereits zusammenarbeitet.

© UNICEF/UNI324031/Diarassouba

Um diese digitale Kluft zu schließen, hat UNICEF gemeinsam mit Partnern Giga gestartet – eine globale Initiative, die das Ziel verfolgt, die Internet-Anbindung von Schulen und die sie umgebenden Gemeinden zu fördern. Die Kartierung von Schulen und die Ermittlung von Vernetzungslücken sind entscheidende erste Schritt, um jedem Kind Zugang zu digitalen Lernmöglichkeiten zu verschaffen. Diese Daten sind die Grundlage für den Aufbau der Netzinfrastruktur.

Mit einer solchen digitalen Transformation leistet Giga einen entscheidenden Beitrag, um den Zugang zu Bildung für alle Kinder zu beschleunigen und die Widerstandsfähigkeit der jungen Generation gegenüber neuaufkommenden Krisen zu verbessern. Giga arbeitet derzeit bereits in Zentralasien, der östlichen Karibik und Ostafrika mit elf Ländern zusammen, um über 86.000 Schulen und mehr als 25,8 Millionen Schüler*innen und Lehrkräfte miteinander zu verbinden – ein wichtiger Schritt, um allen Kindern eine Chance auf digitales Lernen zu geben und niemanden zurückzulassen.

U-Report: Junge Menschen äußern sich zu den Themen, die ihnen wichtig sind

U-Report ist eine kostenlose Online-Plattform von UNICEF, die über zehn Millionen jungen Menschen in 68 Ländern der Welt die Möglichkeit gibt, sich auch ohne besondere technische Ausstattung zu den Themen zu äußern, die sie betreffen – von Zukunftswünschen über die Erfahrung mit Diskriminierung bis hin zu Kinderehen.

U-Reporter aus der Elfenbeinküste.

U-Reporter aus der Elfenbeinküste.

© UNICEF/UNI321770/Frank Dejongh

Jugendliche können auf U-Report an Umfragen teilnehmen, sich anonym zu verschiedenen Fragestellungen wie beispielsweise zu Covid-19 informieren, über Themen berichten, die ihnen wichtig sind und mit anderen jungen Menschen ins Gespräch kommen. Die Daten und Erkenntnisse, die so gewonnen werden, können mit den Gemeinden, in denen die Jugendlichen leben, und den lokalen politischen Entscheidungsträger*innen geteilt werden. 

Ziel ist es, die Stimmen von Kindern und Jugendlichen in der öffentlichen Debatte zu stärken und partizipative Lösungen für die Probleme zu finden, mit denen junge Menschen vor Ort konfrontiert sind. Damit leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag, um nachhaltige Entwicklung zu fördern.

Wissen teilen für den gemeinsamen Fortschritt: Digital Public Goods Alliance

Wissen ist eine zentrale Voraussetzung für Fortschritt. Während des Ebola-Ausbruchs in den Jahren 2014 und 2015 in Westafrika spielten beispielsweise Erkenntnisse aus aggregierten Daten, die öffentlich zugänglich waren und geteilt werden konnten, eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung des Virus. Und auch bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie helfen uns digitale Lösungen. Der Zugang dazu ist jedoch oft durch Datenschutzrichtlinien oder Urheberrechtsregelungen eingeschränkt. 

Digital Public Goods Alliance: Vier Personen schauen auf einen Monitor.

Fortschritt erreichen wir nur gemeinsam.

© UNICEF Innovation

Die Digital Public Goods Alliance (DPGA) ist eine Initiative von verschiedenen öffentlichen, zivilgesellschaftlichen und privaten Akteur*innen mit dem Ziel, die Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu beschleunigen, indem sie die Erforschung, Entwicklung, Nutzung und Investition in digitale öffentliche Güter erleichtert. 

Digitale öffentliche Güter wie Open-Source-Software, frei zugängliche Daten, offene Standards und Inhalte oder auch Modelle künstlicher Intelligenz sind eine zentrale technologische Voraussetzung, um den Anspruch von SDG 9 umzusetzen: Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten von (jungen) Menschen aufzubauen und zu verbessern. 

Bestehende Ungleichheiten aufgrund eines ungleichen Zugangs zu Wissen können so verringert werden, wie in SDG 10 angestrebt. Durch den inklusiven Zugang zu diesen Informationen kann jede*r auf diese Ansätze zur Erreichung der Agenda 2030 beispielsweise im Gesundheits- oder Bildungsbereich zugreifen und zu ihrer Umsetzung beitragen. Der Zugang zu Informationen ist gleichzeitig die Grundvoraussetzung für weitere Innovationen. 

Die DPGA wurde von der norwegischen Regierung und UNICEF ins Leben gerufen und stützt sich im Sinne von SGD 17 auf das Engagement einiger wegbereitender Länder, Technologieexpert*innen aus dem Privatsektor, Think Tanks, Regierungen, philanthropischen Gebern, internationalen Durchführungsorganisationen und der UN.

