Yahya Arhab, Jemen

Jemen: Die, die gar nicht vergessen können


Er wird „der vergessene Krieg“ genannt, jener Krieg zwischen einer von Saudi-Arabien geführten Koalition und den schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen. Tatsächlich steht der Konflikt eher im Schatten der internationalen Berichterstattung. 

Jemen: Die, die gar nicht vergessen können | © Yahya Arhab (epa)
Bild 1 von 13 © Yahya Arhab (epa)
Jemen: Die, die gar nicht vergessen können | © Yahya Arhab (epa)
Bild 2 von 13 © Yahya Arhab (epa)
Jemen: Die, die gar nicht vergessen können | © Yahya Arhab (epa)
Bild 3 von 13 © Yahya Arhab (epa)
Jemen: Die, die gar nicht vergessen können | © Yahya Arhab (epa)
Bild 4 von 13 © Yahya Arhab (epa)
Jemen: Die, die gar nicht vergessen können | © Yahya Arhab (epa)
Bild 5 von 13 © Yahya Arhab (epa)
Jemen: Die, die gar nicht vergessen können | © Yahya Arhab (epa)
Bild 6 von 13 © Yahya Arhab (epa)
Jemen: Die, die gar nicht vergessen können | © Yahya Arhab (epa)
Bild 7 von 13 © Yahya Arhab (epa)
Jemen: Die, die gar nicht vergessen können | © Yahya Arhab (epa)
Bild 8 von 13 © Yahya Arhab (epa)
Jemen: Die, die gar nicht vergessen können | © Yahya Arhab (epa)
Bild 9 von 13 © Yahya Arhab (epa)
Jemen: Die, die gar nicht vergessen können | © Yahya Arhab (epa)
Bild 10 von 13 © Yahya Arhab (epa)
Jemen: Die, die gar nicht vergessen können | © Yahya Arhab (epa)
Bild 11 von 13 © Yahya Arhab (epa)
Jemen: Die, die gar nicht vergessen können | © Yahya Arhab (epa)
Bild 12 von 13 © Yahya Arhab (epa)
Jemen: Die, die gar nicht vergessen können | © Yahya Arhab (epa)
Bild 13 von 13 © Yahya Arhab (epa)

Doch der jemenitische Fotograf Yahya Arhab, 1975 in Sana’a geboren und Mitglied der Agentur epa, findet dies eine merkwürdige Bezeichnung. Täglich sieht und fotografiert Arhab jene, die den Krieg keine einzige Stunde vergessen können: weil sie vor Bombardements fliehen müssen, weil sie sich in notdürftigen Bunkern verstecken müssen, weil sie die Reste ihrer Habe aus zerstörten Häusern bergen müssen, weil ihre Schulen einstürzen, weil sie auf Friedhöfen spielen müssen, weil sie auf Nahrungsmittel warten.

Arhab hat neben der nackten Not auch Augenblicke von irritierender Feierlichkeit festgehalten: das Mädchen im Festkleid auf dem Weg zum Gebet, den Jungen mit seinen Heften auf dem Schulweg, ein bewaffnetes Mädchen beim Aufmarsch einer Frauengruppe zu Ehren der Rebellen.

Nach Angaben von UNICEF sind inzwischen schon 82 Prozent der jemenitischen Bevölkerung auf humanitäre Hilfe angewiesen. Fast die Hälfte von ihnen: Kinder.

Biografie: Yahya Arhab

Porträt: Yahya Arhab | © Yahya Arhab (epa)
© Yahya Arhab (epa)

I am Yahya Arhab, born in Sana'a. Before I joined epa (European Photopress Agency) as photographer in Yemen in 2004 I worked as a reporter for the state-run Saba news agency.
My professional training comprises several courses in journalism and photography in Yemen, Malaysia, China and Kuwait. In 2009 a photographic journey led me across Saudi Arabia.

I have covered the political and social turmoil, the 2011 popular uprising as well as al-Qaeda attacks and trials. I also covered the Islamic pilgrimage in Saudi Arabia in 2010, rival demonstrations and events over the military's overthrow of Egyptian president Morsi in Egypt in 2013.
Since 2015 till now, I have been covering the ongoing conflict in Yemen and the airstrike campaign carried out by the Saudi-led military coalition in Yemen.


1. Platz: Arez Ghaderi
Die Verteidigung des Lächelns: Der iranische Fotograf Arez Ghaderi fängt einen Moment des Lächelns ein. Es ist ein Symbol für die Widerstandskraft, mit der Kinder ihr Recht auf Unbeschwertheit behaupten.
2. Platz: Ali Nouraldin
Stunde der Verzauberung: Mit seinen Bildern hält der im Gaza-Streifen geborene Fotograf Ali Nouraldin fest, wie Flüchtlingskinder einen Moment der Verzauberung im Behelfs-Kino unter freiem Himmel erleben.
Ehrenvolle Erwähnungen
Neben den ersten drei Plätzen zeichnete die unabhängige Expertenjury sieben Fotografen mit Ehrenvollen Erwähnungen aus. Die Reportagen zeigen Kinder aus unterschiedlichen Ländern weltweit.