Yuliya Skorobogatova, Russland

Russland: Friedliche Koexistenz


„Du tust ja nichts, außer auf das Baby aufzupassen.“ Das war nur der gedankenlos hingeworfene Satz eines Freundes, aber er animierte die russische Fotografin Yuliya Skorobogatova zu einem Projekt, das dem angeblichen Nichtstun eine wunderbare Lebendigkeit verlieh.

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Unter dem Titel „Mama zuhause“ portraitierte sie junge Frauen beim alltäglichen Versuch, Berufstätigkeit und Kindererziehung miteinander zu vereinen. „Elena, Köchin, verheiratet mit zwei Söhnen, acht und vier“ hat Skorobogatova eines der hier zu sehenden Bilder leicht ironisch genannt; ein Verweis auf die übliche Ferne der berufstätigen Ehemänner. Nun kann auch eine Berufsköchin ohne Zweifel bestens zuhause kochen. Wie aber sieht die Heimarbeit von Schauspielerinnen, Pilateslehrerinnen, Tierärztinnen, Architektinnen, Verpackungsdesignerinnen aus, wenn sie von ihrer Kinderschar umgeben sind? 

Skorobogatova, 1981 in Moskau geboren, Mutter zweier Töchter, hat das in liebevoll-turbulenten Szenen festgehalten. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Stern, in Cosmopolitan und Vanity Fair veröffentlicht. Als ihre Berufe gibt sie ausdrücklich „Fotografin und Hausfrau“ an. 

Biografie: Yuliya Skorobogatova, Russland (Freie Fotografin)

UNICEF Foto des Jahres: Yuliya Skorobogatova
© Yuliya Skorobogatova

Yuliya Skorobogatova is a Russian documentary photographer born in 1981. Originally from Moscow, she is a wife and proud mother of two girls. This had a great influence on her work and latest projects. Seized by motherhood Yuliya began exploring her own life and subculture of new moms. This led to two empowering projects: "selfiettes" and "Mom at work" and showed true life of a new mom that resonated with women from all over the world.

Yuliya started as an artist after graduating Moscow State University for Humanities named after M.A. Sholokhov in 2005. Later she spent some time selling alcohol in distribution companies. In 2014 she got a dergee in Photojournalism from Lomonosov Moscow State University, there she was captivated by documentary photography and journalism. 

1. Platz: Muhammed Muheisen
Das Gesicht einer geschundenen Kindheit. Es ist Zahras Gesicht, das Antlitz eines fünfjährigen syrischen Mädchens in einem Flüchtlingslager in Jordanien. Zahras Eltern flohen mit ihr und sieben weiteren Kindern vor dem Krieg in Syrien.
Ehrenvolle Erwähnungen
Neben den ersten drei Plätzen zeichnete die unabhängige Expertenjury beim UNICEF-Foto des Jahres sieben Fotografen mit Ehrenvollen Erwähnungen aus. Die Reportagen zeigen die Lebenssituation von Kindern aus unterschiedlichen Ländern weltweit.
Der Wettbewerb
Mit der international renommierten Auszeichnung "UNICEF-Foto des Jahres" prämiert UNICEF Deutschland Fotos und Fotoreportagen, die die Persönlichkeit und Lebensumstände von Kindern weltweit auf herausragende Weise dokumentieren.