Einfache Lösungen mit großer Wirkung für Kinder

Eine wirkungsvolle Erfindung im Kampf gegen Mangelernährung: das komplementäre Beikostschälchen

Weltweit kann sich eines von drei Kindern unter fünf Jahren aufgrund von Mangelernährung nicht gut entwickeln. In vielen Ländern hängt dies oft mit wirtschaftlichen Faktoren zusammen, die den Zugang zu Nahrungsmitteln erschweren. Doch auch mangelndes Wissen über die richtige Menge, die Häufigkeit und Vielfalt der für Kinder benötigten Nahrungsmittel ist einer der Gründe.

Indien: Mutter füttert ihre Tochter mithilfe eines Beikostschälchens.

Budhe Majhi aus Indien und ihre 18 Monate alte Tochter Priyanka.

© UNICEF/UNI296816/Narain

Das komplementäre Beikostschälchen, das von UNICEF gemeinsam mit Partnern entwickelt wurde, kann dabei helfen, eine gesunde und ausgewogene Ernährung von Kleinkindern sicherzustellen. Das Produkt umfasst eine Schüssel, auf der die Zusammensetzung und Menge der Nahrung nach Altersgruppen abzulesen ist. Damit wird die Ernährungsvielfalt gefördert. Zum Schälchen gehört ein geschlitzter Löffel, um sicherzustellen, dass die erste halbfeste Nahrung nach dem Stillen die richtige Konsistenz hat, energiereich und nicht zu wässrig ist.

Beikostschälchen
© UNICEF Supply Division

Mit dieser einfachen und praktischen Erfindung trägt UNICEF dazu bei, Mangelernährung bei Kindern vorzubeugen und zu verhindern und somit SDG 2 zu erreichen. 

Überlebenswichtig in der Gesundheitsversorgung: das Planungs-Tool für die Sauerstofftherapie

Mit SDG 3.2 hat sich die internationale Staatengemeinschaft das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 den vermeidbaren Todesfällen bei Neugeborenen und Kindern unter fünf Jahren ein Ende zu setzen. Doch noch immer sterben beispielsweise jedes Jahr über 800.000 Kinder unter 5, darunter über 153.000 Babys, an einer Lungenentzündung. 

Guatemala: Randy aus Jalapa hat eine Lungenentzündung.

Die sechs Monate alte Randy muss im Krankenhaus von Jalapa, Guatemala, wegen einer Lungenentzündung behandelt werden.

© UNICEF/UNI322841/Willocq

Fast alle diese Todesfälle sind vermeidbar – beispielsweise durch den flächendeckenden Zugang zu medizinischem Sauerstoff, der unter anderem zur Behandlung von Kindern mit schwerer Lungenentzündung und anderen Atemwegserkrankungen eingesetzt wird. Weltweit können allerdings viele kranke Kinder nicht behandelt werden, weil zum Beispiel therapeutischer Sauerstoff in den ärmsten Ländern außerhalb von städtischen Krankenhäusern rar ist oder in Gesundheitseinrichtungen medizinische Geräte fehlen. 

Mit dem Sauerstofftherapie-Projekt legen UNICEF und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) daher gemeinsam einen Fokus darauf, Regierungen im Aufbau funktionsfähiger Sauerstoffsysteme in ihren Ländern zu unterstützen. 

Eine zentrale Komponente des Projektes ist ein eigens dafür entwickeltes Planungstool, das auf Algorithmen basiert und von verschiedenen Akteur*innen genutzt werden kann. Mit dem Tool können Länder den Bedarf an Sauerstoffausrüstung in Gesundheitseinrichtungen ermitteln – ein Instrument, das sich auch im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie bewährt hat. UNICEF unterstützt Länder darüber hinaus bei der Beschaffung der medizinischen Ausstattung wie Sauerstoffkonzentratoren.

Nachhaltige Wasserversorgung für alle: das SolarHub

Nach neuesten Schätzungen von UNICEF und der WHO werden Milliarden Menschen auf der ganzen Welt im Jahr 2030 keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser, sanitären Einrichtungen und Hygiene im eigenen Haushalt haben. Um SDG 6 – die Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten – zu erreichen, müssen sich unsere Anstrengungen in diesem Bereich in den nächsten Jahren vervierfachen.

Südsudan: Eine solarbetriebene Wasserpumpe.

Eine solarbetriebene Wasserpumpe in Yambio, Südsudan, die Wasser zu höhergelegenen Gemeinden, Schulen und Gesundheitszentren pumpt

© UNICEF/UN0221044/Rich

Solarbetriebene Wasserpumpen können Wasserversorgungssystemen nachhaltig verbessern. In den letzten Jahren wurden weltweit Zehntausende von Solarpumpensystemen installiert. Doch die Erfahrung zeigt, dass das Wissen, die Kapazitäten und auch die Fachkenntnisse zum Einsatz und der Installation von Solarwasserpumpen in vielen Ländern begrenzt sind. 

SolarHub ist ein frei zugängliches Wissensportal, das UNICEF gemeinsam mit IOM, OXFAM und Water Mission initiiert hat und das Akteur*innen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen dabei unterstützt, qualitativ hochwertige solarbetriebene Wasserpumpen zu betreiben. Interessierte können sich von Expert*innen zu Solarpumpen technisch beraten lassen oder Erfahrungen mit Anderen austauschen.

