Evgeny Makarov, Deutschland/Russland

Brasilien: Das Favela-Ballett


Gewalt und Drogen kennenzulernen, früh schwanger zu werden – das gehört zu den Alltagserfahrungen von Kindern und Jugendlichen in den Favelas von Rio de Janeiro. Eine Gruppe von Mitgliedern einiger der besten Tanz-Akademien Brasiliens aber hat beschlossen, für eine Alternative zu sorgen: In der Favela Manguinhos haben sie eine Ballettschule eröffnet.

250 Mädchen und junge Frauen soll sie den Weg aus der täglichen Misere zeigen. Durch Freude und Spiel, durch Disziplin und ein neues Selbstbewusstsein. Eine Bibliothek gehört zur Schule – und viermal im Monat ein Ausflug in das imposante Teatro Municipal, wo den Mädchen eine persönliche Begegnung mit ihren Idolen geboten wird.

Brasilien: Das Favela-Ballett
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Der in Deutschland lebende russische Fotograf Evgeny Makarov hat die Ballettschülerinnen von Manguinhos auf ihren Wegen durch die Favela begleitet, beim Training in der Schule, die er als einen „Schutzbunker“ beschreibt, beim Training zuhause, wo sie in armseliger Umgebung „Arabesque“ und „Grand Plié“ üben – und in einer Gemeinschaft, die sie glücklich macht.

Der Fotograf: Evgeny Makarov, Deutschland/Russland (Agentur Focus)

Portrait: Evgeny Makarov
© Evgeny Makarov

Evgeny Makarov, 1984 in St. Petersburg geboren, kam mit seiner Familie 1992 nach Deutschland. Dort studierte er Politikwissenschaft an der Universität Hamburg und entdeckte die Fotografie als Medium, „soziale Realität direkter zu erfassen als mit einem akademischen Zugang“. An der Danish School of Media und Journalism in Aarhus graduierte er 2014 und absolvierte die Joop Swart Masterclass des World Press Photo. Gegenwärtig lebt Makarov in Brasilien. Veröffentlicht wurden seine Arbeiten bereits in über zwei Dutzend Medien, darunter „FAZ“, „ZEIT“, „NZZ“ und „GEO Special“. 


UNICEF-Foto des Jahres 2020

1. Platz: Angelos Tzortzinis
Die brennende Not. Im September 2020 zerstört ein Feuer das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Unter den vielen Bildern von dieser Inferno-Nacht hat der griechische Fotograf Angelos Tzortzinis die eindrucksvollsten vom Leiden der Kinder gemacht.
2. Platz: Supratim Bhattacharjee
Der Fluch der Kohle. Luft und Trinkwasser sind verschmutzt, Asthma, Tuberkulose und Hautkrankheiten grassieren: Auf den Kohlefelder von Jharia in Indien arbeiten auch Kinder. Der indische Fotograf Supratim Bhattacharjee hat in ihren Gesichtern ihr ganzes Elend eingefangen.
Ehrenvolle Erwähnungen
Neben den ersten drei Plätzen zeichnete die unabhängige Expertenjury beim UNICEF-Foto des Jahres sieben Fotografen mit Ehrenvollen Erwähnungen aus. Die Reportagen zeigen die Lebenssituation von Kindern aus unterschiedlichen Ländern weltweit.