TOBY BINDER, DEUTSCHLAND

GROSSBRITANNIEN: AUF DER VERLIERERSTRASSE

Arbeitslosigkeit, Bandenkriminalität, Teenagerschwangerschaften, Drogen, Alkohol – vor allem in den ehemaligen Industriestädten des Vereinigten Königreichs gehört all das zum Leben vieler Jugendlicher, noch einmal verschärft in Schottland und Nordirland. Verschiedene Regierungsprogramme haben das nur zum Teil verändert, nicht aber die noch immer strukturelle Notlage und die Perspektivlosigkeit vieler Heranwachsender.

Die Jugendarbeitslosigkeit liegt dreimal höher als im Rest der Bevölkerung, bis zu elfmal höher in besonderen Krisenzonen. Und latente Gewalt geht nach wie von der konfessionellen Spaltung und dem Wirken ehemaliger paramilitärischer Gruppen in Nordirland aus.

Der 1977 in Esslingen geborene Fotograf Toby Binder, Mitglied der Agentur Anzensberger, hat die Lage von Kindern und Jugendlichen in den klassischen Arbeitervierteln von Belfast und Glasgow, von Edinburgh und Liverpool über Jahre hinweg dokumentiert. Er lebt in München und Buenos Aires; seine Arbeiten, überwiegend Sozialreportagen, wurden allein in Deutschland von zwei Dutzend Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht und mit vielen Preisen und Nominierungen ausgezeichnet.

Biografie: Toby Binder (Freier Fotograf)

fdj-Toby_Binder-Portrait

Toby Binder studied at the Stuttgart Academy of Arts and Design. After gaining his degree in 2005 he started to focus on social and environmental topics in South America and Africa where he finds his stories in post-war and crisis areas as well as in the daily life of the people. Toby is based in Munich and Buenos Aires.

UNICEF-FOTO DES JAHRES 2017