Zukunftspotenziale gemeinsam gestalten

Digitale Vernetzung von jungen Menschen auf dem Weg in den Arbeitsmarkt: Yoma

Yoma (Youth Agency Market Place) steht für einen offenen und digitalen Marktplatz der Möglichkeiten für junge Menschen. Über die vielseitige Online-Plattform können Jugendliche nicht nur zertifizierte Kenntnisse und Kompetenzen erwerben. Sie können hier auch passende Jobangebote finden und so einen direkten Einstieg in den Arbeitsmarkt. Yoma fördert somit ganz gezielt die Potenziale junger Menschen und schafft Zukunftsperspektiven.

Yoma: Frau lernt mit Hilfe ihres Tablets.

Yoma eröffnet jungen Menschen weltweit Zukunftsperspektiven.

© UNICEF

Neben vielfältigen Lernangeboten, unter anderem im Bereich der Kompetenzentwicklung, werden Ideen- und Lernwettbewerbe durchgeführt und soziales Engagement in lokalen Gemeinschaften gefördert. Yoma bietet unter anderem spezialisierte Fortbildungen im Bereich Klimaschutz und fördert spezifisch den Zugang für migrierte und geflüchtete junge Menschen. 

Gemeinsam mit der eLearning-Plattform atingi und vielen weiteren Partnern schafft UNICEF mit Yoma wesentliche Voraussetzungen für nachhaltige Entwicklung, indem junge Menschen Zugang zu Bildung (SDG 4) und eine Chance auf eine menschenwürdige Arbeit (SDG 8) haben. Langfristig können so Ungleichheiten verringert (SDG 10) und ein friedliches Zusammenleben möglich werden (SDG 16). Bis Ende 2021 sollen 1,5 Millionen Jugendliche erreicht und 500.000 Jugendlichen bis Ende 2022 passende Jobangeboten vermittelt werden. Die Potenziale dieser Generation unlimited müssen genutzt werden, damit eine nachhaltige Entwicklung möglich ist.

Schutz vor Minen und explosiven Sprengkörpern durch Virtual Reality Technologie

Seit Beginn des Konflikts in der Ostukraine starben 186 Kinder durch Minen und Kampfmittel oder wurden verletzt. Um Kinder über die Gefahren durch explosive Kampfmittel aufzuklären, hat UNICEF gemeinsam mit der IT Ukraine Association das weltweit erste Virtual Reality (VR) Produkt entwickelt. Im Frühjahr 2021 hat UNICEF mit Unterstützung der deutschen und italienischen Regierung die Virtual-Reality-Brillen während der Risikoaufklärung in Schulen eingeführt. 

Minenaufklärung in Schulen.

Minenaufklärung in Schulen mithilfe neuester Technologie.

© UNICEF

Schüler*innen, aber auch Eltern und Lehrer*innen erfahren auf einer virtuellen Reise die Regeln des sicheren Umgangs mit explosiven Gegenständen. Die Schulungen finden in den vom Konflikt betroffenen Regionen statt sowie in Gebieten, in denen sich Munitionsdepots befinden und Binnenvertriebene leben. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Friedensförderung (SDG 16) und den Schutz von Kindern.

Neue Technologien im Einsatz für humanitäre Hilfe und nachhaltige Entwicklung: das Drohnen-Projekt

Ob für den Transport von Medikamenten, Impfungen, Blutproben und Notfallhilfsgütern, für die Überwachung der Ernte oder für Luftaufnahmen und -analysen etwa zur Einschätzung von Krankheitsausbrüchen – der Einsatz von Drohnen kann lebensrettend sein und dazu beitragen, mehr Menschen zu erreichen und die humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit effektiver zu gestalten. 

Zwei Studierende der Akademie für Drohen- und Datentechnologie.

Zwei Studierende der Akademie für Drohnen- und Datentechnologie setzen einen Sensor an die Drohne.

© UNICEF/UNI279362/Moving

UNICEF Malawi hat gemeinsam mit der Regierung des Landes den Einsatz von Drohnen vorangebracht und 2017 erstmals einen Drohnen-Testkorridor für humanitäre Zwecke eröffnet. Um das Wissen rund um den bestmöglichen Einsatz von Drohnen zu fördern, hat UNICEF die erste Afrikanische Akademie für Drohnen- und Datentechnologie in Malawi gegründet. In enger Zusammenarbeit mit Universitäten wurde ein Lehrplan entwickelt und umgesetzt, der junge Menschen dazu befähigt, Drohnen zu bauen, zu steuern und die so gewonnenen Daten der Drohnen zu analysieren. 

Das Drohnen-Projekt von UNICEF hat nicht nur das Potenzial, die Gesundheit und die Ernährung von Kindern in Malawi zu fördern (SDG 2 und 3). Die Ausbildung an der Drohnen-Akademie ist zudem für junge Menschen eine wichtige Möglichkeit, um zukünftig die Weiterentwicklung und den wirkungsvollen Einsatz dieser Technologie als auch ihre eigene Zukunft zu gestalten (SDG 4 und 8).

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